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Hardbergbote - Mitteilungsblatt der Gemeinde Abtsteinach
Ausgabe 32/2022
Vereine und Verbände
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Muttergotteswallfahrt nach Lichtenklingen

Der 14. August steht für die Christen im vorderen Odenwald und Rhein-Neckar-Gebiet wieder ganz im Zeichen der traditionellen Muttergotteswallfahrt nach Lichtenklingen, am Südhang des Hardbergs gelegen. Seit der jahrhundertealte Brauch, zur „Heiligen Frau von Lichtenklingen“ zu wallfahren, 1980 wieder ins Leben gerufen wurde, erfreut sich die alljährliche Wallfahrt im August immer wieder großer Beliebtheit. Die meisten Pilger schließen sich traditionsgemäß zuvor der Prozession von Siedelsbrunn aus (Sportplatz) nach Lichtenklingen an, die dort um 9.30 Uhr beginnt.

Die Muttergotteswallfahrt war schon immer auch Anlass für kirchliche Würdenträger, am Gottesdienst teilzunehmen, ihn zusammen mit den Pfarrern der Pfarrgruppe Abtsteinach zu zelebrieren oder gar die Festpredigt zu halten, die in jedem Jahr zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört

Gemütliche Mittagspause

Zur Stärkung der Wallfahrer werden von den Verantwortlichen der Pfarrgruppe Kaffee und Kuchen und kühle Getränke sowie Wurst mit Brötchen angeboten. Die Gläubigen und Pilger der Wallfahrt nach Lichtenklingen werden darauf hingewiesen, dass auf dem Weg zwischen Siedelsbrunn und Eiterbach ein Fahrverbot besteht.

Leider musste Corona-bedingt die Wallfahrt nach Lichtenklingen vor 2 Jahren komplett ausfallen. Im letzten Jahr war die Wallfahrt nur mit Einschränkungen möglich. Dieses Jahr könnte Sie wieder in gewohnter Form stattfinden, wenn das Wetter mitspielt. Falls die Wallfahrt nach Lichtenklingen nicht wie geplant stattfinden kann (aus welchen Gründen auch immer) wird ein Mariengottesdienst auf der Wiese hinter der Kirche in Unter-Abtsteinach (UA) stattfinden. (Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es auch hier in gewohnter Weise Getränke und Essen sowie Kaffee und Kuchen.) Momentan gehen die Veranstalter davon aus, dass die Wallfahrt stattfindet. Es wird kurzfristig bekanntgegeben (auch auf der Homepage) wo und in welcher Form die Wallfahrt stattfindet

Geschichten und Erzählungen

Es gibt viele Geschichten und Erzählungen über diesen historischen Ort mit seiner Kirchenruine, seinem Forsthaus und seinem ehemaligen Bauernhof. Von vielen weiß man heute, dass sie der Wahrheit entsprechen, einige freilich sind aber auch im Bereich der Mystik anzusiedeln. Tatsache ist, dass im Jahre 1987 das Jubiläum von 600 urkundlich belegten Jahren Lichtenklingen gefeiert werden konnte. Doch geht, darin sind sich Experten und Heimatforscher einig, die Geschichte dieses am Südhang des Hardbergs zwischen Siedelsbrunn und Eiterbach gelegenen Wallfahrtsortes sicherlich noch viele Jahrzehnte weiter zurück.

Die Kapelle wurde einst oberhalb einer Zwillingsquelle errichtet. Die Feststellung, dass das Wasser dieser Quellen verstärkt Spurenelemente enthält, lässt auf eine wesentlich frühere Nutzung dieses Fleckchens schließen. Vielleicht war der Ort einst ein germanisches Quellheiligtum. Früher gehörte Lichtenklingen zur Zent Abtsteinach, heute jedoch ist die Ruine im Besitz der Gemeinde Wald-Michelbach.

Der Grundriss der Kapelle ist bis auf den heutigen Tag gut erkenntlich. Ein rechteckiges Kirchenschiff, ein sich anschließender, ebenfalls rechteckiger Altarraum und die sich anschließende Sakristei in gleicher Form waren hier einstmals markante Planelemente.

Wenn am Sonntag 14.August um 11 Uhr der feierliche Gottesdienst unter Mitwirkung der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach beginnt, werden wieder Hunderte von Gläubigen aus dem ganzen vorderen Odenwald und aus Nordbaden den Weg nach Lichtenklingen gefunden haben.

Die meisten davon schließen sich traditionsgemäß zuvor der Prozession von Siedelsbrunn aus (Sportplatz) nach Lichtenklingen an, die dort um 9.30 Uhr beginnt. Die Muttergotteswallfahrt war schon immer auch Anlass für kirchliche Würdenträger, am Gottesdienst teilzunehmen, ihn zusammen mit den Pfarrern der Pfarrgruppe Abtsteinach zu zelebrieren oder gar die Festpredigt zu halten, die in jedem Jahr zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört. So war es beispielsweise 1996 Kardinal Dr. Karl Lehman, Bischof der Diözese Mainz, der das Wort Gottes verkündete. Festprediger in diesem Jahr wird Pfr. Ryszard Strojek aus Ober-Mörlen sein.

Wir hoffen und beten, dass die Wallfahrt wieder in gewohnter Weise stattfinden kann.

Aktuelle Information unter:

http://wallfahrt-lichtenklingen.de/info/Aktuelles.html