Was kann es im Januar Schöneres geben, als einen verschneiten Winterwald? Zahlreiche Besucher*innen nutzten nach den Feiertagen die Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge im Forchheimer Stadtwald.
Die Stadtförsterei hatte die Holzernte pünktlich beendet, Äste und Zweige beseitigt und die Maschinen nach Hause geschickt. So stand einem ungetrübten Naturgenuss für die Bürger*innen nichts im Weg. Abgesehen von einigen wenigen Bäumen welche über Forststraßen gefallen waren, hatte das Wetter auch keine Schäden angerichtet und mit etwas Vorsicht waren die zugeschneiten Wege gut zu bewandern. Für den Stadtförster ist die Entscheidung immer ein Spagat: Die Wege vom Schnee frei räumen oder der Idylle den Vorzug geben? Schließlich müssen im schlimmsten Fall auch Rettungsfahrzeuge überall hinkommen. Aber wie alle anderen auch, freut sich der Förster über den Schnee. Es ist nämlich tatsächlich so, dass unseren Wäldern immer noch Wasser fehlt. In einer Tiefe von 40-100 cm, welche für die Baumwurzeln entscheidend ist, herrscht in großen Gebieten immer noch Trockenheit, ja zum Teil sogar Dürre (www.waldduerremonitor.de)! Da sind Niederschläge hoch willkommen.
Für das Jahr 2026 stehen im Forchheimer Stadtwald und im Wald der St. Katharinen Spitalstiftung wieder umfangreiche Holzerntemaßnahmen an. Es ist nämlich leider so, dass wegen des Klimawandels die Zeit drängt. Zahlreiche Bäume, auch entlang der Forststraßen, zeigen zum Teil deutliche Schäden. Schüttere Kronen, dürre Äste, abfallende Rinde. Hier muss gehandelt werden. Auch die kleinen Bäumchen, Sämlinge der Eichen und Tannen, gepflanzte Esskastanien und Elsbeeren „schreien“ nach Licht. Und dass die Preise für das eingeschlagene Holz so hoch sind wie seit langem nicht, wird neben dem Förster auch die Kämmerin freuen.
So blickt die Försterei mit Optimismus, Freude und voller Tatendrang auf das neue Jahr.
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