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Forchheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 10/2026
Leben in Forchheim
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Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz baut für die Zukunft

Chefarzt Samir Murad in der neuen Kardiologie im Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim.

Chefarzt Dr. Jens Bokern im neuen vierten OP-Saal lobt die unmittelbare Nähe zur neuen Intensivstation sowie zum neuen Herzkatheter-Labor im Erweiterungsbau im Klinikum Forchheim.

Chefarzt Dr. Jens Bokern auf neuer Intensivstation. „Die moderne Intensivstation im neuen Erweiterungsbau ist ein echter Meilenstein und bringt zahlreiche echte Verbesserungen für Ärzte, Pfleger und Patienten“, freut sich Dr. Jens Bokern, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim.

In Zukunft soll der Fokus am Standort des Klinikums Forchheim - Fränkische Schweiz in Ebermannstadt neben der Psychosomatik unter Leitung von Chefärztin Professorin Dr. Yesim Erim ganz bewusst auf die Altersmedizin unter Leitung von Chefarzt Dr. Hubert Gräf (Foto) gelegt werden. „Wir haben hier mit 15 Ärzten, 60 Betten und zehn Therapeuten die besten Vorraussetzungen, unsere geriatrischen Akut- und Rehapati-enten auf allerhöchstem Niveau bestens zu versorgen“, betont Chefarzt Dr. Gräf.

Nach dem Einzug der Kardiologie geht es mit der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus am Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim jetzt wie am Fließband mit dem vierten OP-Saal, der Intensivstation und Notaufnahme weiter. Mit dem Fokus auf Altersmedizin und Psychosomatik soll der Standort in Ebermannstadt ebenfalls weiter wachsen.

Kardiologie

Noch ist die Baustelle nicht ganz verschwunden. Aber der Einzug in den neuen Erweiterungsbau hat im Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz schon längst begonnen. Den Startschuss für den großen Eröffnungsreigen hat die funkelnagelneue Kardiologie zum Jahresbeginn gemacht. „Ich freue mich wirklich sehr, hier jetzt in Forchheim mit meinem Team in den neuen Räumen arbeiten zu dürfen“, sagte Samir Murad, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie im Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz, nach dem erfolgreichen Umzug von Ebermannstadt nach Forchheim. Rund zwei Millionen Euro hat das Klinikum allein in moderne Medizintechnik für die Kardiologie investiert. „Wir haben hier modernste Anlagen von Siemens Healthineers wie den Artis Icono“, erklärte Murad und zeigte auf das neue Angiographiegerät der allerneuesten Generation, das von dem oberfränkischen Medizintechnikkonzern Healthineers bekanntlich in Forchheim entwickelt und hergestellt wird. „Wir haben jetzt die allerbesten Vorraussetzungen um neben Katheteruntersuchungen beispielsweise auch Schrittmacher und Defibrillatoren hier in Forchheim einsetzen zu können.“ Besonders das neue Raumgefühl in der neuen Kardiologie in Forchheim sei einzigartig. „Wir haben jetzt hier ganz viel Platz. Ich habe noch nie eine so große Kardiologie gesehen.“

Intensivstation & OP-Saal

Apropos: Nach der Kardiologie steht die Eröffnung der neuen Intensivstation und des vierten OP-Saals unmittelbar bevor. Das ist nicht nur für das Klinikum ein weiterer Grund zum Feiern. „Die moderne Intensivstation im neuen Erweiterungsbau ist ein echter Meilenstein und bringt zahlreiche echte Verbesserungen für Ärzte, Pfleger und Patienten“, freut sich Dr. Jens Bokern, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz am Standort in Forchheim. Neben der reinen Anzahl der Betten werde auch die Qualität der Versorgung erhöht. „Der neue Intensivbereich ist mit modernster Überwachungs- und Therapie-Technik ausgestattet, die neben der Beatmungsmöglichkeit an allen Bettplätzen auch erweiterte Kreislaufüberwachung und die Anwendung von Nierenersatzverfahren ermöglicht. Wir bekommen schon wirklich eine sehr gute Intensivstation“, erklärt der Chefarzt weiter und lobt die zentrale Anordnung von Überwachungs- und Arbeitsbereichen. „Wir haben hier ganz kurze Wege zwischen den Behandelnden und Patienten“, sagt Dr. Bokern und spricht von einer idealen Anordnung für eine effiziente Versorgung. Die unmittelbare Nähe der neuen Intensivstation zum benachbarten OP-Bereich mit dem neuen, vierten OP-Saal sowie zum neuen Herzkatheter-Labor und Aufwachräumen sei perfekt durchdacht und genial gemacht.

Zusätzliche Intensivbetten & „Intermediate Care“ Betten

Dank der gelungenen Klinik-Erweiterung stünden in Forchheim nach dem kompletten Umbau zwei zusätzliche Intensivbetten und fünf neu geschaffene „Intermediate Care“-Betten zur bestmöglichen Versorgung von Patienten mit schweren Erkrankungen und starken Verletzungen sowie zur Betreuung nach Operationen zur Verfügung. Gerade im praktischen Klinikalltag würden die fünf neuen „Intermediate Care“-Betten die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Stadt und Landkreis Forchheim qualitativ weiter voranbringen. „Die Schaffung der neuen Intermediate-Care-Betten als Zwischenstufe zwischen Intensiv- und Normalstation wird es uns hier in Forchheim ermöglichen, dass Intensivbetten für die Behandlung von schwer erkrankten Patienten zur Verfügung stehen und nicht durch rein überwachungspflichtige Patienten belegt werden“, ist sich Dr. Bokern sicher und verweist darauf, dass selbstverständlich alle Patientenzimmer mit neuester Klimatechnik ausgestattet seien, um für Patienten und Mitarbeiter auch an heißen Tagen eine komfortablere Raumtemperatur zu schaffen. Selbst bei den großen Fenstern hätten sich die Planer etwas gedacht. „Die großen Fenster in den Zimmern sorgen für Tageslicht und ermöglichen es unseren Patienten in Zukunft, auch auf der Intensivstation den wichtigen Tag-und-Nacht-Rhythmus aufrecht zu erhalten.“ Dies sei unter anderem für die Vorbeugung eines nicht selten im intensivmedizinischen Bereich vorkommenden Delirs von nicht zu unterschätzender Bedeutung. „Überhaupt ist das Platzangebot und das Raumgefühl einfach richtig gut“, freut sich Dr. Bokern beim Rundgang durch die „heiligen Hallen“ kurz vor der Eröffnung. „Das tolle ist auch, dass alle Intensivbetten in Zukunft nur noch Einzelzimmer sind.“ Das habe nicht nur persönliche Vorteile, sondern auch medizinische Vorteile beispielsweise im Hinblick auf ansteckende Krankheiten. Durch die neue Technik sei auf der neuen Intensivstation in Forchheim jetzt selbstverständlich auch die Möglichkeit geschaffen worden, auf digitale Patientenakten umzustellen. „Diese kommen der Patientenversorgung ebenfalls zugute“, sagt Dr. Bokern.

Zentrale Notaufnahme Forchheim & Modernisierung in Ebermannstadt

Einen echten Zugewinn für die medizinische Versorgung wird auch die neue Zentrale Notaufnahme im Erweiterungsbau des Klinikums Forchheim - Fränkische Schweiz darstellen, die nach Kardiologie und Intensivstation im weiteren Jahresverlauf in Forchheim eröffnet werden soll.

Am Klinik-Standort in Ebermannstadt stehen die Zeichen ebenfalls auf nachhaltige Modernisierung. „Wir wollen beide Standorte langfristig stärken. In Ebermannstadt können wir uns in Zukunft auf die wichtigen Säulen Psychosomatik, Altersmedizin und Pflegezentrum konzentrieren“, betont Klinikum-Geschäftsführer Sven Oelkers. Aufgrund des demographischen Wandels werde die Abteilung für Geriatrie unter Leitung von Chefarzt Dr. Hubert Gräf in Zukunft laut Oelkers noch wichtiger für die medizinische Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung in Stadt und Landkreis Forchheim. Mit einer Auslastung in Höhe von 98 Prozent könne auch die Abteilung für Psychosomatik in Ebermannstadt unter Leitung von Chefärztin Professorin Dr. Yesim Erim glänzen. „Um die hohe Nachfrage decken zu können, werden wir in einem ersten Schritt die Bettenzahl in der Abteilung für Psychosomatik erhöhen“, sagt Oelkers. Langfristig soll der gesamte Standort in Ebermannstadt genauso wie Forchheim schrittweise auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Förderbescheid vom Staatsministerium aus München für die Erweiterung der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie läge bereits vor. Im Rahmen dieser geplanten Baumaßnahme würde dann auch das Pflegezentrum mit seinen 60 Plätze für Kurz- und Langzeitpflege andere Räumlichkeiten beziehen. Die politischen Diskussionen um die Gesellschafterstruktur des gemeinnützigen Klinikums würden die langfristigen Ziele in Forchheim und Ebermannstadt nicht beeinträchtigen. „Für unsere Patienten und für unsere Mitarbeiter würde sich durch einen möglichen Ausstieg der Stadt Forchheim aus dem Gesellschafterkreis nichts ändern“, betont Klinikum-Geschäftsführer Oelkers.