Im Digitalen Zwilling der Stadt Forchheim kann unter folgendem Kurzlink das Thermalbild der Stadt Forchheim aufgerufen werden: https://t1p.de/j184o. Das Bild wurde durch eine Befliegung im Hochsommer aufgenommen und stellt die an einem Augustmittag mit Laserscan aufgenommene tatsächliche Oberflächentemperatur in der Stadt Forchheim dar. Aus den einzelnen Wärmebildern der Thermalkamera wird ein Luftbildmosaik berechnet, das eine Auflösung von ca. 50 cm aufweist. Besonders deutlich stechen in der Darstellung Dächer heraus, die sich ja besonders durch die Sonne aufheizen und oft, rot markiert, den Bereich 42 bis 70 Grad Hitze erreichen. Bei Nordausrichtung, Dachbegrünung oder bei vorhandenen Solarmodulen geben diese weniger Hitze ab. Moderne, z. B. mit Blech eingefasste Dächer erscheinen sogar im Blaubereich mit 10 bis 22 Grad. Auch der Stadtwald oder begrünte Flächen erscheinen im kühleren Grünbereich. Interessanterweise ist der Paradeplatz mit seiner hellen Granitfläche gar nicht so heiß, wie vermutet: Er liegt im Hochsommer im grünen Bereich bei 27 bis 32 Grad Oberflächentemperatur.
Die Anzahl der Tage mit Werten über 30 Grad Celsius hat sich in Mitteleuropa seit den 1970er und 1980er Jahren teilweise mehr als verdoppelt. Die sogenannten „heißen Tage“ und anhaltende Hitzewellen treten auch in Forchheim immer häufiger auf.
Die Stadtverwaltung Forchheim erarbeitet referatsübergreifend Maßnahmen, um die Forchheimer Bürgerinnen und Bürger vor den nicht zu unterschätzenden Gesundheitsauswirkungen zu schützen.
Im Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Forchheim legte der Stadtrat 2023 mehrere Maßnahmen zur Anpassung an das veränderte Klima fest. Die Stabstellen Klimaschutzmanagement und Wassermanagement, das Stadtplanungsamt und das Tiefbauamt sowie das Amt für Öffentliches Grün und Biodiversität arbeiten an der Umsetzung.
Öffentliches Trinkwasser
Bereits erfolgt ist die Einrichtung zweier öffentlicher Trinkwasserbrunnen, die allen Menschen in Forchheim zur Verfügung stehen: Standorte sind der Paradeplatz sowie der Mehrgenerationenspielplatz am Streckerplatz.
Hitzeaktionsplan
Zur Erstellung von Stadtklimaanalysen wurden mithilfe einer Befliegung des Stadtgebietes erste - KI-auswertbare - Thermaldaten aufgenommen, um die Hitzeinseln im Stadtgebiet zu identifizieren.
Zusätzlich werden weitere Wetterstationen und Temperatursensoren für ein dynamisches Temperaturbild installiert. Diese Daten sollen unter anderem in einen Hitzeaktionsplan fließen. Dieser Hitzeaktionsplan wird künftig dazu beitragen, mithilfe eines Hitzewarnsystems die Kommunikation von Extremwetterereignissen zu verbessern: für alle Einsatzkräfte, zur Berücksichtigung im Gesundheits- und Sozialwesen, für Risikogruppen und alle Forchheimer Bürgerinnen und Bürger. Der Plan soll ebenfalls langfristige Planungen zum Schutz vor Hitze beinhalten.
Bereits heute werden Maßnahmen zur Klimaanpassung in der Stadtplanung mitgedacht: Schwammstadtprinzipien, also das Rückhalten von Wasser in der Stadt, sind fester Bestandteil der Bauleitplanung, Frei- bzw. Grünflächen werden zur Abkühlung der Innenstadt nutzbar gemacht, derzeit insbesondere im Sanierungsgebiet „Spitalgarten“, ebenso wie die Kühlung und Verschattung der Innenstadt durch mehr Grün: Als erste Ergebnisse dieser städtebaulichen Arbeit können die neuen Grüninseln in der Hornschuchallee betrachtet werden.
Mitmachen beim Hitzeplan!
Verschiedenste Ämter der Stadtverwaltung arbeiten Hand in Hand, um die Stadt vor den zunehmenden Gefahren durch Hitze zu wappnen. Dabei sind sie stets bemüht Fördermittel für den klimaangepassten Städtebau zu akquirieren und möglichst viele Akteure und Akteurinnen einzubinden. Alles für den Schutz und eine hohe Lebensqualität der Forchheimer! Die Forchheimer Bürgerinnen und Bürger sind derweil selbst aufgerufen, mitzugestalten: Über die Mitmachplattform der Stadt Forchheim https://mitmachen.forchheim.de/ sind alle bis zum 30. September 2026 dazu aufgerufen, am Projekt „Hitze in Forchheim: Wo sind heiße und kühle Orte?“ mitzuwirken. Gefragt wird „Wo ist es im Sommer zu heiß und wo angenehm kühl?“ Im Sommer 2025 haben Forchheimerinnen und Forchheimer bereits Hitze-Hotspots und kühle Rückzugsorte in ihrer Stadt markiert. Diese Beiträge sind weiterhin einsehbar. Jetzt geht die Beteiligung in die nächste Runde: Markiert werden können erneut Orte, die im Sommer besonders heiß oder angenehm kühl empfunden werden. Welche das sind, entscheiden die Befragten selbst – ganz nach dem persönlichen Empfinden. Ideen für Maßnahmen gegen Hitze in Forchheim werden ebenfalls gerne entgegengenommen.
Weitere Infos:
Integriertes Klimaschutzkonzept:
https://t1p.de/w2r79
Mitmachprojekt „Hitze in Forchheim: Wo sind heiße und kühle Orte?“:
https://t1p.de/r15b9
Digitaler Zwilling der Stadt, Kurzlink & QR Code zum Thermalbild:
Bei Fragen rund um den Klimaschutz:
Klimaschutzmanagement
klimaschutz@forchheim.de
Bei Fragen zum digitalen Zwilling:
Geodatenverwaltung
stadtplanungsamt@forchheim.de