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Forchheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 14/2026
Bauen & Wohnen
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Aktuelles aus der Stadtförsterei

Zerrissen und ausgebleicht, aber noch viele Jahre als Müll haltbar: Fundstücke aus dem Stadtwald

 

99 Luftballons oder was Kindertränen mit der Luftreinigung durch den Stadtwald zu tun haben.

Das Annafest steht vor der Tür – unbestritten der Höhepunkt im Kalender der Stadt. Alle Abteilungen der kommunalen Verwaltung haben ihren Beitrag zur Vorbereitung geleistet. Für die Försterei bedeutet das: Den Wald und das Festgelände kontrollieren, Gefahren beseitigen, aufräumen – permanent und immer wieder. Und dabei eben oft auch Müll beseitigen. Nur mancher Müll ist zum Greifen nahe, bleibt aber dennoch – vorerst – unerreichbar. Es handelt sich hier um die oben erwähnten, nicht unbedingt 99, aber erstaunlich zahlreichen Ballons, die man im Wald finden kann. Sie werden bei diversen Volksfesten und Kirchweihen für die Kinder gekauft, machen sich dann oft selbständig und fliegen davon: Ein Drama! Tränen und Jammern. Aber die Dinger sind weg, fliegen bei Westwind in den Kellerwald oder den Auerberg, bei Ostwind in den Weingartsteig oder die untere Mark. Und sie bleiben dort in den Bäumen hängen. Denn die Filterwirkung des Waldes beginnt im Großen und geht bis zur Luftreinigung im Kleinsten. Manchmal hängen die Luftballons dort jahrelang in den Ästen, bis sie zu Boden fallen. Und auch dort verrotten sie nicht. Es muss sich jemand erbarmen und den Müll aufsammeln und entsorgen. Eine Lösung für dieses Problem hat auch der Stadtförster nicht. Wer wollte am Fest der Feste seinen Kindern den Wunsch nach so einem Schmuckstück auch abschlagen? Und absichtlich lässt keine Kinderhand der Welt einen Ballon los.

Anders sieht es leider mit einem ähnlich gelagerten Fall aus: Seit einiger Zeit verbreitet sich die seltsame Sitte, bei Hochzeiten, Geburtstagen, Schulentlassungen, ja sogar bei Bestattungen, Luftballons absichtlich steigen und davon fliegen zu lassen. Es gibt „Weitflug-Wettbewerbe“ und weitere schöne Ideen. Aber bei allen gilt der alte Spruch aus der Fliegerei: „Runter kommen sie immer.“ Oft, viel zu oft, leider im Wald. Und da bleiben die Luftballons erst mal hängen, und so weiter...denn: Luftballons und Schnüre, die in der Umwelt landen, stellen immer ein Risiko für Tiere dar und selbst biologisch abbaubare Materialien brauchen einige Zeit zum Verrotten.

Die Försterei jedenfalls wünscht für Forchheim ein sicheres und wunderschönes Annafest und den Kindern viele bunte Ballons, die sie alle zur Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen oder Hinweise.

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