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Forchheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 15/2026
Bauen & Wohnen
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Aktuelles aus der Stadtförsterei

Die Großeltern behaupten es noch: Früher war vieles besser. Das Bier billiger, die Kinder braver und die Welt einfacher. Und, vor allem, der Wald war aufgeräumt. Nicht so eine Unordnung wie heute, wo überall Äste und totes Holz rumliegen. Da konnte man die zahlreichen Pilze schon aus weiter Entfernung entdecken. Und Schwarzbeeren gab es ohne Ende.

Natürlich haben Oma und Opa in vielem recht. Aber ob das, zumindest im Wald, auch besser war, ist mehr als fraglich. Denn mittlerweile wissen wir es natürlich besser. Totholz in all seinen Varianten ist unendlich wichtig. Es speichert Feuchtigkeit, sorgt für Windruhe in Bodennähe, bietet Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze und wird letztendlich im Kreislauf wieder zu Nährstoff für die Bäume. Also: Nichts wird „aufgeräumt“, die Natur richtet das schon. Wenn wir ihr nicht zu viel ins Handwerk pfuschen und da kommt der Klimawandel ins Spiel. Denn bei der Trockenheit wollen einfach keine Pfiffer wachsen, es ist zum Haare raufen. Und die Schwarzbeeren sind mangels Wasser heuer so klein, dass man sich den Hunger in den Bauch isst.

Da ist es gut, dass die Försterei unseren Stadtwald unterstützt. Für die Tiere und den Wasserrückhalt werden Tümpel und Teiche angelegt. In zu dichten Beständen wird vorsichtig aufgelichtet, um Nährstoffe und Wasser auf weniger Bäume zu konzentrieren. Und, man kann es nicht oft genug betonen, es werden Baumarten eingebracht, die ihre eigentliche Heimat in Süd- und Südost Europa ja sogar in Nordafrika haben. Alles in der Hoffnung, der Erderwärmung immer einen Schritt voraus zu sein.

Auch Sie können den Wald unterstützen: Irgendwann ist auch das schönste Annafest vorbei. Und der trockenste Sommer. Dann folgen hoffentlich ein verregneter Herbst und ein Schneereicher, eiskalter Winter. Der Kluge Mann sorgt aber vor. Der Stadtförster, zu dessen zahlreichen Aufgaben die Vermarktung des Holzes gehört, verkauft jetzt schon Brennholz für diese Zeiten. Das Holz stammt aus den Durchforstungen mit denen in den Beständen Licht auf den Boden gebracht wird. Aktuell in Poltern von drei Meter Länge an der Waldstraße, ab Herbst auch wieder in Selbstwerbung zur eigenen Aufarbeitung. Immer Hart- und Weichholz, immer vor der Haustür und immer preiswert.

Denn, der Wald ist immer für uns da, aber aktuell braucht er unsere Hilfe!

Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen oder Hinweise.

Schreiben Sie uns!

Stadtförsterei

Tel. 09191 714 259

Bürostunden Do, 14:30 - 17:30 Uhr

foersterei@forchheim.de