Titel Logo
Forchheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 4/2026
Bauen & Wohnen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Aktuelles aus der Stadtförsterei

„Monokultur“ - ein sperriges Wort.

Auch im Wald werden damit Bereiche bezeichnet, in denen auf großer Fläche nur eine einzige Baumart, meist Fichte oder Kiefer, zu wachsen scheint. Doch wenn man genauer hinschaut, findet man tatsächlich noch andere Arten.

Warum ist das so?

Bäume sind, das ist nichts Neues, langsam wachsende und oft sehr alte Lebewesen. Und sie sind für uns Menschen wichtig. Überlebenswichtig.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde ausschließlich Holz zum Bauen, Heizen und als Werkstoff genutzt. Hinzu kamen Vieheintrieb und Streunutzung. Unsere Wälder waren damals auf riesigen Flächen katastrophal übernutzt und abgeholzt.

An der Wende zum 19. Jahrhundert begann man aus Angst vor dem drohenden Holzmangel mit Aufforstungen in großem Stil. Im Anbau anspruchsloser Nadelbaumarten sah man die einzige Möglichkeit, die gigantischen verödeten Flächen wieder zu bewalden.

In der schweren Zeit nach dem 1. Weltkrieg waren es wieder Fichte und Kiefer, welche mit einfacher und billiger Aufforstung die Bevölkerung mit dem dringend benötigten Rohstoff versorgte.

Vor allem das Nadelholz war es, mit dem die im und nach dem 2. Weltkrieg entstandenen riesigen Kahlflächen wieder aufgeforstet wurden. Diese Arbeit machten die sogenannten "Kulturfrauen", im fränkischen "Pflanzweiber". Durchaus ein Ehrentitel, der auf dem früheren 50 Pfennig Stück verewigt wurde. Zäune gegen Wild allerdings gab es nicht und die Jagd war anfangs noch verboten. Durch Verbiss blieb vielerorts wieder nur reines Nadelholz übrig.

Ab Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erfolgte dann endlich (wieder) ein zielstrebiger Aufbau gemischter, laubholzreicher Wälder. Diese Waldbilder sind es, die uns heute beim Spaziergang erfreuen, die wir uns alle wünschen und an denen auch Ihre Stadtförsterei mit Herzblut arbeitet.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen oder Hinweise. Schreiben Sie uns!

Stadtförsterei

Tel. 09191 714 259

Bürostunden Do, 14:30 - 17:30 Uhr

foersterei@forchheim.de