Titel Logo
Forchheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 7/2026
Bauen & Wohnen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Aktuelles aus der Stadtförsterei

Jetzt geht es endlich los: Nach zahlreichen Absprachen und Vorbereitungen wird ab Mitte April die Verkehrssicherheit am Serlbacher Berg dauerhaft verbessert. Damit sich eine gefährliche Situation wie im letzten Winter bei starkem Schneefall nicht mehr so leicht wiederholen kann, werden hier tote und kranke Bäume entfernt. Gleichzeitig erhalten die verbleibenden Exemplare dadurch mehr Licht und können ihre Kronen stabiler ausbilden. Für die Nutzenden der Straße und besonders die Bewohner*innen von Serlbach wird es leider zu Beeinträchtigungen durch immer wieder nötige, wenige Minuten andauernde Sperrungen kommen.

Wir bitte dafür um Verständnis.

Und der Zitronenfalter fliegt. Diese hübschen Schmetterlinge sind bereits ab Mitte/ Ende März bei Lufttemperaturen von etwa 19 Grad aktiv. Das haben sie gemeinsam mit einem anderen Frühschwärmer, dem gestreiften Nutzholzborkenkäfer. Für den Förster sind die Falter, welche sich vorwiegend an dem bei uns häufigen Faulbaum ernähren, daher ein Warnsignal. Eingeschlagenes Nadelholz, welches nicht mehr ganz frisch, aber auch noch nicht zu trocken ist, wird von den Käfern besiedelt und durch ihre Bohrtätigkeit ins Holz hinein stark entwertet. Daher müssen diese „Polter" jetzt so rasch wie möglich aus dem Wald und ins Sägewerk. Der Stadtförster Max Schneider arbeitet hier eng zusammen mit verschiedenen Fuhrunternehmen und der Waldbesitzervereinigung Kreuzberg.

Tote Bäume und am Boden liegendes Totholz hingegen sind für sogenannte Schadinsekten nicht mehr interessant. Dieses Holz wird besiedelt und zersetzt von anderen Lebewesen, welche das Material langfristig wieder in den Nährstoffkreislauf des Waldes überführen. Deswegen ist auch die Behauptung, ein Wald müsse „aufgeräumt" sein, schlichtweg falsch. Die Einstellung stammt noch aus einer Zeit, als die Wälder durch Streu rechen und das Einsammeln selbst kleinster Äste und Zweige hoffnungslos ausgeplündert waren. Das ist vorbei, heute weiß man um die Bedeutung des Totholzes. Entnommen werden nur noch Nutzholz und, als Häckselmaterial, vor allem „Fichtengiebel", um den rindenbrütenden Borkenkäfern keine Besiedelungsmöglichkeit zu bieten.

Aber darum kümmert sich Ihre Stadtförsterei.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen oder Hinweise. Schreiben Sie uns!

Stadtförsterei

Tel. 09191 714 259

Bürostunden Do, 14:30 - 17:30 Uhr

foersterei@forchheim.de