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Markt Freihung Mitteilungsblatt
Ausgabe 5/2026
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Kleiner Helfer kann Leben retten - Landkreis Amberg-Sulzbach bietet Landkreisbewohnern kostenlose Notfalldosen an

Landrat Richard Reisinger mit Charlene Rubenbauer

Sie ist klein, unscheinbar und im Ernstfall von unschätzbarem Wert: die sogenannte Notfalldose. Ab sofort gibt es im Landkreis Amberg-Sulzbach eine eigene Notfalldose mit dem Logo der Pflegeberatungsstelle und des Landkreises. Ziel der Initiative ist es, Rettungskräften im Notfall schnell Zugriff auf wichtige Gesundheitsinformationen zu ermöglichen und damit wertvolle Zeit zu sparen.

 

 

Die Idee hinter der Dose ist so einfach wie effektiv: In der Notfalldose werden wichtige medizinische Daten wie Vorerkrankungen, Medikamentenpläne, Allergien sowie Kontaktdaten von Angehörigen aufbewahrt. Gelagert wird die Notfalldose im Kühlschrank, ein Ort, der in nahezu jedem Haushalt schnell auffindbar ist. Entsprechende Aufkleber an der Haustür und am Kühlschrank weisen Einsatzkräfte auf die Notfalldose hin.

Gerade für ältere Menschen oder chronisch Erkrankte ist die Notfalldose ein praktischer Baustein für mehr Sicherheit im Alltag, weil die Rettungskräfte im Ernstfall eben sehr schnell wissen, welche Medikamente eingenommen werden und welche Vorerkrankungen oder Allergien bestehen. „Die Notfalldose ist ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Hilfsmittel, das im Notfall entscheidende Minuten sparen und damit Leben retten kann“, unterstreicht Landrat Richard Reisinger die Bedeutung der Notfalldose.

Initiiert wurde das Projekt von der Seniorenbeauftragten und Pflegeberaterin des Landkreises, Charlene Rubenbauer. Sie sieht in der Notfalldose eine sinnvolle Ergänzung bestehender Unterstützungsangebote: „Viele Menschen leben allein oder haben komplexe Krankheitsbilder, da ist es enorm wichtig, dass im Ernstfall alle Informationen schnell verfügbar sind. Die Notfalldose kann hier eine entscheidende Brücke zwischen Betroffenen und Rettungskräften schlagen“, erklärt Rubenbauer.

Der Seniorenbeauftragten und Pflegeberaterin war es wichtig, eine praktikable Lösung zu finden, die Angehörigen und Rettungskräften im Notfall eine Orientierung gibt. Genau hierfür könne die Notfalldose ein kleiner Helfer mit großer Wirkung sein, so Rubenbauer. Das Ziel sei, dass möglichst viele Menschen die Notfalldose nutzen.

Deshalb können sich ältere und chronisch kranke Menschen ab sofort im auch im Rathaus Freihung melden, um an eine Landkreis-Notfalldose zu kommen.

Was die Notfalldose enthält:

In der Dose befindet sich ein Informationsblatt, auf dem unter anderem folgende Angaben eingetragen werden können:

- persönliche Daten

- Vorerkrankungen und Allergien

- aktuelle Medikamente

- Kontaktdaten von Angehörigen

- Hinweise zu Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht