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Markt Freihung Mitteilungsblatt
Ausgabe 7/2024
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Aktuelles

Seit 50 Jahren bereichert der Schützenchor die Kultur in der Marktgemeinde. Kaiserwetter und insgesamt rund 600 Gäste waren wohl deshalb auch das schönste Geschenk zum 50-jährigen Gründungsfest, das von präziser Organisation und vorbildlicher Zusammenarbeit zeugte.

Im stattlichen Kirchenzug marschierten Landrat Richard Reisinger, die Bürgermeister Uwe König und Klaus Siegert, Markträte sowie Vereine aus dem gesamten Gemeindebereich, begleitet vom Thansüßer Posaunenchor, vom Dorfkreisel hinauf zur Kapelle am „Heiligen Berg“, wie ihn der verstorbene Pfarrer Bernhard Huber nannte.

„Heute blicken wir dankbar auf ein halbes Jahrhundert musikalische Begleitung, gelebten Glaubens und engagierter Gemeinschaft zurück. Der Schützenchor hat unzählige Gottesdienste und Andachten bereichert und unsere Herzen mit seinem Gesang berührt“, sagte Pfarrer Benny Joseph zur Eröffnung des Gottesdienstes am Freialtar. Schützen- und Kirchenchor beeindruckten mit der Aufführung der Haydn-Messe unter Leitung von Hans Siegert vor rund 400 Gläubigen mit sauberer Intonation, ausgewogenen Stimmen und schönem Klangbild. Für Gänsehautmomente sorgte „Wenn ich ein Glöcklein wär“, wobei Steffi Lederer das Sopransolo sang. Stephan Rauscher begleitete am Keyboard.

Während seiner Ansprache erntete Pfarrer Benny mehrmals Heiterkeit für seinen Humor. Das Singen sei eine besondere Form des Gebets. „Wenn wir singen, beten wir doppelt“ zitierte der Pfarrer Martin Luther. „Es ist eine Möglichkeit, unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken, und gleichzeitig bringen wir sie vor Gott“ bemerkte Pfarrer Benny. Jesu Worte aus dem Matthäus-Evangelium laden ein, von der Natur zu lernen, „von der wir hier an der Christophorus-Kapelle umgeben sind, unsere Sorgen loszulassen und uns auf Gott zu verlassen.“ Pfarrer Bennys Wunsch an den Jubelchor: „Möge Gottes Segen weiterhin auf euch ruhen, während ihr durch euren Gesang Freude und Trost in die Welt bringt, uns alle miteinander verbinden und unsere Herzen mit Freude erfüllen.“

Mit der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ und Volksliedern zum Mitsingen leitete der Posaunenchor unter Heiner Müller den Würstl-Frühschoppen im Festzelt ein. Bei herrlichem Wetter saßen auch Gäste im Freien. „Wir dürfen heute voller Stolz und Freude auf einen wichtigen kulturellen Baustein und auf ein Aushängeschild der Marktgemeinde Freihung zurückblicken. Wer hätte das bei der Gründung am 3.März 1974 gedacht, dass der Chor so lange Bestand hat und zum anderen so viel Anerkennung weit über die Gemeindegrenzen hinaus erlangen konnte“ sagte Bürgermeister Uwe König. Er würdigte die mit Beifall bedachte außergewöhnliche Leistung von Hans Siegert, der den Chor seit sage und schreibe 47 Jahren leitet. König erinnerte an seinen persönlichen Höhepunkt am 21.7.2023, als beim Heimatabend zur 900-Jahr-Feier von Seichats: „Ehrenschirmherr, Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hat bei der Intonierung der Seichats-Hymne seinen Blick und sein Gehör nicht mehr vom Schützenchor abwenden können. „Er war wirklich über alle Maßen begeistert und sein ursprünglicher, auf zwei Stunden begrenzter Besuch verdoppelte sich fast. Mehr Wertschätzung konnte sich der Chor nicht wünschen“ hob der Gemeindechef hervor, ehe er an Chorsprecher Gerhard Lehner die Jubiläumsspende und den Ehrenteller der Marktgemeinde überreichte.

Im Namen des Schützenvereins „Gut Ziel“ und in Vertretung der „First Lady“ Annette Rauscher sowie auch von Ehrenschützenmeister Wolfgang Franz gratulierte 2.Schützenmeister Johannes Rupprecht. Er bezeichnete den Schützenchor als Vorzeigesparte im Verein. „Die Sänger gestalten seit 50 Jahren Feste, Gottesdienste, Feiern und präsentieren unseren Verein weit über die Grenzen hinaus. Dies haben wir einer Mannschaft von engagierten Männern zu verdanken, die über viele Jahre treu zum Chor stehen. Wir werden auch in Zukunft auf eure Stimmen bauen und euch unterstützen, wo es nur geht“, betonte Rupprecht.

Die Chorgemeinschaft weiterhin zu pflegen, wünschte sich Kirchenchorleiterin Christine Meier.

Die Frauen des Schützenchors hatten sich mächtig ins Zeug gelegt beim Backen von Kuchen, Torten und Kiachln. Bis in die Nacht wurde zum Genuss von Grillspezialitäten friedlich gefeiert. Die Geschwister Baier aus Wittschau sorgten für beste musikalische Unterhaltung.

(Bildbericht: Siegfried Bock)