… der großen Hitze war es geschuldet, dass am spirituellen Waldspaziergang des Frauenbundes nur ein feiner kleiner Kreis (von 10 Anmeldungen) teilnahm. Gott sei Dank bewegten wir uns überwiegend auf beschatteten Wegen, sodass die Aufmerksamkeit an allen sechs Stationen nicht hitzemäßig leiden musste.
Beim ersten Halt im etwas dichteren Baumbestand erfuhren wir Wissenswertes über die Rolle des Waldes in den Märchen der Gebrüder Grimm.
Auf einem schönen grünen Fleckchen Wald machten wir eine Baummeditation „Du bist der Baum“ mit einem Gefühl für die Wurzeln, für das Geäst als Verbindung zum Himmel und für das Wiegen im Wind.
Nach ausgiebigem Balancieren auf liegenden Baumstämmen ließen wir am dritten Halt unseren Gedanken freien Lauf, wo in unserem Leben wir überall versuchen, die Balance zu halten (zwischen Arbeit und Entspannung, schlechten Nachrichten und Zuversicht, Selbstliebe und Nächstenliebe …) und was uns hilft, wenn wir dieses Gleichgewicht verlieren (Beten, Familie, Sport, Freunde …).
Die Bibelstelle über einen besonderen Baum, der aus dem winzigsten aller kleinen Samen wächst, war Thema an der vierten Station auf einem Waldstück mit einem wunderschönen Blick auf die umliegenden Bäume. Das Gleichnis vom Senfkorn will uns unter anderem ermutigen, auch kleine Anfänge wertzuschätzen.
In der Brettl-Hütte gab es die Möglichkeit, auf einem Stein einen Impuls des Spaziergangs mit Farben festzuhalten. Danach gab es endlich etwas zu trinken und einen kleinen Snack.
Oberhalb der Reithalle fand der Waldspaziergang mit einem Baumgebet und dem Lied „Kleines Senfkorn Hoffnung“ seinen würdigen Abschluss. Vielen Dank an alle Spaziergängerinnen für euer Mitgehen und Mitmachen!
Text und Bild: Ch. Scharpf