Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Eine Zeit der Ruhe und Besinnung steht bevor – und damit auch die Gelegenheit, auf ein ereignisreiches, arbeitsintensives und zugleich erfolgreiches Jahr zurückzublicken. Viele Projekte, Entscheidungen und Entwicklungen haben unsere Gemeinde in den vergangenen Monaten geprägt und ein gutes Fundament für die Zukunft gelegt.
Vor wenigen Tagen wurde unser Haushaltsplan 2025 durch die Rechtsaufsicht genehmigt. Besonders erfreulich ist, dass wir mit Rücklagen von 3,8 Mio. € sowie einer soliden freien Finanzspanne gut aufgestellt sind, um die laufenden und zukünftigen Vorhaben verlässlich umsetzen zu können.
Erweiterung des Kindergartens:
Um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen abzudecken und künftig auf Wartelisten verzichten zu können, wurde der Kindergarten um eine dritte Gruppe erweitert. Die Baumaßnahmen stehen kurz vor dem Abschluss; der Bezug der neuen Räume ist für Januar 2026 geplant. Zusätzlich wurde eine weitere Kinderpflegerin eingestellt.
Die Baukosten von rund 320.000 € werden zu 60 % durch die Regierung von Unterfranken gefördert.
Neuer Kindergartenbus:
Auch wurde ein gut erhaltener Ersatzbus angeschafft, um weiterhin eine zuverlässige und kostengünstige Beförderung der Kinder aus den Ortsteilen sicherzustellen.
Sanierung der Riedquelle:
Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung bleibt ein zentrales Anliegen. 2025 konnte die Riedquelle in Weickersgrüben umfassend saniert werden. Trotz eines regenarmen Jahres verzeichnen wir derzeit eine stabile Schüttung von ca. 70 m³/Tag – ausreichend für den aktuellen Bedarf von 15–25 m³/Tag.
Von den rund 350.000 € Baukosten werden 70 % durch das WWA Aschaffenburg gefördert.
Schonung der Trinkwasserquellen:
Die Jagdgenossenschaften sowie örtliche Vereine aus Schonderfeld, Gräfendorf, Michelau und bald auch Wolfsmünster haben ehemalige Quellen für Brauchwasserzwecke reaktiviert. Angesichts sinkender Grundwasserstände ist dies ein wertvoller Beitrag zur nachhaltigen Wassernutzung.
Neuer Wirtschafts- und Radweg Michelau–Roßmühle:
Nach langer Genehmigungsphase wurde der Weg innerhalb von nur zwei Monaten gebaut und eingeweiht. Das jährliche Problem der Hochwasserschäden am alten Weg entfällt nun.
Die Kosten von ca. 740.000 € werden zu 75 % gefördert.
Geplante Geh- und Radwegebrücke in der Roßmühle:
Die Baugenehmigung liegt vor; derzeit laufen Gespräche mit der Regierung von Unterfranken zur Förderhöhe.
Baugebiet „Lagfeld“ in Gräfendorf:
Nach umfangreichen Untersuchungen und Verhandlungen hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege der Bebauung zugestimmt. Dank eines Pilotprojekts unter Mitwirkung des Stimmkreisabgeordneten Thorsten Schwab entstanden der Gemeinde keine Kosten für die archäologischen Arbeiten. Interessenten stehen bereit, die erste Anhörungsphase läuft.
Ortsabrundung Weickersgrüben:
Vier neue Bauplätze sollen erschlossen werden. Dank einer Klarstellungssatzung können aufwendige Planungen entfallen. Die notwendigen Erschließungsmaßnahmen sind für das Frühjahr 2026 geplant.
Die Planung für das Feuerwehrhaus in Michelau gestaltet sich aufgrund verschiedener Fachstellen komplex. Im Februar 2026 soll ein Ortstermin mit dem Denkmalamt stattfinden, damit der Bauantrag finalisiert werden kann.
Gestaltung des Areals um die alte Kirche:
Nach langen Beratungen stehen nun alle Punkte fest. Die Umsetzung der Maßnahme – Kosten: ca. 660.000 € – ist für 2026 vorgesehen.
Sanierung bzw. Neukonzeption des Kirchturms:
Der Betonturm der neuen Kirche ist dringend sanierungsbedürftig. Statt einer teuren Sanierung (532.000 €) findet ein möglicher Rückbau des Turms mit Unterbringung der Glocken im alten Kirchturm breite Zustimmung im Ort. Statische Untersuchungen laufen.
In Wolfsmünster und Michelau wurden in diesem Jahr notwendige Kanalsanierungen durchgeführt, um die Infrastruktur nachhaltig zu sichern.
Nach intensiver Vorbereitung startet nun der Neubau des neuen Dorfzentrums. Mit einer geplanten Investition von rund 6 Mio. € und einer außergewöhnlich hohen Förderung von etwa 4 Mio. € entsteht ein zentraler Ort für Begegnung, Kultur, Versorgung und Zusammenhalt.
Dieses Pilotprojekt stärkt die gesamte Gemeinde – sozial, strukturell und touristisch. Der Gemeinderat hat die Umsetzung mit großer Mehrheit beschlossen. Mein herzlicher Dank gilt den Gemeinderäten für ihre Unterstützung und Weitsicht.
Für die Windkraft-Vorranggebiete WK 3 und WK 51 wird in Kürze die abschließende Zustimmung des Regionalen Planungsverbands erwartet.
Die Gemeinde Gräfendorf ist zudem Gesellschafterin im Regionalwerk Main-Spessart GmbH – gemeinsam mit 29 Gemeinden, dem Landkreis und sechs Energieversorgern. Damit schaffen wir langfristige Einnahmen und treiben die Energiewende aktiv voran.
Unsere Vereine, Feuerwehren und Ehrenamtlichen haben 2025 erneut Unglaubliches geleistet – für Zusammenhalt, Kultur, Sozialleben und Sicherheit.
Als besonders gelungene Beispiele seien genannt:
Solche Initiativen machen unsere Orte lebens- und liebenswert. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.
Viele Projekte wären ohne das Engagement zahlreicher Menschen nicht möglich gewesen. Mein Dank gilt
Gemeinsam werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Jahr 2026.
Starten wir mit Zuversicht, Tatkraft und Gemeinschaftssinn in ein neues Jahr – für ein starkes, lebendiges und zukunftsorientiertes Gräfendorf.