Das Amt der Feldgeschworenen gilt als eines der ältesten kommunalen Ehrenämter in Bayern. Beim 71. Jahrestag der Feldgeschworenen in Karsbach standen nun zwei Männer besonders im Mittelpunkt: Ein Urgestein der Grenzsicherung und ein motivierter Neuzugang.
Im Rahmen der feierlichen Zusammenkunft würdigte Kreisobmann Christian Fischer eine außergewöhnliche Lebensleistung: Bernhard Metz, Obmann der Michelauer Feldgeschworenen, ist seit nunmehr 40 Jahren als sogenannter „Siebener“ im Einsatz. Für diese vier Jahrzehnte währende Treue und die gewissenhafte Ausübung seines Amtes wurde ihm vom stellvertretenden Landrat Christoph Vogel im Beisen zahlreicher Kollegen die Ehrenurkunde des Ministeriums verliehen.
Kontinuität und Neuanfang
Während Metz für seine Erfahrung geehrt wurde, markierte der Tag für einen anderen Teilnehmer den offiziellen Beginn seiner Dienstzeit: Michael Vogt aus Gräfendorf wurde feierlich als neuer Feldgeschworener durch 1. Bürgermeister Martin Göbel aus Karsbach vereidigt. Mit dem Schwur auf die gewissenhafte Wahrung der Grenzen tritt er die Nachfolge in einem Amt an, das trotz moderner GPS-Technik in der Landvermessung nach wie vor eine hohe moralische Instanz und Bedeutung für den sozialen Frieden in den Gemeinden hat.
Dank der Gemeinde Gräfendorf
Auch der 1. Bürgermeister Johannes Wagenpfahl ließ es sich nicht nehmen, den beiden Geehrten persönlich zu danken. Er betonte die Unverzichtbarkeit dieses Ehrenamts: „Feldgeschworene sind Mittler zwischen den Bürgern und Garanten für Verlässlichkeit. Ich danke Bernhard Metz für seine beeindruckenden 40 Jahre Dienst und Michael Vogt für die Bereitschaft, diese wichtige Aufgabe für unsere Gemeinschaft zu übernehmen.“
Der 71. Jahrestag verdeutlichte einmal mehr, dass die Tradition der Siebener im Bereich Gemünden lebendig bleibt und der Generationswechsel erfolgreich gestaltet wird.