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Mitteilungsblatt der VG Gemünden a. Main
Ausgabe 44/2018
Amtliche Bekanntmachungen
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Unterstützen Sie unsere Kläranlagen durch sachgemäße Entsorgung Ihrer Abwässer

In den Kläranlagen Gössenheim, Gräfendorf und Karsbach kommen sämtliche Abwässer, die in den Kanälen eingeleitet werden, an. Dabei können bestimmte Fremdstoffe immer wieder zu Störungen in den Pumpwerken führen, die dann durch das Kläranlagenpersonal ausgebaut und gereinigt werden müssen. Dies ist natürlich sehr zeit- und kostenaufwändig; Sie können den Gemeinden dabei helfen, diese zusätzlichen Arbeiten und Kosten zu vermeiden.

In die Entwässerungseinrichtung dürfen Stoffe nicht eingeleitet/eingebracht werden, die den Betrieb der Einrichtung erschweren, behindern oder beeinträchtigen oder sich schädlich auf die Umwelt, insbesondere die Gewässer, auswirken.

Dieses Verbot gilt insbesondere für:

Grund- und Quellwasser,

feuergefährliche oder zerknallfähige Stoffe wie Benzin oder Öl,

infektiöse Stoffe, Medikamente,

Farbstoffe, soweit sie zu einer deutlichen Verfärbung des Abwassers in der Sammelkläranlage oder des Gewässers führen,

Abwasser oder andere Stoffe, die schädliche Ausdünstungen, Gase oder Dämpfe verbreiten können,

feste Stoffe, auch in zerkleinerter Form, wie Schutt, Asche, Sand, Kies, Farbstoffe, Zement, Kunstharze, Teer, Pappe, Dung, Küchenabfälle, Schlachtabfälle, Treber, Hefe, flüssige Stoffe, die erhärten,

Räumgut aus Leichtstoff- und Fettabscheidern, Jauche, Gülle, Abwasser aus Dunggruben und Tierhaltungen, Silagegärsaft, Blut aus Schlächtereien, Molke,

Absetzgut, Räumgut, Schlämme oder Suspensionen aus Abwasserbehandlungsanlagen und Abortgruben unbeschadet gemeindlicher Regelungen zur Beseitigung der Fäkalschlämme,

Stoffe oder Stoffgruppen, die wegen der Besorgnis einer Giftigkeit, Langlebigkeit, Anreicherungsfähigkeit oder einer krebserzeugenden, fruchtschädigenden oder erbgutverändernden Wirkung als gefährlich zu bewerten sind wie Schwermetalle, Cyanide, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Polycyclische Aromaten, Phenole. Ausgenommen sind

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unvermeidbare Spuren solcher Stoffe im Abwasser in der Art und in der Menge, wie sie auch im Abwasser aus Haushaltungen üblicherweise anzutreffen sind;

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Stoffe, die nicht vermieden oder in einer Vorbehandlungsanlage zurückgehalten werden können und deren Einleitung die Gemeinde die Einleitungsbedingungen nach Abs. 3 oder 4 zugelassen hat;

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Stoffe, die aufgrund einer Genehmigung nach § 58 des Wasserhaltungsgesetzes eingeleitet werden dürfen.

Abwasser aus Industrie- und Gewerbegebieten,

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von dem zu erwarten ist, dass es auch nach der Behandlung in der Sammelkläranlage nicht den Mindestanforderungen nach § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes entsprechen wird

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das wärmer als +35 C ist,

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das einen pH-Wert von unter 6,5 oder über 9,5 aufweist,

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das aufschwimmende Öle und Fette enthält,

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das als Kühlwasser benutzt worden ist.

radioaktive Stoffe

Nicht neutralisiertes Kondensat aus ölbefeuerten Brennwert-Heizkesseln,

Nichtneutralisiertes Kondensat aus gasbefeuerten Brennwert-Heizkesseln mit einer Nennwertleistung über 200 kW.

Die Einleitung der vorgenannten Stoffe führt dazu, dass die Rechen an den Einläufen der Kläranlagen erhebliche Mengen Abfall aus dem Abwasser fischen müssen – dieser Müll muss dann in der Müllverbrennung sachgerecht und mit den damit verbunden Kosten entsorgt werden. Zugleich wird auch die Reinigung des Wassers erheblich erschwert. Davon abgesehen schlagen sich die dadurch entstehenden Kosten auf die Abwassergebühr nieder. Sie können durch ihr Verhalten dazu beitragen, diese so niedrig wie möglich zu halten.

Wer diese Einleitungsverbote nicht beachtet bzw. zuwiderhandelt, haftet den Gemeinden für alle ihr dadurch entstehenden Schäden und Nachteile. Ferner handelt es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße belegt werden kann. Diesbezüglich werden auch in den nächsten Wochen/Monaten verschiedene Prüfungen erfolgen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und Unterstützung! Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.