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Mitteilungsblatt der VG Gemünden a Main
Ausgabe 5/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Gemeinde Gössenheim - Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderates Gössenheim Nr. 2/2026 vom 10.02.2026

Bürgermeister Schäfer eröffnet die 2. Sitzung des Jahres 2026 und begrüßt alle anwesenden Gemeinderäte, besonders Herrn Christiansen von der Firma Cosmema GmbH aus Geimersheim sowie Herrn Hussong von der Main-Post.

Er stellt fest, dass fristgerecht und ordnungsgemäß geladen wurde und der Gemeinderat beschlussfähig ist. Der öffentliche Teil der Niederschrift Nr. 1/2026 vom 15.01.2026 wurde den Mitgliedern des Gemeinderates zugestellt, Einwendungen werden nicht erhoben. Die Niederschrift gilt somit als genehmigt.

Aufnahme von weiteren Tops in die Tagesordnung

Bürgermeister Schäfer bittet um die Aufnahme von 2 weiteren Tops im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung.

Beschluss: 12 : 0

Termin für die nächste Gemeinderatssitzung

Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am Donnerstag, den 12.03.2026 statt.

I. Öffentliche Sitzung

I.1. Allianz Region MainWerntal – Errichtung digitaler Infoterminals in den Gemeinden

Da die ILE MainWerntal inzwischen zur „Smarten ILE“ gehört, möchte sie in den teilnehmenden Gemeinden digitale Infoterminals errichten.

Dazu wurde Herr Christiansen von der Firma Cosmema GmbH, der zuständige Softwareentwickler für diese Infoterminals, eingeladen, das Projekt vorzustellen.

Bürgermeister Schäfer gibt das Wort an Herrn Christiansen.

Herr Christiansen bedankt sich für die Einladung und die Möglichkeit die sog. Outdoor-Terminals hier im Gremium vorstellen zu dürfen. Zuerst stellt er seine Firma vor, die diese Terminals mit der Software versorgt sowie die Referenzen der Firma. Die Cosmema GmbH ist Marktführer für digitale Bürgerkommunikation und moderne Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland. Sie entwickeln innovative Softwarelösungen für Städte, Märkte und Gemeinden - darunter die Heimat-Info App, moderne Kommunen-Websites sowie der Virtuelle Mitarbeiter auf Basis von KI. Er erklärt anhand einer Präsentation das geplante Projekt zur Errichtung der Infoterminals in den Gemeinden und die verschiedenen Möglichkeiten, die ein solches Terminal bietet. Da die ILE MainWerntal zur „Smarten ILE“ zählt, kann sie für die Aufstellung dieses Infoterminals aus dem Förderprogramm schöpfen. Ein solches Terminal ist ca. 2,50 m hoch und steckt in einem Aluminiumgehäuse mit Panzerglas. So ist es gegen Vandalismus und die verschiedenen Witterungseinflüsse gut geschützt. Den Aufbau, die Einrichtung sowie die Betreuung übernimmt die Fa. Cosmema. Das Design der Säulen wird in der ILE festgelegt und sollte ein Wiedererkennungsmerkmal der ILE-Gemeinden sein.

Die Vorteile sind:

Echtzeitinformationen

24/7-Erreichbarkeit: Bürgerinnen und Bürger erhalten jederzeit Zugang zu Bekanntmachungen, Terminen, Meidungen, Warnungen und Veranstaltungshinweisen.

Digitale Teilhabe

Auch Menschen ohne Smartphone oder ältere Bürgerinnen und Bürger, die keine App nutzen, haben Zugang zu digitalen Informationen - barrierefrei und ohne technische Hürden.

Kosten- und Zeiteinsparungen / Umweltfreundlichkeit

Barrierefreiheit: Große Schrift, klare Symbole, gute Lesbarkeit und hohe Kontraste erleichtern die Nutzung für Menschen mit Einschränkungen.

Vandalismussicherheit

Die Geräte besitzen eine äußerst robuste Konstruktion, widerstandsfähiges

Gehäusematerial und gehärtetes Sicherheitsglas, wodurch sie bestmöglich gegen mutwillige Beschädigungen geschützt sind.

Optische Aufwertung des Ortes

Zukunftssicherheit

Die aufgezeigten Vorteile der Kosten- und Zeiteinsparung sowie der Umweltfreundlichkeit werden aus den Reihen des Gremiums kritisch gesehen. Vielmehr würde die Attraktivität des Ortes dadurch gesteigert und die modernen Informationsmittel zeigen, dass man dem Fortschritt Rechnung trägt.

Herr Christiansen beantwortet die Fragen aus dem Gremium zu Echtzeitinformationen, Kopplung mit der Homepage der Gemeinde, Apps, Eilmeldungen, der evtl. Menu-Struktur des Terminals und die Verbindung des Terminals mit einer KI.

Die Kosten belaufen sich für ein Terminal auf ca. 19.414,- € abzüglich der Submission, so dass für die Gemeinde ein Anteil von 9.700,- € verbleiben. Der Service, die Wartung und eine Versicherung gegen Vandalismus sind inklusive. Ab dem 3. Jahr wird ein monatlicher Beitrag von 49,- € dafür fällig. Die Einrichtung einer KI wäre nicht im Preis inbegriffen, wird aber aus den Reihen des Gremiums für erforderlich gehalten, um einen besseren Nutzen für die Bürger zu erzielen. Die zusätzlichen Kosten für eine KI würden sich auf ca. 4.490,- € belaufen.

Es schließt sich eine Diskussion im Gremium zu den Kosten und Nutzen sowie zu einem weiteren Terminal auch für den Ortsteil Sachsenheim und dem zusätzlichen Einsatz einer KI an. Dazu möchte das Gremium geklärt haben, ob ein 2. Terminal (für den Ortsteil Sachsenheim) und auch die zusätzliche KI gefördert werden können.

Ein grundsätzliches Interesse an der Aufstellung von Terminals ist im Gremium vorhanden. Die tatsächlichen Kosten für 2 Terminals und die entsprechende KI sowie die Förderung dazu sollte geklärt werden.

Bürgermeister Schäfer schlägt vor, Frau Keller von der ILE MainWerntal für die nächste Sitzung einzuladen, um alle ausstehenden Fragen zu beantworten und einen Beschluss dazu fassen zu können.

Bürgermeister Schäfer bedankt sich bei Herrn Christiansen für seine Ausführungen und dass er den weiten Weg von Ingolstadt nach Gössenheim auf sich genommen hat. Sein Vortrag war hilfreich für das Gremium. Er wünscht eine gute Heimfahrt und verabschiedet ihn.

I.2. Örtliche Prüfung und Feststellung der Jahresrechnung 2024

Bürgermeister Schäfer übergibt das Wort an den Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses, Herrn Bernhard Mühlrath. Herr Mühlrath trägt den Bericht über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2024 vom 03.12.2025 vor.

Die Belege und dazugehörige Buchungen wurden in Stichproben geprüft.

Die geprüften Belege waren ordnungsgemäß verbucht. Es gab keine Beanstandungen. Die Feststellung des Ergebnisses wird per Beamer zur Kenntnis gegeben.

Der Gesamthaushalt der Gemeinde Gössenheim, der sich aus Vermögens- und Verwaltungshaushalt zusammensetzt, betrug 6.658.982,42 €. Im Vorjahr betrug dieser 6.833.704,88 €. Somit hat sich der Gesamthaushalt um ca. 175.000 Euro verringert, liegt aber noch immer mit ca. 1,38 Mio. Euro über dem Haushalt von 2022. Grund dafür sind die Ausgaben für den Bau des Kinderhauses in den Haushalten 2023 und 2024

Das Haushaltsergebnis des Jahres 2024 war positiv. Ein Überschuss in Höhe von 1.169.179,13 € ist zu verzeichnen. Dies bedeutet aber nicht, dass dieser Betrag im Jahr 2024 erwirtschaftet werden konnte. Der Betrag ergibt sich aus der Fortführung des Haushaltes. Die Gemeinde ist somit noch im deutlich positiven Bereich.

Weiterhin ist positiv, dass im Jahr 2024 keine neuen Kredite aufgenommen werden mussten.

Ausblick auf zukünftige Ausgaben:

Das Kinderhaus ist mittlerweile abgerechnet. Die Fortführung der Dorferneuerung liegt etwas auf Eis. Auch im Jahr 2026 stehen für die Gemeinde Gössenheim sicherlich weitere erhebliche Aufwendungen an.

Eine große Position wird die Erneuerung der Sachsenheimer Wernbrücke werden. Der Zustand der Brücke, hat sich als sehr schlecht erwiesen. Die Planung und Erneuerung werden sich bestimmt über weitere Jahre erstrecken. Im Jahr 2026 sollte auch die Erneuerung des Spielplatzes Hinterm Dorf erfolgen. Die Planungen dazu laufen. Am Bauhof wird eine neue Lagerhalle erstellt. Die Gemeindearbeiter werden viel Eigenleistung einbringen.

Ständige Themen auf der Aufgabenliste sind die Abwasserkanäle und auch die Wasserleitungen. Zuletzt konnten zwar einige Schadstellen mit erheblichem Aufwand beseitigt werden, doch auch weiterhin bestehen Probleme.

Für die Kläranlage läuft aktuell noch die Genehmigung und es ist zu hoffen, dass dies so bleibt.

Die Kreisumlage, d.h. die Abgabe an den Landkreis, hat sich für 2025 um ca. 300.000 Euro auf ca. 900.000 Euro, sehr deutlich erhöht. Vermutlich wird das auch in den nächsten Jahren so sein. Auch das wird die Gemeinde erheblich belasten.

Der Feststellung der Jahresrechnung gemäß Art. 102 Abs. 3 GO wird zugestimmt. Die Niederschrift über die festgestellten Ergebnisse ist Bestandteil dieses Beschlusses.

Beschluss: 12 :0

I.3. Entlastung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024 gemäß Art. 102 Abs. 3 GO

Die Entlastung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024 gemäß Art. 102 Abs. 3 GO wird erteilt.

Beschluss: 11 : 0

(Bürgermeister Klaus Schäfer nach Art. 49 GO von der Abstimmung ausgeschlossen, da persönlich beteiligt)

Bürgermeister Schäfer bedankt sich bei Herrn Mühlrath für die geleistete Arbeit und seine Ausführungen.

I.4. Antrag des FC Gössenheim auf Zuschuss der Gemeinde zur Teildachsanierung der FC Halle

Die Teildachsanierung der FC Halle in Gössenheim ist abgeschlossen. Mit Schreiben vom 28.01.2026 schickt der 1. FC Gössenheim die vorliegenden Rechnungen für die angefallenen Arbeiten und bittet die Gemeinde Gössenheim um den beschlossenen 20 %igen Zuschuss.

Der Gemeinderat Gössenheim nimmt Einsicht in die per Beamer aufgezeigten Rechnungen.

Die Gesamtsumme der Handwerkerrechnungen beläuft sich auf 51.358,99 €. Ein Zuschuss von 20% daraus ergibt 10.271,80 €. Das Gremium bespricht die finanzielle Unterstützung und stimmt dem Antrag auf Zuschuss in Höhe von 20 % der vorliegenden Handwerkerrechnungen zu.

Beschluss: 11 : 1

In diesem Zusammenhang wird die grundsätzliche Bezuschussung der Vereine für Renovierungen/Sanierungen und Bauvorhaben ausführlich diskutiert. Der Bürgermeister soll sich dazu bei den Mitgliedsgemeinden der VG erkundigen. In der nächsten Sitzung will man sich dazu erneut austauschen.

I.5. Verbundleitung zwischen den Hochbehältern Gössenheim und Gambach; hier: Auftrag für Leitungsverlegung

Bürgermeister Schäfer trägt vor, dass seitens des Landratsamtes die Einrichtung einer Notwasserversorgung erforderlich ist. Daher hatte man sich mit den Stadtwerken Karlstadt in Verbindung gesetzt, um eine Notwasserleitung zwischen Gambach und Gössenheim herzustellen.

Herr Christoph Fluhrer, Werksleiter der Stadtwerke Karlstadt, teilte im E-Mail vom 04.02.2026 der Gemeinde Gössenheim den aktuellen Stand zur Leitungsverlegung einer Verbundleitung zwischen den Hochbehältern von Gössenheim und Gambach mit:

Aktuell stellt sich die Situation wie folgt dar:

1.

Das Wasserwirtschaftsamt hat eine Förderzusage gemäß RZWas für die Verbundleitung zwischen den Hochbehältern Gambach und Gössenheim erteilt.

2.

Der Stadtrat Karlstadt hat einer Auftragsvergabe an die Firma Lorenz Bau zum Festpreis von netto 101.000 € für Leitungsbau zwischen den Hochbehältern zugestimmt.

3.

Nach dem Leitungsbau sind noch weitere Arbeiten in den Hochbehältern notwendig. In welchem Umfang wird sich nach der Leitungsverlegung zeigen und ist davon abhängig, ob ein eigenständiger Wasserfluss nach Gössenheim gegeben ist. Sicher ist aber die Notwendigkeit einer Pumpe im Hochbehälter Gössenheim.

4.

Die Kosten (netto) insgesamt dürften maximal 350.000 € betragen. Die Förderung rund 70 %.

5.

Die Stadtwerke Karlstadt schlagen vor, die nicht geförderte Summe der Investitionen durch zwei zu teilen. Also maximal je 52. 500 € (netto) für jede Gemeinde. Ebenfalls wäre dies auch der Vorschlag für künftige Unterhaltsmaßnahmen oder ggf. anfallende Betriebskosten.

Es wäre sinnvoll, noch in einer notwendigen Vereinbarung zu regeln, dass die Wässer aus Gründen der Trinkwasserqualität regelmäßig gegenseitig ausgetauscht werden (rund 25 m³/mehrmals wöchentlich).

Einfach wäre es, wenn jede Gemeinde die jeweiligen Kosten hierfür selbst trägt.

Auch die Regularien einer Wasserlieferung im Falle der Notversorgung wäre noch zu klären, die Stadtwerke denken als Kostenerstattung an einen v. H. -Satz der jeweiligen Wassergebühr, welcher die Grenzkosten pro m³ abdeckt.

6. Die technische und kaufmännische Abwicklung würden die Stadtwerke Karlstadt kostenlos übernehmen. Ziel ist, die Maßnahme nach Zuschussgewährung, vermutlich 2027, abzurechnen.

Bürgermeister Schäfer merkt an, dass gemäß Herrn Fluhrer, im Zuge der Stromleitungsverlegung von Aschfeld nach Gambach, sich ein Spareffekt durch den Bereich der parallel verlaufenden Strecke ergeben könnte, der dann auch für die Leitungsverlegung der Verbundleitung genutzt wird. Das Projekt dieser Verbundleitung sowie die aufgeführten Kosten werden im Gremium besprochen.

Die Werksleitung der Stadtwerke Karlstadt bittet den Gemeinderat um Zustimmung zur Erstellung einer entsprechenden Vereinbarung, die noch auszuarbeiten ist.

Der Gemeinderat Gössenheim ist mit der geplanten Notwasserleitung einverstanden und stimmt der Erstellung einer entsprechenden Vereinbarung zu

Beschluss: 12 : 0

I.6. Informationen des Bürgermeisters

I.6.a) Danksagung der Caritas Sozialstation St. Franziskus e.V., Gemünden

Bürgermeister Schäfer zeigt das Schreiben der Caritas Sozialstation e.V. Gemünden per Beamer auf. Darin bedankt sich der Verein für den Förderbeitrag 2025 der Gemeinde Gössenheim. Das Gremium nimmt Kenntnis.

I.7. Verschiedenes

Hier ergehen keine Wortmeldungen.

Ende der öffentlichen Sitzung