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Ausgabe 17/2020
Gessertshausen
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Landwirte helfen dem Bläuling - Weitere Saumstreifen im Schmuttertal gesucht!

Nachdem in den vergangenen Jahren erneut zahlreiche Landwirte im Schmuttertal an der Saumstreifenaktion teilgenommen haben, wird es auch in diesem Jahr eine Aktion geben. Dazu wird die Regierung von Schwaben erneut Mittel zur Verfügung stellen.

Das Belassen von 1-2 Meter breiten Saumstreifen entlang von Grabenrändern, bietet einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum. Insbesondere für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling, eine Schmetterlingsart, stellen Saumstreifen entlang von Grabenrändern einen bedeutenden Lebensraum dar. Bei den Bläulingen im Schmuttertal handelt es sich um die bedeutendsten schwäbischen Vorkommen außerhalb des voralpinen Hügellandes.

Wie in den vergangenen Jahren, können für 2020 folgende Varianten angeboten werden:

Variante A) 1-2 m breiter Saumstreifen der bis zum 01.09.2020 ungemäht verbleibt, nach dem 01.09.2020 Mahd mit Abfuhr des Mähgutes (einschürige Variante); 0,20 €/m²

Variante B) Mahd bis Mitte Juni, danach Belassen eines 1-2 m breiten Saumstreifens der bis zum 01.09.2020 ungemäht verbleibt, nach dem 01.09.2020 Mahd mit Abfuhr des Mähgutes (zweischürige Variante); 0,15 €/m²

Jeder teilnehmende Betrieb erhält außerdem 80 € pauschal als Grundentlohnung für Rüst- und Wegezeiten.

Das Mähgut kann im landwirtschaftlichen Betrieb in den Futtermischwagen als Strukturfutter eingemischt oder bei nicht ganz alten Beständen z.B. an Trockensteher mit verfüttert werden. Möglich ist auch die Verwertung über die Biogasanlage.

Prinzipiell können Saumstreifen auf allen Wiesen, die innerhalb des FFH-Gebiets Schmuttertal liegen, gefördert werden. Ausnahmen bestehen auf Flächen, auf denen das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP/EA) mit Schnittzeitpunktauflage abgeschlossen wurde. Hier ist eine Förderung nach derzeitigem Stand leider nicht möglich. Möglich ist jedoch die Förderung von Saumstreifen z.B. bei Kulap B 10 (Ökolandbau) oder B 30 (Extensive Grünlandnutzung entlang von Gewässern).

Die Abrechnung erfolgt über Ihren Maschinenring Schwabmünchen.

Bitte melden Sie sich bei Interesse oder Rückfragen an den MR Schwabmünchen oder das Projektteam des Biodiversitätsprojekts Schmuttertal.

Projektmanagement Annika Sezi (Gebietsbetreuerin Schmuttertal)

Naturpark Augsburg-Westliche Wälder e.V.

Feyerabendstraße 2, 86830 Schwabmünchen

Tel.: 0151/50793452, Fax: 0821/29723274

Email: sezi@naturpark-augsburg.de