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Über den Zaun
Ausgabe 22/2021
Gessertshausen
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Meditationsweg zwischen Oberschönenfeld und Weiherhof

Das Bild zeigt Sr. M. Emmanuela Köhler OCist. und Herrn Markus Brinker.

Die Chronik der Abtei Oberschönenfeld berichtet, dass Ende des 12. Jahrhunderts sich in Oberhofen, dem heutigen Weiherhof, Frauen zu einem frommen Leben zusammenschlossen und dann im Jahr 1211 nach Oberschönenfeld umsiedelten. Bis zur Säkularisation im Jahr 1803 bildeten die beiden Orte eine Einheit, durch eine Schenkung wurden der Weiherhof und Oberschönenfeld im Jahr 2012 wieder zusammengefügt.

Daraus entstand die Idee, diese Verbindung durch einen Meditationsweg darzustellen. Schwester Emmanuela Köhler aus der Abtei Oberschönenfeld erstellte dazu ein Konzept mit zwölf Holzstelen, die verschiedene Leitgedanken aufzeigen wie „Beginne“, „Stille“, „Höre“... Worte des Zisterzienserabtes Bernhard von Clairvaux regen an, sich tiefer in die Themen einzulassen. Der Stein in der Stele setzt einen Punkt und lädt zum Verweilen ein. Ein rotes Band erinnert daran, den roten Faden auf dem Lebensweg nicht zu verlieren – so wie die Klostergemeinschaft das Band zu seiner Geschichte lebendig hält. Ein goldenes Band symbolisiert das Göttliche im Leben.

Die künstlerische Ausführung lag in den Händen des Holzkünstlers Markus Brinker aus Ustersbach, freiwillige Helfer unter der Leitung von Herrn Manfred Kopp und die Spenglerei Hummel unterstützten das Projekt, der Naturpark Westliche Wälder und die Bayerischen Staatsforsten sorgten für Ruhebänke bei jeder Stele. Die Gesamtleitung übernahm der Freundeskreis gemeinsam mit der Abtei Oberschönenfeld.

Dieser neue Meditationsweg ist rund drei Kilometer lang und führt im Schwarzachtal am Waldrand entlang. Er soll helfen, vom Trubel des Alltags wegzukommen und zur Besinnung auf sich selbst und auf die Beziehung zum Nächsten und schließlich zu Gott führen. Infotafeln bei der Abtei und beim Weiherhof sowie Flyer geben Hinweise, sich auf den Weg einzulassen.