Wallfahrtszug
Gnadenbild
Festprediger Ruppert Ostermayer (links) und Militärdekan Siegfried Weber am Altar.
Teilnehmer
Hauptanliegen der Scheppacher Friedens-Wallfahrt aus dem westlichen und südlichen Landkreis Augsburg zur Muttergottes im Rauhen Forst ist das Gebet für den Frieden in der Welt und die friedliche Beilegung aller Kriege, besonders in der Ukraine, so Organisator Josef Weber aus Großaitingen.
Das Wetter hatte heuer den insgesamt rund 400 Wallfahrern ideale Bedingungen beschert. Ausgangspunkt vom Westen war der Waldparkplatz beim Weiherhof, angeführt von Josef Jungbauer, dem die Wallfahrt ein besonderes Anliegen ist.
Ein beachtlichen Zug machte sich auf den knapp einstündigen Weg durch die herrliche Natur der ausgedehnten Wälder. Die Schwarzachtaler Musikanten aus Waldberg führten ihn an und Vorbeter Werner Eisenbarth gestaltete ihn mit ansprechenden Gebetseinheiten. Besonderer Gast war Militärdekan Siegfried Weber von der Soldatenseelsorge der Bundeswehr war für die heutigen Soldaten dabei.
Das Ziel, die Kapelle im Scheppacher Wald beherbergt ein seither verehrtes Muttergottesbild aus dem 16. Jahrhundert. 25 Fahnenabordnungen säumten den Platz um den Altar. Festprediger Ruppert Ostermayer, Stadtpfarrer in Wertingen, stellte das Gebet zu den Fragen worum, wie und zu wem bete ich, in den Mittelpunkt. Es darf in all seinen Formen Gott nicht auf unsere Vorstellungen reduzieren. Die Lieder aus der Schubert-Messe, das Lied vom guten Kameraden zum Totengedenken, die Bayernhymne und Großer Gott wir loben dich zum Abschluss, begleiteten die Musiker aus Waldberg zusammen mit dem Staudenecho aus Reinhartshausen
Anliegen der Teilnehmer aus den, vor gut 100 Jahren gegründeten Veteranen, Soldaten und Kameradschaften in den Vereinen war der Wunsch „Nie wieder Krieg!“. Sie mahnen zum Frieden und pflegen das Andenken an die jungen Männer und die vielen Menschen, die dabei und bis heute ums Leben kamen und kommen, durch Kriege Gewalt, Vertreibung, Not und Elend erleiden.
(Ein ausführlicher Bericht von Hieronymus Schneider war 23. Mai auch im Landboten der Augsburger Allgemeinen Zeitung zu lesen.)