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Über den Zaun
Ausgabe 23/2020
Gessertshausen
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Der Gartenbauverein Gessertshausen berichtet:

Wie wir alle hat auch der Gartenbauverein unter den CORONA-Beschränkungen zu leiden. War schon unsere Jahreshauptversammlung Anfang März von CORONA überschattet, sind wir rückblickend dankbar, dass alle Besucher, alle veranstaltenden Personen der Vereinsleitung und auch unser Referent gesund geblieben sind.

Der Frühjahrsvortrag mit dem Bund Naturschutz, unsere Gartenstammtische, die geplanten Gespräche mit anderen Vereinen und Institutionen, unser Vereinsausflug und das Blütenfest unter dem Motto "Was blüht in der Landwirtschaft" sind dem Virus zum Opfer gefallen. Im Schulgarten haben wir noch die Obstbäume geschnitten und die Vogelkästen aufgehängt, aber die Wildbienennisthilfe konnten wir schon nicht mehr mit den Schulkindern fertigbauen und aufstellen. Gerne hätten wir wieder zum Gelingen des Ferienprogramms beigetragen, aber auch dies muss Corona bedingt ausfallen. Nicht mal den gewohnten Sitzungsturnus der Vereinsleitung konnten wir aufrecht erhalten.

Aber die angestammten Blühflächen beim EDEKA-Markt in Gessertshausen, am Staudenhaus in Oberschönenfeld, am Friedhof in Deubach und in Döpshofen an der Furt sind angesät. Nicht mehr in großer Gesellschaft, sondern mit Einzelaktionen und kleinen Arbeitstrupps - fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit - haben wir ohne Ankündigung und großem Tam Tam den Blütensamen in die Erde gebracht. Herzlich danken wir dem Bauhof Gessertshausen und seinem Leiter Bernd Endres für die Mäharbeiten und dem Landwirt Christian Fendt für die Bodenaufbereitung mittels Traktor und Bodenfräse.

Unsere Imker haben uns für einen Teil der Blühfläche in Döpshofen eine speziell für Bienen und Wildbienen zusammen gestellte mehrjährige Samenmischung geschenkt. Wir sagen Dankeschön und warten gespannt auf das Blühereignis.

Ein Vergelt`s Gott sind wir auch Josef Müller für das feinkörnige Fräsen der Blühfläche am Deubacher Friedhof und Volker Wiedenmann für die Mithilfe beim Anlegen und der anschließenden Pflege, inbesonders dem Wässern geschuldet. Dieser Blühstreifen lag uns heuer ganz besonders am Herzen, ist er doch in Sichtweite des noch frischen Grabes unseres zweiten Vorsitzenden Helmut Kneißl. Voriges Jahr hat Helmut diese Blühfläche noch eigenhändig angesät.

Nun hoffen wir auf Sonnenschein, aber auch auf den notwendigen Regen, damit sich die Blühpracht entfalten und Bienen, Wildbienen aber auch andere Fluginsekten einen reich gedeckten Tisch vorfinden.

Unser Mostereileiter Heinz Bauer macht sich bereits Gedanken wie wir die heurige Apfel-, Birnen- und Quittenernte unter CORONA-Auflagen zu Saft verarbeiten. Der Fruchtansatz ist über das breite Obstbaumspektrum durchgehend gut bis sehr gut; nur Hagel und Dürre können hier noch maßgeblich negativ beeinflussen.

Gerne würden wir im Herbst und Winter wieder zur gewohnten Vereinsarbeit zurückkehren. Die Voraussetzung ist, dass wir vorsichtig sind, uns an die Hygieneregeln halten und alle zusammen gesund bleiben. Dieses Glück wünschen wir ihnen und uns.