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Über den Zaun
Ausgabe 25/2019
Gessertshausen
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Blühflächen

Nachdem unsere Blühflächenaktion am 11. Mai 2019 buchstäblich ins Wasser gefallen war, hatten wir am darauffolgenden Samstag Petrus auf unserer Seite.

In Gessertshausen, Oberschönenfeld, Döpshofen, Deubach und Margertshausen konnten die von unseren Landwirten Josef Schmid - Döpshofen, Christian Fendt - Margertshausen und Werner Pux - Wollishausen wo nötig mit Humus aufgebesserten und mit Fräsen gelockerten Böden von uns ausgerecht, feinkrumig vorbereitet, angesät und eingewalzt werden. Den Samen für die insgesamt 1500 Quadratmeter Blühflächen hat der Obstbauer Josef Kraus - Gessertshausen gestiftet. Wir möchten diesen vier lanwirtschaflichen Betrieben für die großzügige Unterstützung danken. Nur mit der Hilfsbereitschaft dieser vier Betriebe war es uns möglich unser Blühflächenangebot in 2019 zu verdoppeln.

Aber auch seitens des Vereins wurde kräftig zugepackt. Die Vorstände Hubert Wiedemann und Helmut Kneißl, unsere Kassiererin Monika Forster, Heinz Bauer, Wolfgang Schalk, Josef Müller, Erwin Scherer, Volker Wiedemann und Gebhard Singl haben organisiert und viele Arbeitsstunden in die Blühflächen investiert. Und der Wettergott hatte nochmals Einsehen, ließ die Temperaturen steigen und hat den Samen in den darauffolgenden Tagen ausgiebig gewässert. Licht und Sonne und gelegentliche Regenschauer werden ein Übriges tun.

Und unsere Aktion hat doch den Einen und Anderen zum Mitmachen bewegt. So konnten wir noch am Samstag Blühflächensamen für weitere 1200 Quadratmeter an Besitzer privater Gärten vermitteln. Bis Mitte Juni ist nochmals Samen für 900 Quadratmeter Blühfläche an Privatleute und Gewerbetreibende im Ortsbereich abgegeben worden. In den Gesprächen und Diskussionen ist der Bewußtseinswandel hin zum naturnahen Garten spürbar. Wir sind stolz mit unserem Engagement, Wissen und unserer Erfahrung, zusammen mit unseren Gönnern und Helfern, mit insgesamt 3600 Quadratmeter Blühflächen in allen Ortsteilen von Gessertshausen - und zum Teil darüber hinaus – useren Beitrag zum Erhalt unserer heimatlichen Flora und Fauna zu leisten.

Unsere Wildbienen und auch die anderen bestäubenden Insekten sind keine Flugkünstler und legen meist deutlich weniger als 50 Meter zwischen Nahrungsquelle und Brutstelle zurück. Nur ganz wenige Arten haben einen Aktionsradius von mehr als 50 Metern. Überlebenswahrscheinlichkeit und Bruterfolg hängt wesentlich von einer kurzen Distanz zwischen Nektar- bzw. Pollenangebot und der Niststelle ab; je kürzer umso besser. Deshalb ist es uns wichtig die Hausgärten, öffentliche Brachflächen und die Vorgärten von Gewerbetreibenden innerhalb der Dorfgrenzen oder in Randlage zu erreichen. Denn dort gibt es was goße beblumte Ackerflächen nicht bieten können; Holzstapel, Obstgehölz, Holzhütten, Gartenhäuser, Sand- und Kiesflächen und abgestorbene Äste von Sträuchern. Alles ideale Nistangebote für unsere bestäubenden Insekten.

Das Erdbraun unserer Blühflächen ist inzwischen zu einem zarten Grün geworden und die ersten Blütenknospen bilden sich gerade aus. Sobald wir ein bunte Blütenvielfalt ausmachen, hören oder besser lesen sie wieder von unseren Blühflächen. Vielleicht bekommen wir die eine oder andere Rückkopplung von unseren privaten Blühflächenbesitzern; wir binden diese gerne in den nächsten Artikel ein.

Und nun viel Spaß beim Betrachten der Fotos und der Zuordnung der Unterstützer und Helfer. Leider ist es uns nicht gelungen jede Person aufs Bild zu bringen.