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Grabenstätter Gemeindeanzeiger
Ausgabe 12/2026
Aus der Gemeindeverwaltung
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Aus der Gemeindeverwaltung

Der Grabenstätter Maimarkt erwies sich heuer wieder als Besuchermagnet. Bei den gut 50 Fieranten lockte ein breites Warenangebot und auch beim Flohmarkt waren die Verlockungen groß. Das Begleitprogramm hatte es mit seinen Attraktionen ebenfalls in sich.

Die Römergruppe „Legio IX Hispana“, Hauslegion des Seebrucker Römermuseums, war der Einladung gerne gefolgt und begeisterte die Besucher beim Maimarkt in Grabenstätt. Zweimal marschierten die Legionäre von Uwe Herwegh über das Marktgelände. Ansonsten stand man an der Tourist-Info Rede und Antwort und stellte die Ausrüstung vor.

Grabenstätter Maimarkt mit Flohmarkt und butem Begleitprogramm 

Unzählige Besucher aus nah und fern kamen zum Grabenstätter Maimarkt mit Flohmarkt, um sich bei traumhaftem Frühlingswetter in ein buntes Shoppingvergnügen zu stürzen. Bei den rund 50 gewerblichen Fieranten gab es ein breites Warenangebot, das von Textilien aller Art, Gürteln, Taschen und Hüten über Spiel- und Haushaltswaren, Schmuck, Keramik und Seifen bis hin zu Likören, Süßigkeiten, Gewürzen, Käse, Pflanzen und Blumen reichte. Der Erlstätter Töpferin Katharina Lenz konnte man sogar bei ihrer filigranen Arbeit zusehen. Ein Anziehungspunkt für Raritätensammler und Schnäppchenjäger war der große Flohmarkt, der aufgrund der Baustelle in der Tüttenseestraße heuer weiter ins Ortszentrum verlagert wurde, sodass alles noch komprimierter war. Ums leibliche Wohl der Gäste kümmerten sich neben der örtlichen Gastronomie und den Foodtrucks auch wieder einige Ortsvereine, darunter die Bulldog- und Oldtimerfreunde Grabenstätt und die ZSG Grabenstätt/Chiemsee mit ihren Brotzeitständen. Im Marktcafé im Pfarrheim bot der Elternbeirat des „Hauses für Kinder“ mit der Frauengemeinschaft Kaffee und Kuchen an und am Marktplatz schenkte die SKK Grabenstätt bis spät abends feine Weine aus. Für die zünftigen Klänge sorgte vormittags am Marktplatz die Musikkapelle Grabenstätt und später dann die Daxnschnoata Tanzlmusi. Auch ein Alleinunterhalter und Drehorgelspieler sorgten für beste Unterhaltung. Zu den Highlights zählten der sieben Meter hohe mobile Kletterturm von SAYAQ an der Schlossökonomie, ein mobiler Schießstand, den sich die ZSG extra ausgeliehen hatte, und die Römergruppe „LEGIO IX HISPANA“, die zweimal über das Marktgelände marschierte und für große Augen sorgte. Natürlich waren die Legionäre auch ein beliebtes Fotomotiv. Weg wie warme Semmeln gingen die Lose des BRK. Seine Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr testen konnte man an den Fahrsimulatoren der Kreisverkehrswacht Traunstein. Deren Rausch-, Drogen- oder Müdigkeitsbrillen zeigten, wie gravierend die Auswirkungen von Alkohol, illegalen Substanzen, Medikamenten oder Schläfrigkeit auf die Wahrnehmung sind.

Auch beim Kinderprogramm blieben keine Wünsche offen. Neben einem Karussell am Marktplatz gab es am Rathaus eine Hüpfburg. Hoch im Kurs standen zudem das Kinderschminken, die Glitzer-Tattoos, das Bauklötze-Bauen in der Schlosshalle und das Basteln mit dem Keltoromanen „Bellicus“ (Christian Fellner). Am Stand des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) unweit der Tourist-Information konnte man mit einem Spektiv in das nahe Storchennest schauen, in dem die Jungvögel wohl bald schlüpfen werden. „Da die Störche in der kalten Jahreszeit statt nach Afrika nur noch bis Spanien fliegen oder gleich ganz bei uns bleiben, sind sie fitter und haben auch größere Bruterfolge“, erklärte ein Experte die stetig wachsende Storchenpopulation in der Region. Besucherfragen beantworteten Fachleute auch gerne im nahen Chiemgau-Impakt-Museum und im Römermuseum. Bei seinen Führungen zeigte der „Vater“ des Römermuseums Albert Multerer unter anderem die rekonstruierten römischen Mosaike aus der einstigen villa rustica (römischer Gutshof) bei Erlstätt, die die Besucher sogar betreten durften. Begutachtet wurden auch eine Replik des Militärdiploms von Geiselprechting bei Vachendorf als ältestes genau datierbares Schriftdenkmal Bayerns (15. Juni 64 n. Chr.), eine bei Truchtlaching in der Alz gefundene römische Fußfessel, die größten bekannten antiken Nägel als wahre Meisterwerke der Schmiedekunst und den erhaltenen Oberstein einer römischen Handdrehmühle, den ein Bauer einst in Gutharting entdeckt hatte. Lohnenswert waren auch Abstecher in den Schlossökonomiesaal, wo die heimischen Künstlerinnen Judith Steinbacher und Kornelia von Bomhard ihre sehenswerten Bilder ausstellten. Bestens umsorgt wurde man in der Pfarr- und Gemeindebücherei, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Besser hätte der Maimarkt nicht verlaufen können, meinte auch die verantwortliche Gemeindebedienstete Elisabeth Klaus.

 

 

 

Bericht und Bild vom örtlichen Presseberichterstatter Markus Müller.