Klangvoll untermalt wurde der Patroziniumsgottesdienst in der altehrwürdigen Grabenstätter Johanneskirche vom hiesigen Kirchenchor unter der Leitung von Martin Lex. Das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers wird immer am 24. Juni gefeiert, dem Geburtstag des Wegbereiters von Jesus Christus, auch bekannt als Johannistag oder „Johanni“.
Zahlreiche Gläubige haben am Johannistag, im Volkmund „Johanni“ genannt, den Patroziniumsgottesdienst in der altehrwürdigen Grabenstätter Johanneskirche gefeiert. Zelebriert wurde dieser von Pater Ioan Lupu. Man feierte das Hochfest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers, dem Patron der kleinen, aber feinen gotischen Filialkirche. In der katholischen Kirche gibt es nur drei Heilige, deren Geburtstag liturgisch gefeiert wird – Jesus Christus, dessen Mutter Maria und eben Johannes der Täufer. Auch ist es kein Zufall, dass die Kirche den Johannistag genau sechs Monate vor Heiligabend begeht, denn die Lebensgeschichten Jesu und Johannes dem Täufer werden bereits im Lukasevangelium ganz eng miteinander verwoben. „Johannes heißt so viel wie, ’der Herr ist gnädig’”, so Pater Ioan. Johannes der Täufer, der im Christentum als unmittelbarer Wegbereiter Jesu Christi gelte, habe die Menschen zur Buße aufgerufen und aufgefordert, ihr Leben zu ändern, Habgier abzulegen und sich auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Johannes prangerte Missstände offen und furchtlos an, selbst wenn es ihn die Freiheit und letztlich sogar das Leben kostete. Sich selbst habe er dabei nie in den Mittelpunkt gestellt, sondern in Demut und Bescheidenheit immer auf Jesus Christus gezeigt und sein Leben vertrauensvoll in dessen Hände gelegt, so der Pfarrer. Er sei ein Vorbild im Glauben und in der Nächstenliebe. Klangvoll umrahmt wurde die Messe vom Grabenstätter Kirchenchor (MaxChor) unter der Leitung von Martin Lex. Man sang die Kirchberger Singmesse von Lorenz Maierhofer. Außerdem zum Kyrie das Lied „Den heiligen Johannes loben wir“ aus einem Catholisch Gesang-Buch von 1602 aus Graz. Darin wurde die Rolle des Johannes als Wegbereiter und hinführender „Steg” zum Lamm Gottes besungen, das die Schuld der Welt auf sich nimmt und so zum wahren Helfer für die Menschen wird. Harald Beilhack begleitete den Kirchenchor, der im Herbst fünf Jahre alt wird, an der Orgel.