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Grabenstätter Gemeindeanzeiger
Ausgabe 17/2026
Kirchliche Nachrichten
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Pfarrverband Hl. Franz von Assisi - Bergen, Erlstätt, Grabenstätt, Vachendorf

Pfarrverbandsleiter Pater Andrei Mirt segnete in rund 50 Metern Höhe das aufwendig restaurierte, in neuem Glanz erstrahlende Kirchturmkreuz der Erlstätter Pfarrkirche St. Peter und Paul im Thale. Mit dabei waren unter anderem die 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Grabenstätt Waltraud Hübner (von links), Josef Kaiser von der Erlstätter Kirchenverwaltung, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johanna Papp und Kirchenpfleger Robert Muggenhamer (nicht auf dem Bild). Rechts der Zimmerer Sepp Meier. Das rund vier Meter lange Kreuz soll nun mindestens die nächsten 100 Jahre auf dem Kirchturm thronen.

Segnung in rund 50 Metern Höhe war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis

Im Beisein einiger Ehrengäste ist das aufwendig restaurierte historische Kreuz auf dem Kirchturm der Erlstätter Pfarrkirche St. Peter und Paul im Thale eingeweiht worden. Die Segnung in rund 50 Metern Höhe nahm Pfarrverbandsleiter Pater Andrei Mirt vor, für den es nach eigener Aussage eine Premiere war. Dies galt freilich auch für weitere Anwesende, die teilweise all ihren Mut zusammennehmen mussten, um mit dem Gerüst-Lift zum Kirchturmdach zu fahren und dann die letzten Meter zu einer Plattform am Kreuz über eine Leiter zu erklimmen. Die schwindelfreien Vertreter einiger ausführenden Firmen und des Architekturbüros wirkten mit all ihrer Routine und Erfahrung beruhigend ein und so konnten am Ende alle Beteiligten den sagenhaften Rundumblick genießen. In seinen Segensworten bat Pfarrverbandsleiter Pater Andrei Mirt den Herrn: „Segne dieses Zeichen des bitteren Leidens, das er für uns ertragen hat (…). Stärke alle Menschen, die dieses Kreuz ehren, im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Lass alle, die hier vorübergehen, im Schutz des gekreuzigten Erlösers geborgen sein“. Nach dem Abbau des Gerüsts wird dem Kreuz, das 2021 aus Sicherheitsgründen abmontiert und später restauriert wurde, wohl so schnell niemand mehr so nahekommen, denn wie Kirchenpfleger Robert Muggenhamer verriet, stand es nach der letzten Restaurierung im Jahr 1959 fast sieben Jahrzehnte auf der Spitze des Kirchturm. Nun soll es dort mindestens so lange thronen. Architektin Ute Meier sprach sogar von „100 Jahren“. Zuvor beobachteten auch die 2. Bürgermeisterin Waltraud Hübner, die Vorsitzende des Erlstätter Pfarrgemeinderats Johanna Papp und Josef Kaiser von der Kirchenverwaltung gespannt, wie Kirchenpfleger Muggenhamer die Zeitkapsel mit Urkunden von 1892, 1912, 1937, 1959 und 2026 sowie anderen historischen Inhalten wie Münzen wieder in die Kugel des Kreuzes legte und Zimmerer Sepp Meier den goldenen Gockel auf dessen Spitze montierte. Insgesamt schlägt die gesamte Baumaßnahme – es wurden auch Sanierungsarbeiten an der Kirchturmfassade vorgenommen – mit 200.000 Euro zu Buche. „80.000 Euro müssen wir selbst stemmen“, betonte der Kirchenpfleger und bedankte sich beim Ordinariat und der Gemeinde für die finanzielle Unterstützung sowie bei allen Spendern. Laut Muggenhamer sei es „ein starkes Zeichen des Glaubens“, dass das Kreuz nun nach rund fünf Jahren Unterbrechung wieder für alle gut sichtbar an seinen angestammten Platz zurückgekehrt sei. Ein großer Dank für die gute Zusammenarbeit galt den Firmen SGM Stahlrohrgerüstbau aus München, der Zimmerei Meier aus Hirschau, der Dachdeckerei und Spenglerei Wachter aus Grassau sowie der Traunreuter Schlosserei Mayer und Daniel Baum aus Nußdorf – die beiden letztgenannten hatten das rund vier Meter lange, mächtige Kreuz restauriert – sowie der Architektin Meier aus Hirschau.

 

 

Bericht und Bild vom örtlichen Presseberichterstatter Markus Müller.