Eine spürbare Verbesserung des regionalen Mobilitätsangebots erhoffen sich die Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Grabenstätt/Vierter von links), Stefan Reichelt (Chieming/Dritter von links), Herbert Strauch (Übersee/Zweiter von rechts) und Stefan Kattari (Grassau/Zweiter von links) sowie der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Dritter von rechts) mit dem Rufbus Traudl, der ab 1. Juni in den vier Gemeinden 215 Haltestellen anfahren wird, darunter 152 explizit für Traudl eingerichtete Haltepunkte. Unlängst trafen sie sich mit den beiden Geschäftsführern der Betreiberfirma omobi GmbH Robert Schotten (rechts) und Clemens Deyerling (links) sowie dem Sachgebietsleiter Mobilität im Landratsamt Traunstein Sebastian Schallinger (fehlt auf dem Foto) und dem stellvertretenden Sachgebietsleiter Mobilität und Projektleiter für die Nahverkehrsplanung Marko Just (nicht auf dem Foto) im Grabenstätter Rathaus zusammen, um das ambitionierte On-demand-Rufbusprojekt der Öffentlichkeit vorzustellen und schon kräftig die Werbetrommel zu rühren.
Rufbusprojekt Traudl startet am 1. Juni 2026 in den Gemeinden Chieming, Grabenstätt, Grassau und Übersee – Bürgermeister und Landrat rühren fleißig die Werbetrommel
Der geplante Rufbus Traudl soll ab 1. Juni 2026 in den Gemeinden Grabenstätt, Chieming, Übersee und Grassau insgesamt 215 Haltestellen anfahren und das dort bestehende Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sinnvoll ergänzen. Neben 63 bestehenden ÖPNV-Haltestellen wird es 152 explizit für Traudl eingerichtete Haltepunkte geben. Letztere ermöglichen die Erschließung von Ortsteilen, die zuvor gar keinen Zugang zum ÖPNV hatten. Start, Ziel und Zeitpunkt seiner Fahrt bestimmt der Kunde selbst per App, ohne an einen Fahrplan gebunden zu sein. Im Einsatz ist der Rufbus von Montag bis Sonntag von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Bezahlt werden kann bar im Bus oder auch direkt in der App. Auf Einladung des Grabenstätter Bürgermeisters Gerhard Wirnshofer kamen dessen Amtskollegen Stefan Reichelt (Chieming), Herbert Strauch (Übersee) und Stefan Kattari (Grassau) sowie der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer unlängst im Sitzungssaal des gemeindlichen Rathauses zusammen, um das ambitionierte Rufbus-Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen und schon einmal kräftig die Werbetrommel zu rühren. Mit dabei waren auch der Sachgebietsleiter Mobilität im Landratsamt Traunstein Sebastian Schallinger, der stellvertretende Sachgebietsleiter Mobilität und Projektleiter für die Nahverkehrsplanung Marko Just sowie die beiden Geschäftsführer der Betreiberfirma omobi GmbH Clemens Deyerling und Robert Schotten. Die Mobilität im ländlichen Raum funktioniere dann am besten, wenn Landkreis und Gemeinden an einem Strang zögen, betonte Landrat Danzer. Mit dem Rufbusprojekt Traudl schaffe man zusammen ein modernes und flexibles Mobilitätsangebot, bequem, digital und bedarfsgerecht. Der Rufbus fahre nämlich genau dann, wenn die Menschen ihn bräuchten. „Traudl schließt die Lücke zwischen Linienbus und eigenem Auto und macht Mobilität im ländlichen Raum so flexibel wie das Leben selbst“, so Danzer. Ihm zufolge sei das Rufbusprojekt „ein weiterer Baustein, um den Nahverkehr im Landkreis zukunftsfähig zu machen, alltagstauglich und nah an den Bedürfnissen der Bürger“.
„Für uns als Flächengemeinde mit unseren 41 Ortsteilen ist der Rufbus Traudl eine ganz wichtige Ergänzung zum bestehenden ÖPNV“, betonte der Grabenstätter Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Man sei schon sehr gespannt darauf, wie das Ganze im Juni anlaufen werde. Wirnshofer bedankte sich bei seinen drei Amtskollegen aus Übersee, Grassau und Chieming, die mit ihren Gemeinderäten und Verwaltungen tatkräftig mitgeholfen hätten, das Projekt gemeinsam mit dem Landkreis und dem Mobilitätsunternehmen omobi GmbH auf den Weg zu bringen. Dessen Geschäftsführer Clemens Deyerling und Robert Schotten verwiesen auf den vor gut zwei Jahren erfolgreich in Betrieb gegangenen Rufbus Rupi, der die Bürger im Rupertwinkel rund um den Waginger See auf Abruf flexibel und individuell von A nach B bringt. Neben dem Rupi betreut ihr Unternehmen in der Region auch den Nachtexpress Traunstein. Nun soll also mit der Traudl noch ein drittes Mobilitätsangebot hinzukommen. „Die Arbeit macht wahnsinnig Spaß und wir freuen uns schon auf die Traudl“, so Deyerling und Schotten, die mit ihrer Firma in Murnau, Holzkirchen und Pfaffenhofen an der Ilm ähnliche On-demand-Mobilitätsprojekte betreiben. „Wir müssen jetzt richtig Werbung für die Traudl machen, damit das gut anläuft und dann auch noch weitere Kommunen mitaufspringen“, appellierte der Überseer Bürgermeister Herbert Strauch. Seine Hoffnung ist es, dass sich die Traudl als wichtiger Zubringer zum Überseer Bahnhof entwickelt. Die ganze Region könnte davon profitieren, so Strauch. „Von ursprünglich zwölf interessierten Gemeinden sind zunächst sechs und dann am Ende wir vier Kommunen übriggeblieben, doch das macht nichts“, betonte der Chieminger Bürgermeister Stefan Reichelt und zeigte sich davon überzeugt, dass man das Ganze gemeinsam zu einer Erfolgsgeschichte machen werde. Laut dem Grassauer Bürgermeister Stefan Kattari erreiche man mit dem Rufbus Traudl die lang ersehnte „Feinsterschließung“ in den vier Gemeinden und sorge nebenbei auch für gute Anbindungen nach Salzburg und Rosenheim. Grabenstätts Bürgermeister Wirnshofer hoffte, dass mit der Traudl in absehbarer Zeit auch die Anbindung Richtung Traunstein verbessert werde, da dies für die Bürger sehr wichtig sei. „Wir werden alles dafür tun, dass der Start funktioniert“, versicherte der Sachgebietsleiter Mobilität im Landratsamt Traunstein Sebastian Schallinger und verwies auf den Rupi, bei dem dies 2023 hervorragend gelungen sei. Der Zuspruch sei dort bis heute ungebrochen. 80 bis 90 Prozent der Buchungen erfolgten dort über die App, aber Kunden könnten – wie dann auch bei der Traudl – alternativ telefonisch buchen, so Schallinger. Dessen Stellvertreter im Sachgebiet Mobilität und Projektleiter für die Nahverkehrsplanung Marko Just sprach auch von einer „perfekten Ergänzung“ zum Express für Nachtschwärmer, denn „wenn die Traudl abends aufhört zu fahren, beginnt der Nachtexpress mit seiner Arbeit“.
Der Kreisausschuss hatte im vergangenen Dezember beschlossen, den Zuschlag an die omobi GmbH zu erteilen. Das Unternehmen hatte im Vergabeverfahren das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt – mit jährlichen Kosten von rund 505.000 Euro und einer Vertragslaufzeit von vier Jahren, mit der Option auf Verlängerung. Der Landkreis und die Gemeinden finanzieren das Rufbus-Projekt gemeinsam. Allein der Landkreis beteiligt sich mit jährlich 64.000 Euro.
Bericht und Bild vom örtlichen Presseberichterstatter Markus Müller.