Auch beim Georgi-Markt wurde für das Carsharing Projekt der Gemeinde geworben und das E-Fahrzeug vorgestellt
Noch ist das Carsharing-Projekt nicht in den schwarzen Zahlen. Doch die Anzahl der Nutzer steigt von Monat zu Monat, wie Kämmerer Tobias Gasteiger in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung belegen konnte.
Nach vier Monaten Betrieb liegen die ersten Zahlen vor.
Das Carsharing-Projekt ist zunächst für zwei Jahre ausgelegt. In dieser Zeit trägt der Markt Grassau die monatliche Gebühr von knapp 600 € für den 24-Stunden-Service und die Verwaltung rund um das Leasingfahrzeug, das seinen festen Standort neben der Sparkasse hat. Im November startete das Carsharing-Projekt mit 55 Interessierten, die sich in der App angemeldet und ihren Führerschein hinterlegt hatten. Nun sind bereits knapp 110 Fahrer registriert. Die Einnahmen, die bei den Fahrten erwirtschaftet werden, steigen ebenfalls. Um diesen Betrag verringert sich dann auch die Anschubfinanzierung der Gemeinde. „Wir kommen nun schon fast auf die Hälfte der Betriebskosten“, informierte Tobias Gasteiger. Bislang wurden bereits 2500 Kilometer mit dem E-Fahrzeug zurückgelegt, es war 68mal unterwegs und wurde 617 Stunden lang gebucht. „Wir stehen noch ganz am Anfang mit dem Projekt“, betonte Bürgermeister Stefan Kattari, der sich, wie auch die anderen Räte, mit dieser ersten Bilanz zufrieden zeigte.
Zudem informierte der Rathauschef über die noch ausstehenden Metallbauarbeiten am Kindergarten an der Gänsbachstraße. Nach etlichen Schreiben zwischen den Anwälten der Gemeinde und der Metallbaufirma sei nun ein Termin für die Montage festgelegt. Sollten diese Arbeiten nun doch noch zügig vorangehen, kann die Gemeinde endlich die gesamte Außengestaltung in Angriff nehmen und die Kindergartenkinder haben dann einen Spielgarten.
Kaum diskutiert wurde das Einzelhandelskonzept der Gemeinde, das besagt, dass ortskernrelevante Produkte nicht im Gewerbegebiet angeboten und verkauft werden dürfen. Die Diskussion wurde eröffnet, da ein Optiker in das Gewerbegebiet aussiedeln wollte, dies aber aufgrund dieser Bestimmung nicht möglich ist. „Wie steht der Marktgemeinderat zum Einzelhandelskonzept“, wollte der Rathauschef das Meinungsbild des Gremiums erfahren. Thomas Göls betonte, dass sich nichts geändert habe und man keine Kosten für die Überarbeitung eines Konzepts ausgeben solle, das dann ohnehin nicht geändert werde. Dies mache für ihn keinen Sinn. Diese Ansicht teilten alle Räte und so war die Diskussion schnell beendet. tb