Bereit fürs Babysitten: Die Teilnehmerinnen lernten in zwölf Stunden den Umgang mit Säuglingen.
Neun Jugendliche ließen sich zum Babysitter ausbilden und dürfen nun als Nachweis für die Schulung ein Babysitter-Diplom führen. In drei spannenden Kurseinheiten leiteten Gabi Kösterke und Suzann Wittmann vom katholischen Kreisbildungswerk die motivierten Mädchen an. Organisiert wurde der Kurs von der Familienstelle im Rathaus.
Sein kleines Kind in geschulten Händen zu wissen, ist für viele Eltern eine große Erleichterung. Dass zum richtigen Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern weit mehr als Schaukeln und Herumtragen gehört und wie groß die Verantwortung ist, die meist Jugendliche mit der Babysitting-Aufgabe eingehen, ist der Familienstelle im Rathaus bewusst und so wurde der Babysitting-Kurs für Jugendliche angeboten und auch wieder gut nachgefragt. Zudem wurde der Kurs von der Familienstelle auch finanziell gefördert und ein Teil des Kursbeitrages übernommen.
Neun Jugendliche nehmen Angebote an
Neun jugendliche Teilnehmerinnen – nicht nur aus der eigenen Gemeinde – nahmen das Angebot wahr und wurden an drei Nachmittagen und insgesamt zwölf Stunden ausgebildet. Zunächst erfuhren die Schülerinnen viel über die kindliche Entwicklung vom Neugeborenen bis zum Alter von drei Jahren und die Bedürfnisse der Kinder im Kindergartenalter. Auch altersentsprechende Spiele, die schnell den Bann zwischen Kind und Aufpasser brechen, wurden den Mädchen vermittelt. Ein wesentlicher Bestandteil des Kurses war zudem eine Einführung in die Erste Hilfe. Wie kann man dem Kind helfen, wenn es sich verschluckt hat, und welche Maßnahmen sind bei einem Stich zu ergreifen, wurde erklärt. Natürlich gab es Unterweisungen in Säuglingspflege und Ernährung der Babys und Kleinkinder. Zudem wurde den Jugendlichen auch erklärt, welche Verantwortung sie übernehmen, wie der erste Kontakt zu den Eltern und dem Kind aufgenommen werden sollte, welche Versicherung notwendig ist und wie ein Vertrag zum Babysitting aussehen sollte und welche Entlohnung angemessen ist. Sehr viele wertvolle Tipps erhielten die jungen Mädchen, die sich sehr interessiert und engagiert zeigten.
Wer wollte, wurde zudem in die Babysitter-Liste der Familienstelle aufgenommen. Eltern können sich bei Bedarf an die Familienstelle wenden und werden dann an die Babysitter weitervermittelt.
Für Schüler und Eltern ist dies gleichermaßen ein großer Gewinn, zum einen wissen die Eltern ihre Kinder gut versorgt und zum anderen können die Jugendlichen durch ihren Einsatz als Babysitter ihr Taschengeld aufbessern.