Schulverbandsvorsitzender Stefan Kattari dankte den scheidenden Verbandsräten Dr. August Trimpl und Hans Genghammer für ihren Einsatz
Zum Schulverband Grassau gehören auch die Gemeinden Staudach-Egerndach und Marquartstein. Die Grundschule in Staudach-Egerndach ist direkt im Schulverband verankert, während Marquartstein eine eigene Grundschule besitzt, die Mittelschüler jedoch nach Grassau schickt. Die Schulverbandsversammlung besteht aus den drei Bürgermeistern und Räten der jeweiligen Gemeinden, entsprechend der Anzahl der Schüler aus dem Gemeindegebiet. In der konstituierenden Sitzung wurde nun der Verbandsvorsitzende neu gewählt und damit Stefan Kattari in seinem Amt bestätigt. Noch bevor in die Tagesordnung eingestiegen wurde, verabschiedete Bürgermeister Stefan Kattari zwei Verbandsräte aus dem Gremium. Da sie nicht mehr im Marktgemeinderat tätig sind, ist auch die Verbandsarbeit beendet. Sein Wissen über den Bedarf von Schule und Schülern wusste er zu schätzen und so dankte Kattari Hans Genghammer für dessen Einsatz als Schulverbandsrat. Auch die konstruktiven Anmerkungen und Fragen von Dr. August Trimpl bleiben in Erinnerung. Beiden wurde für jahrelanges ehrenamtliches Engagement gedankt.
In geheimer Wahl votierten alle neun Verbandsräte für Kattari als Vorsitzenden. Er wird den Schulverband für die nächsten sechs Jahre lenken. Auch Bürgermeisterin Martina Gaukler stellte sich erneut der Wahl zur Stellvertreterin und erhielt ebenfalls ein einstimmiges Ergebnis. In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden Bürgermeister Andreas Scheck, Marquartstein, Sarah Demmler, Staudach-Egerndach und Marina Gasteiger sowie Peter Zeisberger, beide Grassau, gewählt. Den Rechnungsprüfungsvorsitz übernimmt Bürgermeister Scheck.
Nach den Formalien galt es, wichtige Beschlüsse zu fassen, zum einen die Zustimmung zur Übernahme des Defizits für die offene Ganztagesschule 2025/2026. Wie Stefan Kattari informierte, ist ein Defizit von 13.000 Euro zu erwarten. Dies resultiere zum einen durch den Wegfall von Fördermitteln aber auch durch einen höheren Personalbedarf, bedingt durch die Neugründung einer Kurzgruppe für die Grundschule. Einstimmig entschied das Gremium für die Defizitübernahmen. Ebenso einstimmig stimmte der Verbandsrat für die Vertragsverlängerung der Jugendsozialarbeit an der Grund- und Mittelschule. Laut Kattari arbeiten derzeit vier Damen in diesem Bereich, die sich zwei Vollzeitstellen teilen. Zwei Damen sind für den Grundschulbereich und zwei für den Mittelschulbereich zuständig und leisten wertvolle Arbeit als Kontaktpersonen bis in die Familien. Sie sind Anlaufstellen für Schüler, Eltern und Lehrer, erklärte Kattari. Von den Kosten für diese wertvolle Aufgabe bleibt dem Verband ein Eigenanteil von 22.000 Euro jährlich für den Grundschulbereich und 23.000 Euro für den Mittelschulbereich. Der Vertrag wird auf zwei Jahre befristet fortgeführt. Hierfür sprachen sich alle Räte aus.
Schulleiter Marcus Ulrich berichtete über die erfolgreichen Teilnahmen der Schule am Kreisfinale Turnen, wobei zum ersten Mal Platz drei und vier erzielt werden konnten. „Eine tolle Leistung unter 53 teilnehmenden Schulen“, sagte er. Auch beim Burgfeldlauf zeigten sich die Grassauer Schüler sehr sportlich und erreichten mit der Staffel Platz eins und drei. Zu den besonderen Ereignissen zählen die Abschlussfahrten. Die neunten Klassen durfte zur Partnergemeinde Tscherms und die zehnten Klassen zog es nach Südfrankreich zur Partnergemeinde Rognonas. Beide Fahrten wurden von der Marktgemeinde Grassau bezuschusst. Im Rahmen des Programms „Praxis an Mittelschulen“ wurden zwei Holzhütten, eine für den Pausenverkauf, die anderen für die Grundschule zur Aufbewahrung von Spielmaterial, gebaut. Besonders positiv und eine Auszeichnung zugleich ist die Aufnahme in das europäische Programm „Erasmus plus“ mit einer Fördersumme von 35.400 Euro. Im Rahmen des Programms können im kommenden Schuljahr zwölf Schüler ein vierwöchiges Praktikum in Portugal machen. Der Eigenanteil der Schüler wird sich dabei gegen Null bewegen, so dass wirklich jeder mitmachen könnte. Nachdem jedoch über 40 Schüler die zehnten Klassen besuchen werden, muss eine Auswahl getroffen werden. Ebenfalls dürfen über dieses Programm 16 Mitglieder des Schulpersonals für zwei Wochen eine Bildungseinrichtung in Portugal besuchen.
Zukunft Achental wird wieder stattfinden
Die große Resonanz auf die Ausbildungsmesse „Zukunft Achental“, die dieses Jahr mit großer Beteiligung von Firmen aus dem Achental in der Turnhalle stattfand, wird fortgeführt. Der Termin, der 17. November, steht bereits und voraussichtlich werden weitere Firmen, die sich und ihr Ausbildungsangebot präsentieren wollen, hinzukommen. Im kommenden Schuljahr wird die Schulleitung wieder komplettiert. Ulrich informierte, dass die Leitung mit ihm und Philipp Bernhofer als Stellvertreter zusätzlich mit der zweiten Stellvertreterin Tanja Stäudle ergänzt wird. In der erweiterten Schulleitung verbleiben Judith Surm, Thomas Färbinger und Lotti Loscar. Die Grundschule Grassau wird im kommenden Schuljahr 14 Klassen, darunter vier in der Grundschule Staudach-Egerndach sowie insgesamt 326 Schüler, im Mittel pro Klasse 23,3 Schüler, unterrichten. Die Mittelschule werden 260 Schüler, aufgeteilt in 15 Klassen, besuchen.