Am Reifinger Badesee wurden die Umkleiden und der Holzsteg erneuert. Der See mit Spielplatz, Behindertenzugang, Umkleidekabinen, WC-Anlage und Beachvolleyball-Platz ist für Touristen ein beliebtes Naherholungsgebiet.
In Grassau soll der Kurbeitrag für Übernachtungsgäste angehoben werden. Der Tourismusausschuss empfahl die Erhöhung einstimmig, da die aktuellen Einnahmen von 128.000 Euro die touristischen Ausgaben von 174.000 Euro nicht decken. Ab wann es wie teuer werden soll.
In der Tourismusausschusssitzung wurde über eine Anpassung des Kurbeitrags diskutiert und eine Erhöhung von einen Euro auf 1,50 Euro als angemessen erachtet. Diesen Kurbeitrag trägt der Gast. Die Erhöhung soll erst 2027 kommen.
Bürgermeister Stefan Kattari informierte, dass die Erhöhung des Kurbeitrags nicht ohne Grundlage vorgenommen werden darf und kalkuliert werden müsse. Als Berechnungsgrundlage dienen lediglich Ausgaben, die für den Tourismus und für die Gäste erfolgen. Einrichtungen der Gemeinde, die auch von der eigenen Bevölkerung genutzt werden, können nicht oder nur zu einem Anteil hinzugerechnet werden. Dies betreffe unter anderem die Wanderwege wie auch die Bewirtschaftung des Reifinger Badesees. Bislang wird pro Nacht und Gast ein Kurbeitrag von einem Euro erhoben. Der ermäßigte Beitrag für Kinder beträgt 0,50 Euro. Derzeit bringt die Kurtaxe 128.000 Euro an Einnahmen. Die Ausgaben, die mit der Kurabgabe zu decken wären, liegen bei 174.000 Euro. Bei einer Erhöhung des Kurbeitrags auf 1,40 Euro wäre eine Einnahme, die abhängig ist von den Übernachtungszahlen von 170.000 Euro realistisch. Wie Kattari ergänzte, sage der Gesetzgeber, dass der Kurbeitrag nicht höher sein darf als die Ausgaben in diesem Bereich. In den Nachbargemeinden im Achental werden pro Nacht zwei Euro verlangt, ermäßigt einen Euro. In anderen Gemeinden liegt der Beitrag bei 1,10 Euro. „Wir würden uns weiterhin im Mittelfeld bewegen“, so Kattari. Wichtig sei ein ausreichender Vorlauf und so solle die Erhöhung erst zum Januar 2027 greifen. Laut Max Felber fand die letzte Erhöhung 2020 statt, damals von 90 Cent auf einen Euro. Josef Grießenböck empfahl von 1,40 gleich auf 1,50 Euro zu gehen. In den nächsten zwei Jahren würden sich die Ausgaben durch allgemeine Preissteigerungen sicherlich erhöhen. Selbst dann werde kein Überschuss produziert, meinte er. Dem stimmten Tom Göls und Achim Stümpfl zu.
Die aus dem vorberatenden Gremium an den Marktgemeinderat weitergereichte Empfehlung lautet nach einstimmigem Beschluss: Kurbeitrag pro Übernachtung auf 1,50 Euro und den ermäßigten Beitrag auf 75 Cent erhöhen. Letztlich entscheiden muss jedoch der Marktgemeinderat.