Mitte März wurde in den Bürgerversammlungen in Grassau und Rottau nicht nur informiert, sondern auch die Anregungen und Anfragen der Bürger gesammelt. In Grassau gab es keine Wünsche und Anregungen, wohl aber in Rottau und dort wurde auf das Thema Mobilfunk verwiesen. „In Sachen Mobilfunk tut sich etwas“, so der Bürgermeister und ein Mobilfunkanbieter könnte womöglich interessiert sein.
Wie der Rathauschef erinnerte, fragte in der Rottauer Bürgerversammlung Hans Kern, ob auf dem Haus der Dorfgemeinschaft ein Sendemast installiert werden kann. Er verwies dabei auf die Unterversorgung der Gemeinde. An vielen Stellen in Rottau gibt es kein Netz, was auch für die notärztliche Versorgung ein großes Problem darstellt. Gefragt wurde, ob der Markt Grassau auf eigene Kosten einen Sendemast errichten würde. „Die Mobilfunkversorgung ist ein wichtiges Thema“, betonte Kattari. Von Seiten der Gemeinde wurden in den Vorjahren mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, um die Strahlenbelastung zu untersuchen. Zudem wurden mögliche Standorte untersucht. Am Ende, so Kattari, wurde ein Standort am Breitenberg gefunden, der funktechnisch geeignet sei, aber nicht realisiert werden könne, da es hierfür keine Finanzierung und keine Fördermittel gebe. Wie er hinzufügte, sei etwas Stillstand in das Thema gekommen und durch die Bürgerversammlung nun wieder in den Fokus gerückt. Laut Kattari mache es keinen Sinn, auf das Haus der Dorfgemeinschaft einen Masten zu setzen, der am Ende dennoch für Mobilfunkanbieter nicht interessant ist und nicht genützt wird. Er wusste zudem, dass die Strategie der Mobilfunkanbieter sich geändert habe und Sendemasten auf Dächern nicht mehr bevorzugt realisiert werden. Bevorzugt werden eher Masten an Ortsrändern. Dies dürfte dann auch in Rottau wieder interessant werden. Wie der Rathauschef hinzufügte, werde es diesbezüglich in ein paar Wochen ein Gespräch mit einem Mobilfunkanbieter geben. Ergebnisse wolle er nicht vorwegnehmen. Zunächst sollten die Gespräche abgewartet werden. Tom Hagl bekräftigte die Notwendigkeit eines funktionierenden Netzes, zumal die Telemedizin immer weiter voranschreitet und selbst im Sanitätsbereich verwendet wird. Sebastian Stephan meinte, dass dennoch geprüft werden solle, ob sich nicht doch ein Masten am Heizwerk realisieren lasse. Bei einer Prüfung vor einigen Jahren fiel dieser Standort als nicht geeignet weg. Seither habe sich einiges geändert.
Ohne weitere Diskussion entschied der Rat, die Entscheidung zur Festlegung eines Standorts für einen Mobilfunkmasten zunächst zurückzustellen.
Was ebenfalls noch geprüft werden muss, ist eine Straßenlaterne am Kirchplatz. Alex Dressel hatte in der Bürgerversammlung auf eine dunkle Ecke hinter der Kirche am Salchtweg hingewiesen, welche durch eine Laterne ausgeleuchtet werden sollte. Wie Kattari informierte, wurde dies geprüft, doch gebe es Probleme mit den Grundstückseigentümern. Wo ein Aufstellen möglich ist, könnte die Laterne in ein Fenster leuchten. Möglich wäre eine Solarlampen-Montage an einem Haus. Hierzu müsste mit dem Eigentümer noch gesprochen werden. Thomas Hofmann gefiel dieser Standort nicht, denn dort sei bereits ausreichend Licht. Die Laterne sollte dort angebracht werden, wo die dunkle Straße ausgeleuchtet werden müsse. Die Laterne könnte so ausgerichtet werden, dass diese nicht in die Fenster scheint, erklärte er. Dies sei auch mit dem in Rottau verwendeten Laternentyp möglich. Eine Lichtquelle am nördlichen Teil der Kirche werde favorisiert und hierzu sollen Gespräche mit den Eigentümern erfolgen, lautet der einstimmige Beschluss. Damit wurden die Anregungen aus der Bürgerversammlung behandelt.