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Grassauer Gemeindezeitung
Ausgabe 14/2026
Das Rathaus berichtet
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Das Rathaus berichtet - Projekt an der Bahnhofstraße gefiel dem Marktgemeinderat

Mittelklassehotel mit 55 Zimmern und 88 Betten vorgestellt

 

 

Auf der 5000 Quadratmeter großen Wiese an der Bahnhofstraße Ecke Mietenkamer Straße könnte bald ein Mittelklassehotel entstehen. Dem Marktgemeinderat gefiel das Bauprojekt, das für den Tourismus von Wert wäre. Zum Hotelkomplex sollen zwei weitere Häuser mit Mietwohnungen, Ferienwohnungen sowie einem Sportgeschäft entstehen. Projektant Peter Sprus stellte das Projekt vor.

Wie Bürgermeister Stefan Kattari erinnerte, wurde vor einiger Zeit eine Planung für das Grundstück mit Eigentumswohnungen vorgelegt, die jedoch nicht in Betracht kam. Nunmehr werde ein anderes Projekt vorgestellt, das im Bauausschuss vorberaten wurde. Für den Markt Grassau hätte es eine große Bedeutung, wenn ein Mittelklassehotel sich ansiedelt, so der Rathauschef. Vor allem Radtouristen finden kaum geeignete Aufenthaltsmöglichkeiten. Der Grassauer Architekt und Unternehmer Peter Sprus erklärte, dass dies ein Projekt mit und für seine Familie wäre. An der Mietenkamer Straße hatte er vor Jahren überlegt, ein Mittelklassehotel zu bauen. Die Idee kam von seiner Tochter, die im Hotelgewerbe in führender Position arbeite und die gemeinsam mit seinem Sohn das Hotel führen soll. Gedacht sei an ein Hotel für die sportlich ambitionierten Menschen, die in Grassau viele Angebote neben Sportanlage, Tennisplätzen, Tennishallen und Golfplatz vorfinden würden. Dadurch sei Grassau sowohl im Sommer wie im Winter attraktiv und es werde ein Ganzjahrestourismus angestrebt. Das Hotelgebäude solle als Querbau entstehen, so dass alle Gästezimmer Bergblick haben. Um rentabel zu sein, bedarf es einer entsprechenden Größe und die Wirtschaftlichkeit liege bei mindestens 50 Zimmern. Geplant sei zudem kein Vollrestaurant, wohl aber ein Bistro für die Gäste. Im Obergeschoss würde zudem ein in Grassau bereits ansässiges Fitnessstudio auf rund 500 Quadratmetern einziehen. Sprus sprach von einer Symbiose, denn die Hotelgäste könnten dann den Fitnessbereich ebenso nutzen. Geplant werde barrierefrei, so dass sowohl Fitnessbereich, Lobby und alle Hotelzimmer für alle erreichbar sind. Auf der Dachterrasse des Zwischenbaus soll ein Poolbereich mit Whirlpool und Sonnenbereich entstehen. Im Kellergeschoss seien Fahrradboxen geplant. Im Gespräch sei er zudem mit einem Sportgeschäft, das Interesse hätte, sich in einem der zwei Einzelgebäuden, die nicht zum Hotel gehören, ein Ladengeschäft einzurichten. Zudem sind in den beiden Gebäuden weitere Wohnungen für die Angestellten wie auch Ferienwohnungen geplant. Insgesamt sind 13 Wohnungen vorgesehen. Im Dachgeschoss des Hotels seien zudem weitere Zimmer für Hotelangestellte vorgesehen. Über Kubatur, Höhe und Größe der Gebäude wurde keine Auskunft erteilt. Dies zeigte sich in den beigelegten Animationen. Die Parkplätze werden zur Bundesstraße hin geplant, die Gebäude sind zurückgesetzt vorgesehen. Nur der Längskörper des Hotels entlang der Mietenkamer Straße wird weiter zur Straße vorrücken.

Silke Schwinghammer erkundigte sich nach den Stellplätzen und ob diese für die Wohnungen wie das Hotel ausreichen, zumal für jede Wohnung zwei Stellplätze ausgewiesen werden. Laut Sprus handle es sich um kleine Wohnungen und seine Erfahrung zeige, dass nicht für jede Wohnung zwei Stellplätze benötigt werden. Die erforderliche Anzahl von Stellplätzen für das Projekt könne nachgewiesen werden. „Grassau braucht so etwas“, meinte Franz Heuberger und fragte, ob die Zufahrt von der Bahnhofstraße aus erfolge. Dies bejahte der Planer. Wie die Räder in den Keller kommen, interessierte Susanne Speckbacher und Sprus informierte, dass es für die teils schweren Räder einen Lift geben werden. Nach der geplanten Größe des Sportgeschäfts wurde gefragt und laut Sprus seien rund 300 Quadratmeter vorgesehen. Der östliche Teil des Grundstücks, als Hotel geplant, sei als Sondergebiet auszuweisen, betonte Werner Haslinger. In einem städtebaulichen Vertrag sollte auch fixiert werden, dass dies dann auch Hotel bleibe. Einhellig stimmte der Marktgemeinderat der Bauvoranfrage zu. Entsprechende Baupläne werden nun künftig im Bauausschuss vorgelegt und beraten. tb