Sechs Jahre ist der jetzige Internetauftritt der Marktgemeinde im Netz. Nun entschied der Marktgemeinderat einstimmig, einen neuen Internetauftritt in Auftrag zu geben. Wichtig ist dabei, dass alle Unterseiten wieder präsentiert werden. Tourist-Informationsleiter Max Felber informierte über den geplanten neuen Auftritt.
„Mit dem Web-Auftritt müssen wir mit der Zeit gehen“, sagte Max Felber und verwies auf die Seitenaufrufe. Vor Corona konnten rund eine halbe Million gezählt werden und während dieser Ausnahmezeit wuchsen die Aufrufe auf über 600.000 an. Nun pendle es sich wieder auf das Niveau vor Corona ein. Dies zeige, wie viele die Seite als Information nutzen. Felber informierte weiter, dass der Web-Auftritt acht Kinderinstanzen (Unterseiten) umfasse, darunter die touristischen Seiten, die Seiten Kulturleben, die des Ortsteils Rottau, die der Gemeinde, der Bücherei, des Museums, der Schule und der Musikschule. Nachdem das Erscheinungsbild nicht mehr modern wirke, solle nun ein Relaunch erfolgen. Eine kostengünstige Möglichkeit wäre die von der Chiemgau GmbH angebotene Framework-Lösung. Hierbei werde ein Rahmenprogramm, vergleichbar mit einem Baukastensystem, zur Verfügung gestellt und die Inhalte werden dann selbst eingepflegt. Vorteil sei, so Felber, dass diese große Datenbank Zugriffsmöglichkeiten auf andere Orte des Chiemgaus biete und somit Veranstaltungsangebote und Ausflüge top aktuell übernommen werden können. Ein weiterer Vorteil sei, dass erstmals nachvollziehbar wird, wie viele Gäste über die Internetseite ihren Aufenthalt buchen. Des Weiteren versicherte Felber, dass die Gemeinde kein Überraschungspaket kaufe, sondern dass das Framework bereits von mehreren Gemeinden getestet wurde. Für die Einrichtung sei mit 35.000 Euro zu rechnen. An laufenden, jährlichen Kosten fallen nochmals 6500 Euro an. Wie der Touristiker ausführte, kostete der 2016 gefertigte Relaunch 32.000 Euro. Derzeit üblich seien auf dem freien Markt rund 70.000 Euro. Felber folgerte: „Für dieses Geld, 35.000 Euro des Relaunchs, bekommt man nichts besseres“. Die Pfleger der Seite, für jede Unterseite eine verantwortliche Person, werden vorab geschult. Ab Herbst soll das leere Gerüst parat stehen und könne dann mit den Inhalten befüllt werden.
Sepp Grießenböck erinnerte sich, dass im Frühjahr von einem kleinen Relaunch die Rede war. Laut Bürgermeister Stefan Kattari lagen damals diese Informationen noch nicht vor. Auf die Frage von Richard Schreiner, ob das Framework Auswirkungen auf das IRS-Buchungssystem habe, erklärte Felber, dass dieses bleibe, nun aber vollintegriert werde und ein Gast nicht mehr weitergeleitet, sondern sofort auf der Grassauer Seite buchen könne. Bis zur Fertigstellung des neuen Auftritts bleibe die Grasauer Seite erhalten. Wie Kattari hinzufügte, sei jetzt der Startschuss, online gehen werde der Auftritt erst in einem Jahr. Thomas Hofmann begrüßte den Zusammenschluss auch mit anderen Gemeinden, bedauerte jedoch, dass die Aufrufe 2022 zurückgegangen seien. Kattari ergänzte, dass 2020 sehr viele Aufrufe bedingt durch die Kommunalwahl erfolgten. Max Felber fügte an, dass durch Ablehnung von Cookies viele Aufrufe nicht gezählt werden können. Derzeit lehnen rund 60 bis 70 Prozent der User dieses Tracking ab. Olaf Gruß bemerkte, dass einige Inhalte des jetzigen Auftritts veraltet seien und überarbeitet werden müssen. Gemäß Felber biete sich mit diesem Relaunch die Chance hierzu.
Einstimmig votierte der Rat für diesen Relaunch und für die Zusammenarbeit mit der Chiemgau GmbH. tb