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Grassauer Gemeindezeitung
Ausgabe 2/2026
Das Rathaus berichtet
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Das Rathaus berichtet

Marktgemeinderat stimmte Sanierung für 790.000 Euro zu

„Es besteht dringender Handlungsbedarf“

Das Grassauer Sportlerheim muss dringend saniert werden. Ein angedachter Neubau lässt sich aufgrund der angespannten Finanzlage in den nächsten Jahren nicht realisieren und dennoch ist großer Handlungsbedarf gegeben. Das in die Jahre gekommene Gebäude soll nun nach einstimmigem Beschluss im Marktgemeinderat für 790.000 Euro teilsaniert werden.

Unumstritten ist der Handlungsbedarf am Sportlerheim, gebaut in den frühen 80er Jahren. Ein Neubau, so wie noch vor wenigen Jahren favorisiert, lässt sich finanziell in den nächsten Jahren nicht darstellen. Das Sportlerheim mit Umkleidekabinen, Duschen, Schießständen im Untergeschoss und einer Gastronomie ist für die Sportler des Sportplatzes wie auch für die Schützengesellschaft Mietenkam wichtig. Wie Rathauschef Stefan Kattari erinnerte, wurde der Beschluss zur Sanierung des Sportlerheims bereits im Sommer getroffen. In dem jetzigen Vorschlag sei die Sanierung des Obergeschosses wie auch des Daches nicht berücksichtig. Vorrangig müssen Heizung und Sanitäranlagen mit Leitungen saniert werden. So müsse auch der Kanalanschluss erneuert werden. Bruttokosten von 790.000 Euro kommen auf die Gemeinde zu. Wie Kattari weiter erklärte, müsse im Kellergeschoss die Kellerdecke demontiert und die Elektroinstallation erneuert werden. Der Schießbetrieb der Schützen wird dabei beeinträchtigt. Die Elektronik könnte auch zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden, doch dann würden die Schützen ein weiteres Mal benachteiligt. Ist die Kostenschätzung angenommen, werden die Aufträge vergeben. „Endlich passiert einmal etwas“, freute sich Tom Hagl und Dr. Winfried Drost erkundigte sich, ob die Duschen ebenfalls erneuert werden. Dies bejahte der Rathauschef. Franz Pletschacher, Marktgemeinderat und zugleich aktiver Schütze, plädierte für die Annahme der Planung und informierte, dass die Schießstände mit komplizierter Elektronik ausgestattet sind und Wassereintritt sehr ungünstig sei. Laut Franz Heuberger sollte die öffentliche Toilette etwas großzügiger geplant werden. Ihm gefiel der Sanierungsvorschlag, sofern sich dieser im Haushalt unterbringen lasse. „Es geht knapp. Wir werden es darstellen können. Dafür müssen an anderen Stellen etliche Positionen abgesetzt werden. Doch ohne Sanierung laufen wir Gefahr, dass das Gebäude nicht mehr nutzbar ist“, sagte Bürgermeister Kattari und fügte hinzu: “Es besteht dringender Handlungsbedarf“. Überrascht von der Höhe der Sanierungskosten zeigte sich Hans Genghammer, sah diese dann doch plausibel, da alle Leitungen ersetzt werden müssen. Er betonte, dass bei einer späteren Sanierung des Obergeschosses eventuell an eine Aufstockung gedacht werden sollte. Marina Gasteiger sei ebenfalls über die Höhe der Kosten erschrocken und dennoch sei es notwendig und allerhöchste Zeit für eine Sanierung, auch wenn es eng werde im Haushalt. Dem stimmte Werner Haslinger zu und regte zudem ein Konzept an, das darlegt, was mit dem Haus in zehn bis 15 Jahren passieren soll. Dies, so Kattari, werde berücksichtigt. So wisse man, dass der Platzbedarf für Umkleidekabinen in den nächsten Jahren wachsen werde und eine Umgestaltung des Hauses dann auf Kosten der Gastrofläche im Erdgeschoss gehen werde. Die Gastrofläche könnte dann in den ersten Stock wandern und mit einer Terrasse, die den Blick auf die Fußballfelder freigibt, versehen werden. Dies ist Zukunftsmusik. Der Wärmebedarf werde sich dann mit mehr Duschen im Haus ebenfalls erhöhen und auch das wird bereits jetzt eingeplant. In dieses allgemeine Konzept für die nächsten Jahre sollten, so Tom Hagl, auch die Tennisplätze mit aufgenommen werden.

Einstimmig wurde beschlossen, die Kostenschätzen anzunehmen. Für die Erneuerung mit Planung der Heizung, Lüftung und der Sanitärbereiche werden 465.000 Euro fällig. Die Erneuerung der Elektroanlagen mit Planung belaufen sich auf 110.000 Euro. Mit 25.000 Euro sind die Baumeisterarbeiten eher gering und für Umbau der Duschen, Erneuerung der Fliesen werden 75.000 Euro gerechnet. Der Fernwärmeanschluss kommt auf 75.000 Euro und der Kanalanschluss auf 15.000 Euro. Mit Schreinerarbeiten von 15.000 Euro und Malerarbeiten von 10.000 Euro summiert sich der Kostenvoranschlag auf 790.000 Euro. Nun werden die Aufträge vergeben und dann kann mit der Sanierung begonnen werden.

Tb