Als Warenmarkt mit Dorffestcharakter, mit Musik an unterschiedlichen Orten und Stilrichtungen, mit Ausstellungen und dank vieler Biergartenbereiche mit großer Aufenthaltsqualität, so präsentierte sich der Grassauer Michaeli-Markt in neuem Gewand. Warenangebot und Rahmenprogramm hielten sich die Waage. Und dieser neue Michaeli-Markt kommt hervorragend an, was sich in den Besucherzahlen spiegelte. Auch das Wetter spielte hervorragend mit, so dass die Biergärten voll waren.
Bestens gelaunt zeigten sich die über 125 Marktstandbetreiber. Sie boten vor allem kreative Handwerkskunst, regional hergestellt und handgearbeitet an. Schönes für Haus und Garten, handgenähte Bekleidung, Schmuck, Hochprozentiges und vieles mehr lockten die interessierten Marktbesucher an. Die große Landmaschinenschau begeisterte nicht nur die Landwirte. Gut besucht war auch der kleine Jahrmarktsbereich mit Schiffschaukel und Losbuden. Einen immer größeren Bereich nimmt der Birn Pub Verein ein, der mit frisch gezapften Bier, Grillspezialitäten aber auch mit seiner „Sauverlosung“ lockte. Das Gewicht des kleinen, rosa Schweinchens, das sich in dem offenen Gehege sichtlich wohlfühlte, konnte geschätzt werden. Auch entlang der Marktstraße postierten sich die Händler mit ihrem abwechslungsreichen Angebot. Auf dem Rathausparkplatz versammelten sich die Foodtrucks und das Rote Kreuz offerierte Grillspezialitäten vor seinem Gebäude. Der Jugendtreff konnte besichtigt werden. Informationen zum neuen Car-Sharing Angebot der Gemeinde mit Präsentation des Fahrzeugs gab es vor dem Rathaus. Der Agenda Kunstkreis bot eine kleine Ausstellung und gleich daneben trat der Nachwuchs der Musikschule auf der kleinen Bühne auf. Musikalisch wurden die Marktbesucher auf dem Kirchplatz sowohl von der Grassauer Blasmusi wie auch der Rottauer Dorfmusik unterhalten, während sie kulinarisch vom Sportverein verwöhnt wurden. Auch an der Ortenburger Straße gab es musikalische Einlagen und die Trommlergruppe „Vem Comigo“ wechselte seinen Standort. An der Bahnhofstraße hatten die Geschäfte ebenfalls offen und lockten mit Angeboten. Der Flohmarktbereich am Raiffeisen Parkplatz war ebenfalls sehr gut besucht. Die kleinen Gäste waren von den Karussells an unterschiedlichen Plätzen begeistert, ließen sich Schminken oder durften bei der Christliche Gemeinde basteln.
Trotz des großen Angebots an Marktständen, an musikalischen Darbietungen, an Ausstellungen- und Informationsständen und an Biergärten und Unterhaltung bliebt ausreichend Raum um ohne Gedränge auf der Straße zu flanieren und mit Bekannten und Freunden zu ratschen. Der Michaeli-Markt ist dem Wandel der Zeit unterworfen. Verschwunden sind die Billigwaren-Anbieter, gewachsen ist der Bereich mit hochwertiger Ware, mit Foodtrucks und Schmankerl-Anbietern und leider gab es keinen Viehmarkt mehr. Dieser ist in den letzten Jahrzehnten ohnehin immer weiter zurückgegangen und nun wahrscheinlich endgültig Geschichte. Selbst Kleintier, wie Hasen, Hühner und dergleichen suchte man vergebens.