Die größte Musikschule des Landkreises mit über 1000 Schülern und Sitz in Grassau erhielt als wichtige Bildungseinrichtung im Achental ein Lob von Bürgermeister Stefan Kattari in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung.
Beleg für die erfolgreiche Ausbildung der Musiker seien die Auszeichnungen und Preise der Schüler. Die Schule sei ein wichtiger Teil von Grassau als der Kulturhauptstadt des Landkreises. Für den Musikschulleiter Wolfgang Diem sei die Zusammenarbeit mit Vereinen und der Kirche mit ein Grund für die Motivation der Lehrer, die für musikalische Erlebnisse sorgen und durch Auftritte der Schüler soziale Kompetenzen vermitteln. Ziel sei es, jeden Musiker in einer Gruppe zu integrieren und gemeinsames Musizieren zu ermöglichen. Er hob besonders Alicia Pfaffinger und Maxi Ludwig als Preisträger bei „Jugend musiziert“ im Landeswettbewerb hervor. Ihr 25-jähriges Bestehen feiert die „Big Band Teachers Groove“ und die Marktkapelle wird nun von Stefan Fußeder geleitet. Zu Ehren des ehemaligen Musikschulleiters und Förderers werde jedes Jahr der „Hans-Josef Crump Förderpreis“ verliehen. Besonders geglückt sei die Errichtung der Naturbühne am Rachlhang, die im Rahmen des Chiemgau Almfestivals eingeweiht werde. Geplant sei eine Konzertreise der Big Band zur Partnergemeinde Rognonas. Trotz eingerechneter Gehaltssteigerungen sei es gelungen, den ungedeckten Bedarf unter 200.000 Euro zu halten, informierte der Rathaus-Chef. Den Haushalt stellte Musikschulleiter Otto Dufter vor. Er erklärte, dass das Musikschulgebäude im Dachgeschoss energetisch optimiert werden soll. Zudem wird in jedem Unterrichtsraum ein LAN-Anschluss verlegt. Diese Investitionen erhöhen den Vermögenshaushalt. Diem betonte, dass der Fehlbetrag nicht als Defizit, sondern als Zuschuss zu sehen sei.
Ob sich der Zusammenschluss zum Musikschulverband bewährt habe, interessierte Hans Genghammer. Davon überzeugt zeigte sich Dufter, sprach von Synergieeffekten. Auch wären sonst die Personalkosten höher.
Ohne Diskussion nahm der Marktgemeinderat den Haushaltsplan einstimmig an. Erwartet werden Einnahmen von 1,2 Millionen Euro und Ausgaben von 1,4 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt. Der Abgleich von knapp 200.000 Euro geht zulasten der Gemeinde. Im Vermögenshaushalt werden aufgrund der Investitionen in das Gebäude 83.000 Euro als Ausgaben eingestellt. /JF