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Grassauer Gemeindezeitung
Ausgabe 4/2024
Das Rathaus berichtet
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Tourismus weist gute Bilanzen auf

Drei dieser Fahrrad-Reparaturstationen sind im Gemeindegebiet verteilt. Diese ist bei der Tourist-Information zu benützen

Neue Homepage in Vorbereitung

Mit einem Gästeplus von drei Prozent und insgesamt 117.000 Übernachtungen zeigte sich Leiter der Tourist-Information Max Felber in der Marktgemeinderatssitzung zufrieden. Er informierte über die sich im Aufbau befindliche neue Homepage wie auch über Gästewerbung.

Bürgermeister Stefan Kattari erinnerte an den Beschluss, eine neue Homepage erstellen zu lassen. Damit geht auch einher, dass die Imagebroschüre der Tourist-Information noch nicht umgesetzt wurde. Diese soll mit QR-Codes versehen werden, die dann direkt auf die Homepage leiten. „Was im Tourismushaushalt wie ein Defizit aussieht, halte ich für eine Wirtschaftsförderung“, betonte der Rathauschef. Er fügte hinzu, dass dies auch Wirtschaftsförderung im engen Sinne sei, denn in Grassau gebe es auch noch Wirtshäuser, was nicht mehr in allen Dörfern der Fall ist. Viele Bereiche profitieren von dem Tourismus und dem Konsumverhalten der Touristen.

Unverändert, so berichtete Tourismusleiter Max Felber, sei die personelle Ausstattung der Tourist-Informationen in Grassau und Rottau und auch in den Werbegemeinschaften sei Grassau vertreten. Die Gästekarte konnte aufgewertet werden und mit dieser kostenlos das Angebot des RVO genutzt werden. Auch wenn der Landkreis Rosenheim nun nicht mehr zum RVO gehört, gelang es, dass die Gästekarte weiterhin bis Prien gültig ist. Intern werde die Software umgestellt und die Mitarbeiter geschult. Nach Außen wirkt dann die neue Webseite. Mit dieser sei, so Felber, eine zielgerichtete Kommunikation leichter. Insgesamt besuchten 32.000 Gäste das Gemeindegebiet und blieben 117.000 Nächte. Dies bedeutet ein kleines Plus von einem Prozent an Übernachtungen und eine Erhöhung der Gästezahlen von drei Prozent. In Rottau resultierte ein leichtes Minus an Gästezahlen bedingt durch ein geringeres Angebot an Betten. Nach wie vor sind Ferienhäuser und -wohnungen besonders beliebt. Eine Aufgabe für die Zukunft müsse es sein, so Felber, jüngere Gästegruppen anzusprechen. Bislang sind die meisten Gäste zwischen 50 und 64 Jahre alt. Geworben wird auf den Social Media Kanälen, die einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Hierfür wurden zudem professionelle Fotos und Videos in Auftrag gegeben. Das klassische Unterhaltungsprogramm mit Führungen wird weitergeführt. Der Radtourismus ist sehr beliebt. So wurden im Gemeindegebiet drei weitere Radreparatur-Stationen aufgestellt, darunter eine an der Tourist-Information, die nach Aussage des Tourismus-Leiters sehr gut frequentiert ist, eine weitere in Mietenkam und eine in Rottau. Ein platter Reifen kann an diesen Stationen schnell gewechselt werden. Werkzeug und Pumpen sind vorhanden.

Er informierte weiter über die Luftmessung, die im vergangenen Jahr wieder anstand, um das Prädikat Luftkurort führen zu dürfen. Diese Messung wurde erfolgreich bestanden und das Prädikat gelte für die nächsten fünf Jahre. Betten für eine Nacht gehen jedoch ab. Franz Pletschacher fragte an, ob schon über eine Art kleine Boxen für eine Nacht überlegt wurde. Gedanken habe man sich hinsichtlich der Kurzübernachtungen bereits gemacht, so Kattari. Versuche, ein mittelklassiges Hotel zu etablieren, haben noch nicht zum Ziel geführt. Klaus Noichl erkundigte sich nach Anfragen bezüglich Caravan- Stellplätzen. Die Nachfragen, so Max Felber, seien vorhanden.

Kurz wurde der Tourismushaushalt vorgestellt, der in den Einnahmen mit 450.000 Euro und in den Ausgaben mit 597.000 Euro aufgestellt wurde. Den Abgleich von 147.000 Euro trägt die Gemeinde. Der Saldo sei so hoch, da in diesem auch die Kosten für die neue Webseite integriert sind. In den folgenden Jahren wird dieser Abgleich, so Felber, wieder unter 100.000 Euro liegen. Ohne weitere Diskussion wurde der Tourismus-Haushaltsvorschlag angenommen. tb