„Alles wird teurer und wir haben ein Defizit von über einer Million Euro für die Kindertageseinrichtungen!“ Mit dieser Information eröffnete Bürgermeister Stefan Kattari die Diskussion zur Neufestsetzung der Gebühren für Kindergarten, Krippe und Hort. Einstimmig votierte der Marktgemeinderat für eine Erhöhung.
Alle Kindertageseinrichtungen im Gemeindegebiet und im KiTa-Verbund – zudem neben Marquartstein und Staudach-Egerndach auch Übersee gehört – sollen die gleichen Gebühren haben. Die Eltern sollten die Einrichtung wegen der pädagogischen Konzepte und nicht wegen der Gebühren wählen, betonte der Bürgermeister. Laut Kattari soll die Grundbetreuung im Kindergarten – also vier Stunden täglich – anstatt 110 Euro nunmehr 135 Euro im Monat betragen. Die Eltern erhalten vom Staat einen Zuschuss von 100 Euro, so dass die monatliche Belastung bei 35 Euro liegt. Der Betrag erhöht sich je zusätzlicher Stunde um 13,50 Euro. Die Geschwisterermäßigung soll künftig pauschal 20 Euro betragen. Keinen staatlichen Zuschuss erhalten Eltern für einen Krippenbetreuungsplatz. Auch hier werden die Gebühren angehoben. Lag der Grundbetrag für eine tägliche Betreuung von ein bis zwei Stunden bei 180 Euro monatlich, steigt der Betrag nun auf 200 Euro. Jede weitere tägliche Betreuungsstunde kostet 20 Euro im Monat mehr. Eine Ermäßigung gibt es auch hier für Geschwisterkinder. Bei der Integrationsgruppe im Kindergarten Sankt Irmingard, die einen anderen Betreuungsschlüssel hat, wird die Gebühr für bis zu fünf Stunden auf 165 Euro angehoben. Eine geringere Buchungszeit ist hier nicht möglich. Gleichwohl steigen die Gebühren für den Besuch des Horts im Kindergarten Mariä Himmelfahrt von 80 auf 100 Euro. Auch für den Besuch des Horts gibt es keinen staatlichen Zuschuss.
Ohne Widerspruch stimmte der Rat für die Gebührenerhöhungen im Kinderbetreuungsbereich. Tb