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Grassauer Gemeindezeitung
Ausgabe 4/2026
Das Rathaus berichtet
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Das Rathaus berichtet

Vandalismus, Bauprobleme und eine Auszeichnung

Neben der Verabschiedung eines unspektakulären Haushalts für die Schule waren die Informationen aus dem Schulalltag der Grund- und Mittelschule Grassau für die Mitglieder des Schulverbands von Interesse. Dies betraf die Gemeinden Marquartstein, Grassau und Staudach-Egerndach sowie den Baufortschritt des Schulprojekts.

Zunächst wurde der Haushalt mit den jeweiligen Umlagesummen, die die Gemeinden zu tragen haben, kurz aufgezeigt. Als Schulaufwandsträger sind die Mitgliedsgemeinden unter anderem für die Ausstattung der Schule sowie für die Schülerbeförderung zuständig. Entsprechend der Schülerzahlen haben die Gemeinden Umlagen an den Schulverband zu entrichten.

Neue Bücherei und Leseprojekte

Wesentlich interessanter waren die Ausführungen des Schulleiters Marcus Ullrich zum Schulbetrieb. Er informierte, dass im Staudach-Egerndacher Schulhaus nun eine kleine Bücherei im Entstehen sei. Dank vielseitiger Unterstützung des Schulverbands, des Elternbeirats, des Fördervereins und der Regierung konnte das Zimmer links vom Eingang neu gestrichen und mit Schülern einige Regale gefertigt werden. „Das war ein tolles Gemeinschaftsprojekt“, betonte Ullrich. Um den Schülern das Lesen schmackhaft zu machen, folgen im März Leseprojekte, die in Kooperation mit der Grassauer Bücherei abgehalten werden. Sowohl in der Schule als auch abends in der Bücherei werden zwei preisgekrönte Autoren, Sepp Mall mit „Ein Hund kam in die Küche“ und Markus Ostermair mit „Der Sandler“, lesen. Zudem wird es weitere Lesungen an der Schule sowohl für die Grund- als auch die Mittelschule geben.

An der Schule gibt es zudem einen weiteren, kleinen Erfolg zu feiern, denn sie wird mit dem Profil „Sport-Grundschule“ ausgezeichnet. Als Preis gewährt die bayerische Staatsregierung neben 1.000 Euro für Spiel- und Sportgeräte auch eine zusätzliche Sportstunde in den ersten Klassen.

Defizite bei der Sprache und Vandalismus-Probleme

Im Anschluss an die Lesungen sprach Ullrich über die Sprachstandserhebungen für Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren, die verbindlich vor der Einschulung erfolgen müssen. Hier werden die Sprach- und Deutschkenntnisse der künftigen Schüler beurteilt. Von den Kindergärten erhielten 46 der insgesamt 88 zu testenden Kinder eine Befreiung und sind demzufolge schulfähig; 42 sind zu prüfen. Dies, so Ullrich, sind 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bei vier bis acht Kindern wird voraussichtlich ein verpflichtendes Kindergartenjahr folgen, um die Chancengleichheit in der Schule zu gewährleisten.

Ein Problem, das die Grassauer Schule mit vielen anderen teilt und das scheinbar ein Trend in den sozialen Medien ist, ist die absichtliche Verschmutzung der Toiletten. Dies führte, so Ullrich, zu einer neuen Regelung. Die Toiletten der Mittelschule sind verschlossen, und der Schlüssel wird nur auf Verlangen ausgehändigt. Der Benutzer muss nach dem Besuch den einwandfreien Zustand bestätigen. Dies, so Ullrich, müsse sein, um auch das Reinigungspersonal zu schützen.

Baufortschritt: Probleme mit der Dämmung

Weitere Informationen zum Baufortschritt brachte Bürgermeister Stefan Kattari. Im Bauabschnitt II gehe es zügig voran. Nach dem Rückbau des Grundschulgebäudes steht nun wieder der Aufbau an, und die Zimmer nehmen Gestalt an. Leider habe es Probleme mit der Isolierung des Daches gegeben. Die Dampfsperre hielt nicht, und so musste die feuchte Dämmung entfernt und ausgetauscht werden. Dies sei so nicht geplant gewesen und führe auch zu Mehrkosten. Der Bauabschnitt III, der Neubau des weiteren Schultrakts zwischen Hochgebäude und Turnhalle, schreitet gut voran. Die Dimensionen der künftigen Aula werden sichtbar. Voraussichtlich wird bis Ende des Jahres der Rohbau stehen, vermutet Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Stefan Kattari. Ein Einzugsdatum wollte er nicht nennen, dennoch werde schnell gearbeitet, damit so bald als möglich auf die Schulcontainer, die viel Miete kosten, verzichtet werden kann.

Über die Sanierungen im Staudach-Egerndacher Schulhaus informierte Bürgermeisterin Martina Gaukler. Nachdem die Elektrik erneuert, die LAN-Kabel verlegt und Heizkörper erneuert wurden, steht nun ein neuer Anstrich an. Über das Farbkonzept wird noch entschieden. Die Malerarbeiten werden in den Sommerferien erfolgen.