Erstmals traf sich der Schulverband Grassau zur Sitzung im Staudach-Egerndacher Sitzungssaal, nachdem das Staudach-Egerndacher Grundschulgebäude besichtigt wurde. Zum einen galt es, den Haushalt anzunehmen und zum anderen, über eine weitere Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu beschließen.
Ohne Fragen und einstimmig wurde der Haushaltsplan von den Verbandsmitgliedern unter Vorsitz von Bürgermeister Stefan Kattari angenommen. Somit schließt der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,46 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 180.000 Euro. Die Höhe der Ausgaben für die Schulen umfassen die Verwaltung aber auch die Schulbeförderung und werden über Umlagen von den Mitgliedsgemeinden entsprechend der Schüleranzahl aus diesen Gemeinden gegengerechnet. Wie Schulverbandsleiter Kattari informierte, wird in diesem Jahr die Förderung „Digitalpakt“ in Höhe von 180.000 Euro ausbezahlt. Finanziert werden damit Tablets für die Staudach-Egerndacher Schule in Höhe von 5000 Euro sowie digitale Tafeln für die vier Grundschulzimmer in Höhe von 40.000 Euro. Der mögliche Umbau der Garderoben wird mit 10.000 Euro festgelegt und für die Ausstattung eines Werkraum in der Staudach-Egerndacher Grundschule weitere 5000 Euro fixiert. Notwendig werden auch die Ausschaffungen von Putzmaschinen/Waschmaschinen/Trockner für die Reinigung der Schulgebäude im Verband für insgesamt 15.000 Euro. Weitere 15.000 Euro sind für IT-Einrichtungen vorgesehen und auch die Microsoft Lizenzen schlagen mit 10.000 Euro zu Buche. Es kommen noch die Ausgaben für neue Vorhänge von 20.000 Euro sowie Projekte der Berufsorientierung hinzu. Insgesamt werden 131.000 Euro verplant. Die noch verfügbare Summe von 49.000 Euro aus dem Vermögenshaushalt erhalten anteilig wiederum nach der Summe der entsandten Schüler die Gemeinden zurück.
Laut Schulleiter Marcus Ullrich könnte im ersten Stock des Staudach-Egerndacher Schulhauses die Garderobe im Gang platziert werden und somit ein Raum für den Werkunterricht, der groß genug für 14 Schüler ist, geschaffen werden. Dies hätte den Charme, dass die Schüler nicht mehr zum Werkunterricht nach Grassau gefahren werden müssen. Seiner Ansicht mache es mehr Sinn, wenn der Fachlehrer hin- und her fahre. Allerdings, so entgegnete Bürgermeisterin Martina Gaukler, sei dieser Raum für die Mittagsbetreuung gedacht. Dies muss noch geklärt werden.
Diskutiert wurde zudem über die Ergänzung des Kooperationsvertrags für den Schulverbund Achental. Gemäß Kattari wurde diskutiert, wie die Schulen in Unterwössen und Grassau ihre Schülerzahlen im Mittelschulbereich halten können. Schließlich könne es nicht im Interesse des Schulverbands sein, dass die Mittelschule Unterwössen aufgrund zu geringer Schülerzahlen die Schulart nicht oder nicht mehr durchgängig anbieten kann. Folglich waren die Marquartsteiner Schüler nach Unterwössen gefahren. Ergänzt werden soll der Vertrag folglich mit einem Passus, in dem es heißt, dass der Fortbestand beider Schulen anzustreben ist. Dieses Wort „anzustreben“, sollten gegen „gewährleisten“ getauscht werden. Dies solle der Verbunds-Koordinator, hier der Schulleiter, durch entsprechende Klassenbildung vornehmen. Schulleiter Ullrich intervenierte, denn ein Schulleiter könne dies anstreben, aber nicht gewährleisten, da er nicht wisse, wie die Zukunft aussehe. Wenn die Schülerzahlen nicht reichen, um beide Schulen zu versorgen, ist das Ziel nicht erreichbar, so Andi Scheck Bürgermeister von Marquartstein. Insofern seien für ihn beide Formulierungen möglich. Schließlich einigte sich die Versammlung auf die Formulierung „soll gewährleistet werden“.
Nicht strittig war die Beschäftigung einer weiteren Person im Bundesfreiwilligen-Dienst (Bufdi) an der Schule. Konrektorin Dr. Christine Mix erläuterte den Antrag. Bislang ist ein Bufdi an der Schule beschäftigt, der sowohl in der Grund- wie Mittelschule eingesetzt wird. Dieses freiwillige Jahr dient den jungen Menschen als Berufsorientierung. Dieser wird vormittags im Schulbereich zu Beaufsichtigungen in Schulklassen und beim Schwimmunterricht, im Inklusionsbereich und der Deutschförderung sowie nachmittags in der offenen Ganztagesschule eingesetzt. Der zukünftige Bufdi solle auch an der Staudach-Egerndacher Schule eingesetzt werden. Diese zusätzliche Kraft würde dem Schulverband rund 8000 Euro im Jahr kosten. Diesem Antrag der Schule stimmte alle Verbandsräte zu. tb