Ende 2027 ist es aus und vorbei, das Car-Sharing Projekt wird beendet, da es nicht wirtschaftlich ist. Noch sind es zu wenig Nutzer. Auf Empfehlung des Finanz- und Haushaltsausschusses wird das Projekt bei gleichbleibender Resonanz ab 2028 nicht weitergeführt, so entschied der Marktgemeinderat einstimmig. Drehen könnte sich das Rad nur, wenn sich der Betrieb wirtschaftlich darstellen lasse und mehr Bürger das Angebot nutzen.
„Wir sind ziemlich weit weg von einem wirtschaftlichen Betrieb des Car-Sharing Modells", bedauerte Bürgermeister Stefan Kattari. Nach über zwei Jahren zeigt sich, dass das Angebot zu wenig nachgefragt werde, obwohl gerade jetzt bei hohen Spritkosten das E-Fahrzeug eine gute Option sein könnte. Zwar steigt die Zahl der registrierten Personen, die das Fahrzeug leihen würden, nicht aber die gefahrenen Kilometer und somit die Einnahmen. Wie Bürgermeister Stefan Kattari informierte, werde das Auto, ein geräumiger E-SUV der Marke Peugeot geleast. Der Car-Sharing Betrieb wird durch eine Firma, die auch die anderen Car-Sharing Fahrzeuge in den Nachbargemeinden organisiert, garantiert. Das funktioniert gut und dennoch sei man, so Kattari, deutlich von einem wirtschaftlichen Betrieb entfernt. Das Leasing-Angebot kann bis Januar 2028 verlängert werden. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch das Projekt enden. Es wurde auch überlegt, das Fahrzeug käuflich zu erwerben, was ebenfalls nicht wirtschaftlich sei. Der Rathauschef erinnerte weiter an die Anfrage von Agenda Arbeitskreissprecher Klaus Donath, der in der Bürgerversammlung die ehrenamtlichen Seniorenfahrdienste ansprach, die jeden Donnerstag mit dem Car-Sharing Mobil durchgeführt werden. Hierfür müsse dann eine Lösung gefunden werden, so der Rathauschef. Er betonte, dass dieser Fahrdienst, der nun seit einem dreiviertel Jahr angeboten werde, sehr sinnvoll sei. Tom Hagl fragte nach der Zahl der Nutzer. Dies konnte jedoch nicht beantwortet werden. Warum bereits jetzt über die Fortführung entschieden werde, interessiert Dr. Winfried Drost. Kattari betonte, dass dies aus Wirtschaftlichkeitsgründen erfolge. Sollte sich in den nächsten Monaten ein wirtschaftlicher Betrieb zeigen, dann könnte der Marktgemeinderat seine Entscheidung auch noch revidieren. Wer sich vorstellen könnte, ein Car-Sharing Fahrzeug zu nutzen, sollte dies in der nächsten Zeit machen, ansonsten ist die Gelegenheit vertan. Dr. Drost fügte hinzu, dass angesichts der enormen Benzinpreissteigerungen das E-Auto eine kostengünstige Alternative sein kann.
Einstimmig entschied der Rat, das Car-Sharing Projekt im Dezember 2027 zu beenden und den Leasingvertrag bis dahin fortzuführen.