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Grassauer Gemeindezeitung
Ausgabe 9/2026
Das Rathaus berichtet
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Das Rathaus berichtet

Schulhausbau läuft geordnet weiter

 

Das Schulhausprojekt läuft ungehindert weiter. Derzeit wird das neue Schulgebäude errichtet. Die Ausmaße des neuen Schulhauses lassen sich bereits erahnen. Architekt Simon Bauer von der BEGS Planungsgruppe stand in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung Rede und Antwort.

Derzeit werde am Innenausbau des Grundschulgebäudes nach erfolgter Entkernung gearbeitet und Versorgungsleitungen gelegt, informierte der Planer. Der Ausbau geht zügig voran. Diese Arbeiten können von außen weniger gesehen werden, während die Baumaßnahme des neuen Schultrakts auch von der Bevölkerung gut beobachtet werden kann und durch Fertigbauteile schnell wächst. Architekt Simon Bauer gab zudem Informationen zu den Baukosten. Das Gesamtprojekt Schule schätzt der Planer jetzt auf 33,7 Millionen Euro. Nach dem Bauzeitenplan werde Ende des Jahres das Dach auf den Erweiterungsbau aufgesetzt. Dann kann der Innenausbau beginnen und ein Umzug in die neuen Räumlichkeiten sei für 2028 vorgesehen.

„Über viele Jahre hat uns dieses Projekt beschäftigt und in dieser Zeit sind die Kosten gewachsen“, so Bürgermeister Stefan Kattari. Er erwähnte Energiekrise und Krieg, dann die intensiven Bautätigkeiten und Firmen, die ausgelastet waren. Man dürfe froh sein, dass man aktuell bei der Vergabe von Gewerken unter den geschätzten Kosten bleibt, meinte er. Hinsichtlich Fertigstellung werde er keine Aussagen treffen, denn vor Überraschungen sei man nie gefeit. Jedenfalls werde gut und schnell gearbeitet. Tom Hagl kritisierte, dass die Kosten der Beleuchtung bei der ersten Ausschreibung zu gering bemessen waren. Kattari erklärte, dass dies auf einem unvollständigen Leistungsverzeichnis der ersten Elektrofachfirma beruht. Mittlerweile ist eine andere Firma zugange, die den Überblick hat. Klaus Noichl fragten nach einer Kostenaufstellung von Nachträgen, um Kostenmehrungen bei den Gewerken nachvollziehen zu können. Dass es zu zusätzlichen Kosten im Altbaubestand kommen könne, sei verständlich, doch beim Neubau weniger, betonte er. Er verwies auf die Dämmung, die in der Ausschreibung mit 300 Quadratmetern angegeben war, dann jedoch tatsächlich 1000 Quadratmeter gebraucht wurden. „Damit habe ich ein gewaltiges Problem“, so Noichl. Planer Bauer gab zu, dass es sich hier um einen Fehler gehandelt habe. Doch seiner Ansicht nach rede man über Kosten, die ohnehin gekommen wären. „Dann aber hätte man dies von Anfang an gewusst“, ergänzte Noichl. Die Menge macht hier den Preis. Demzufolge wollte auch Sepp Grießenböck wissen, was nun 300 Quadratmeter Dämmung und was 700 Quadratmeter Dämmung kosten. Dies, so Bauer, werde nachgeliefert. Grießenböck erkundigte sich, wann mit einem Abzug der Schulcontainer gerechnet werden kann. Sobald der Bauanschnitt II, und der Zeitpunkt kann nicht eingegrenzt werden, fertig sei, werden auch zwei Container abgebaut, informierte der Rathauschef.

Angesicht der Kostenmehrung in den letzten Jahren fragte Dr. Gustl Trimpl, ob ein Abriss der Schule und kompletter Neubau nicht doch günstiger gekommen wäre. Mehrfach, so der Planer, wurden die Kosten gegenübergestellt und nach Fertigstellung liege man weit unter den Kosten eines Neubaus. Damals, so ergänzte Bürgermeister Kattari, wurden die Neubaukosten auf 40 Millionen Euro geschätzt und damit doppelt so hoch als eine Sanierung. Zudem hätte es für einen Neubau auch keine Förderung gegeben.

Nach den weiteren Baumaßnahmen im Neubau erkundigte sich Franz Heuberger. Gemäß Planer werde die Bodendecke folgen und dann weiterhin mit Fertigbetonteilen die nächsten Geschosse bis zum dritten Obergeschoss gebaut. Im Dachgeschoss wird auf Fertigbauteile verzichtet, um flexibler zu agieren. Genghammer fragte nach den Zuschüssen der nunmehr 33,7 Millionen Euro teuren Maßnahme. Mit einer Förderung in Höhe von 15 Millionen Euro sei zu rechnen, erklärte Kämmerer Tobias Gasteiger. In regelmäßigen Zeitabständen wird über den Baufortschritt informiert. tb