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Groß-Bieberauer Nachrichten
Ausgabe 11/2026
Schulnachrichten
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Der Jahrgang 6 der AES zu Besuch bei der Cohors II Raetorum

In der vergangenen Woche unternahmen die vier sechsten Klassen des Gymnasialzweigs der Albert-Einstein-Schule im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Exkursion zur nahegelegenen Saalburg bei Bad Homburg.

Ein zentrales Ziel dieser Unternehmung war es, den Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Einblick in das Alltagsleben römischer Legionäre zu vermitteln. Während einer rund einstündigen Führung erfuhren sie anschaulich, welche Vorteile es bot, nach 25 Jahren Dienstzeit römischer Staatsbürger zu werden, wie die Unterkünfte der Legionäre aussahen, warum viele von ihnen abgeschliffene Zähne hatten und weshalb ein römischer Soldat auf seinen Märschen ein Gepäckgewicht von bis zu 50 Kilogramm tragen musste. Auch die Bedeutung der Feldzeichen – etwa des Signums oder des Legionsadlers – kam zur Sprache. Mit großem Interesse betrachteten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Originalfunde und Nachbildungen, darunter chirurgische Instrumente wie Skalpelle, Pflegeutensilien wie Striegel, sowie Schmuck, Werkzeuge und Waffen.

Im Anschluss an die Führung erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Aktivprogramm. Ausgestattet mit Holzschwert und Schild durften sie selbst in die Rolle der Legionäre schlüpfen, einfache Kampftechniken erlernen und sich in der berühmten „Schildkrötenformation“ üben – mit großem Spaß und Begeisterung.

So wurde der Besuch der Cohors II Raetorum für den Jahrgang 6 zu einer ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Zeitreise in die Vergangenheit. Einig waren sich am Ende alle: Geschichte lässt sich am besten verstehen, wenn man sie erlebt.

(R. Schaal/S. Klingler)