Um deutlicher als bisher auf das Vorhandensein einer Synagoge in Groß-Bieberau hinweisen zu können, hat auf eine Anregung von Stadtrat Georg Weber der Magistrat beschlossen, eine entsprechende Informationstafel in der Nähe des ehemaligen Standortes am Haus Marktstraße Nr. 7 (Physiopraxis Janßen) anbringen zu lassen, nachdem zuvor auch Dr. Sebastian Schellhaas hierzu seine Zustimmung erteilt hatte.
Ergänzend zu dem bestehenden Gedenkstein, dessen Inschrift überarbeitet wurde, wird mit einem Lageplan und einem informativen Text somit gut sichtbar auf das frühere jüdische Gebetshaus im hinteren Teil des Grundstücks und zugleich auch auf die ebenfalls nicht mehr existierende jüdische Schule hingewiesen.
Die jüdische Schule, die später noch als Wohnhaus diente, wurde im Zuge der Neugestaltung des Grundstücks in den 1980er Jahren abgebrochen, während die Synagoge am 10. und 11. November 1938 der Zerstörung durch ortsansässige Nationalsozialisten zum Opfer fiel.