Liebe Geschwister im Glauben,
nach meiner Priesterweihe am 6. Juli 2024 im Hohen Dom zu Mainz, bin ich von Gießen, wo ich als Diakon eingesetzt war, nach Worms gezogen. An meiner ersten Kaplanstelle, der inzwischen neugegründeten Pfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau, durfte ich zwei Jahre lang die vielfältigsten Erfahrungen machen. Umso mehr freue ich mich auf meine zweite Ausbildungsstelle bei Ihnen im Otzberger Land, wo ich das bisher Erlernte weiter vertiefen kann und mit Neuem anreichern darf.
Bald ist es so weit, dass wir uns auch persönlich begegnen werden. Denn ab dem 1. August beginne ich meinen Dienst in Ihrer Pfarrei Heilig Geist. Auch wenn ich in Groß-Umstadt wohnen und der Ansprechpartner vor Ort sein werde, bin ich in der gesamten Pfarrei tätig.
Mit meinen 43 Jahren gehöre ich - Lukas Tyczka - zum älteren Semester, denn mein Theologie- und Philosophiestudium liegt schon etwas länger zurück, sodass ich auf einige berufliche Stationen zurückschauen darf. Unter anderem war ich Ordensmann, Krankenpflegehelfer, Gymnasiallehrer und Pastoralreferent, bevor ich mich für den priesterlichen Dienst im Bistum Mainz entschieden habe.
Als gebürtiger Oberschlesier, der jedoch im Rheinland aufwuchs, kann ich mein schlesisch-rheinisches Temperament nicht verbergen, aber auch nicht meine Leidenschaft für meinen Dienst am Menschen. Klassisch habe ich mich als Kind und Jugendlicher bei den Messdienern, in Chören und in der Jugendverbandsarbeit des BDKJ engagiert; letztere führte mich 2008 beruflich in die Wetterau.
Schnell werden Sie bemerken, dass mein Herz für kranke und alte Menschen brennt. Ein besonderes Herzensanliegen ist mir die Sterbebegleitung sowie die Trauerbegleitung der Hinterbliebenen. Aber auch alles andere bereitet mir Freude, wenn es ein Dienst am und für den Menschen ist. Vielleicht beschreibt mich das Leitwort [vgl. Röm 12,15] meiner Diakonenweihe (23.10.2022) ganz gut: „Freut euch mit den Fröhlichen; weint mit den Weinenden.“ Aber machen Sie sich selbst ein Bild, bei unserem baldigen Kennenlernen.
Es wird meine zweite Kaplanstelle bei Ihnen sein, so muss ich noch einiges lernen und in vieles hineinwachsen. Daher bitte ich Sie jetzt schon um Nachsicht und Geduld, wenn ich Fehler mache, und freue mich über Ihre konstruktive Kritik, Ihre Unterstützung und gemeinsames Gestalten unseres Pfarreilebens, aber auch um Ihr begleitendes Gebet für meinen priesterlichen Dienst.
Mit Vorfreude grüßt Sie herzlich