In den 5. und 6. Klassen der Albert-Einstein-Schule Groß-Bieberau wurden in der vergangenen Woche die REFLEX Media Days durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Projekt zum Jugendmedienschutz und zur Medienkompetenzförderung. Jugendmedienschutzberater*innen Dagmar Ast und Kai Baltzer gestalteten und führten das Programm durch.
In den 5. Klassen – bei denen das Projekt jeweils einen ganzen Schultag umfasste – tauchten die Schülerinnen in die Lebenswelt von Fabienne ein, einem Mädchen in ihrem Alter, das mit den vielen Gefahren, die im Internet lauern, konfrontiert wird. Dabei schilderten die Schülerinnen ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken und trugen so dazu bei, gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie Fabienne künftig besser geschützt sein kann. Durch wissenswerte Kurzfilme und Informationen, die durch Quizzes im Stil von 1, 2 oder 3 vertieft wurden, verging die Zeit wie im Flug.
Herr Baltzer berichtete von seiner eigenen Jugend in den 80er- und 90er-Jahren, in denen es die Vielzahl an digitalen Medien, Möglichkeiten und Gefahren noch nicht in diesem Umfang gab. Interessanterweise konnten viele Schüler*innen ihr eigenes Medienverhalten gut reflektieren und sehnten sich zum Großteil nach einer Zeit, in der Medien in ihrer Sicht weniger Vergleichsdruck und ständige Erreichbarkeit bedeuteten, sondern mehr Ruhe und Freiheit boten.
Folgenden Fragen wurde in lebendiger und motivierender Weise nachgegangen:
„Wie entstand und funktioniert das Internet?“
„Was ist Medienkompetenz und warum ist sie so wichtig?“
„Woher stammt das Speichersymbol und wie sah das erste Handy aus?“
„Was kann man Tolles mit digitalen Medien gestalten?“
„Wie viele Menschen benutzen das Internet weltweit, und wie viele Stunden Filmmaterial werden pro Tag auf sozialen Plattformen hochgeladen?“
„Welche Aufgaben haben Eltern bei der Medienerziehung?“
„Gibt es Probleme mit Datenschutz, Challenges, Algorithmen und Kommunikation auf Social Media?“
„Was ist das Problem an öffentlichen Profilen und der Gesichtserkennung?“
„Wie sieht ein sicheres Passwort aus und warum ist ein Logout so wichtig?“
„Wie beeinflussen Medien die Freizeitgestaltung, und warum werden wir so leicht von ihnen abhängig?“
„Welche Konsequenzen hat übermäßiger Konsum, und was hat das mit Melatonin und Dopamin zu tun?“
„Warum sind Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild wichtig – gerade im Hinblick auf KI und ihre Weiterentwicklung?“
„Wie könnte eine stressfreiere Zukunft im Einklang mit der Nutzung neuer Medien aussehen, und wie können wir Problemen (auch durch die vertrauliche schulische Beratung im Fachbüro Medien) begegnen?“
Als Ausklang des Medientages sahen die Schüler*innen einen sehr eindrucksvollen Kurzfilm über Cybermobbing. Dieses Thema wurde in der 6. Klasse anschließend im Rahmen einer Doppelstunde nochmals aufgegriffen. Hinzu kam das aktuell stark beachtete Thema Cybergrooming. Das Vorgehen der Täter wurde dabei näher beleuchtet, ebenso wie wichtige Präventionsmaßnahmen.
Wir danken den Schüler*innen für die rege Teilnahme an den REFLEX Media Days. So macht die Vermittlung von Medienkompetenz und Jugendmedienschutz allen Beteiligten viel Spaß und Freude.
Dagmar Ast und Kai Baltzer