Titel Logo
Amtsblatt Großheirath
Ausgabe 13/2026
Allgemeine Nachrichten
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Allgemeine Nachrichten

Renten steigen auch in der Grünen Branche

Gute Nachricht für Rentenbeziehende der Landwirtschaftlichen Alterskasse und Berufsgenossenschaft: Zum 1. Juli 2026 steigen die Renten um 4,24 Prozent.

Wie in der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhen sich die Renten auch in der Grünen Branche dieses Jahr wieder deutlich. Die Rentenanpassung beträgt zum vierten Mal seit fünf Jahren über vier Prozent.

Der allgemeine Rentenwert in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) sowie der Anpassungsfaktor für die vom Jahresarbeitsverdienst abhängigen Renten der Unfallversicherung verändern sich entsprechend dem Prozentsatz, um den sich die Renten der Deutschen Rentenversicherung erhöhen.

In der AdL steigt der allgemeine Rentenwert von 18,83 auf 19,63 Euro. Alle Rentenbezieher werden durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau schriftlich über die jeweilige Höhe ihrer Rentenanpassung informiert.

Unfallzahlen 2025 – SVLFG meldet erneuten Rückgang

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) verzeichnet für 2025 einen weiteren Rückgang der Unfallzahlen um rund 3,7 Prozent. Insgesamt kam es im vergangenen Jahr zu 55.648 meldepflichtigen* Arbeits- und Wegeunfällen. 2024 waren es 57.816. In 2025 endeten 93 Unfälle tödlich, das sind sechs weniger als im Jahr davor.

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sank die Zahl um rund 4,6 Prozent auf 30.503 Fälle. Tödlich endeten hier 58 Unfälle. Trotz rückläufiger Unfallzahlen bleiben der Umgang mit Tieren (12.089) und Instandsetzungsarbeiten (7.458) mit jeweils 13 tödlichen Unfällen besonders unfallträchtig.

Gartenbau

Im Gartenbau blieb die Fallzahl mit 17.682 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. In dieser Branche kam es zu zehn tödlichen Unfällen. Prägende Unfallursachen sind hier das Stürzen auf unbefestigten Wegen sowie der Umgang mit Heckenscheren, Motorsägen und Handwerkzeugen.

Forstwirtschaft

Die Forstwirtschaft verzeichnete den stärksten relativen Rückgang mit rund 14,1 Prozent weniger Unfällen (insgesamt 4.454). Auch die Zahl der tödlichen Unfälle verringerte sich deutlich auf 24. Unfallschwerpunkt bleibt die Holzernte mit Tätigkeiten wie Fällungen, Holzaufarbeitung, Rücken/Heranbringen sowie Verladen/Transportieren. Häufigste Unfallursache im Forst sind herabfallende Baumteile.

Jagd

Bei der Jagd wurden 460 Unfälle registriert. Tödliche Unfälle gab es 2025 nicht — zuletzt war dies 2021 der Fall. Unfälle ereignen sich meistens auf unbefestigten Wegen sowie an und auf Hochsitzen sowie bei deren Instandhaltung.

Sonstige

Die übrigen 2.549 Unfälle, davon ein tödlicher, ereigneten sich in versicherten Institutionen, zum Beispiel Bauernverbänden, Landwirtschaftskammern und ähnlichen, sowie in Fällen, die keiner der zuvor genannten Branchen zugeordnet werden konnten.

Hier passiert am meisten

Konstant weist die Statistik über die letzten Jahre in der Gruppe der 19- bis 25-Jährigen die meisten Unfälle aus, gefolgt von der Altersgruppe 56 bis 60. Von den 93 tödlichen Unfällen waren allein 29 der über 70-Jährigen betroffen. Die Hauptunfallzeit liegt entsprechend der Arbeitszeitspitzen regelmäßig im Monat Juli, der im vergangenen Jahr 9,3 Prozent des Un-

fallgeschehens ausmachte. Naturgemäß ist der Dezember mit 6,6 Prozent der unfallärmste Monat.

Berufskrankheiten

Im Jahr 2025 wurden von der SVLFG als Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) 2.830 Verdachtsfälle als Berufskrankheit anerkannt. Davon entfielen die meisten auf Hautkrebs durch natürliche UV-Strahlung (1.473). Das Parkinson-Syndrom durch chemische Pflanzenschutzmittel wurde im Jahr 2025 in 413 Fällen als „Wie-Berufskrankheit“ anerkannt.

Unfallrenten

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bewilligte die SVLFG als LBG 1.066 neue Renten nach Arbeits- oder Wegeunfällen. Diese machen nur rund 1,75 Prozent aller Renten der LBG aus, die zum Jahresende 60.926 betrugen. Dies verdeutlicht, dass die Rentenlast bei den sogenannten Altfällen liegt.

Leistungsaufkommen maßgeblich für Beitragshöhe

Die SVLFG weist darauf hin, dass sinkende Unfallzahlen nicht automatisch weniger Beitragslast für die Mitglieder bedeuten, denn sie sagen nichts über die Schwere der Verletzungen und den daraus resultierenden Leistungsaufwand aus. Grundlage für die Beitragsrechnungen, die Ende Juli verschickt werden, ist das Umlagesoll. In diesem wird unter anderem die

Entwicklung in den einzelnen Beitragsrisikogruppen zu berücksichtigen sein.

LBG-Zusatzversicherung stärkt individuellen Schutz

Die Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau verlangt täglich großen Einsatz. Mit einer Zusatzversicherung bietet die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) die Möglichkeit, den persönlichen Versicherungsschutz gezielt zu erweitern.

Viele Menschen in der Grünen Branche leisten körperlich anspruchsvolle Arbeit und tragen große Verantwortung - oft über Generationen hinweg. Mit der Zusatzversicherung schafft die LBG eine höhere finanzielle Sicherheit und stärkt die individuelle Vorsorge. Sie ergänzt die gesetzliche Absicherung der LBG und kann helfen, finanzielle Belastungen nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit besser abzufedern. Versicherte profitieren von individuell wählbaren Leistungen und einem Plus an Schutz - angepasst an die persönliche und betriebliche Situation. Diese freiwillige Ergänzung unterstützt dabei, Risiken bewusster abzusichern und Zukunftsperspektiven zu stärken. Gerade in familiengeführten Betrieben ist Verlässlichkeit ein entscheidender Faktor. Die Berufsgenossenschaft informiert transparent und persönlich über die verschiedenen Möglichkeiten der Zusatzversicherung. Interessierte können sich individuell beraten lassen und gemeinsam mit der LBG die passende Lösung finden. Weitere Informationen gibt es unter www.svlfg.de/zusatzversicherung-bg.

SVLFG