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Hallo Franken
Ausgabe 1135/2021
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Yurashi - Die sanfte Therapie gegen Schmerzen

Konzept und Wirkung

Forchheim. Von ihrem Ursprung her ist die von Koji Matsunaga und seinem Vater seit 2003 in Japan entwickelte „Therapie der sanften Berührung“. Sie wird zur Behebung akuter und chronischer Schmerzzustände eingesetzt, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Zusammenhang zwischen den Kontraktionen des Muskelgewebes und der Schmerzen liegt. Das sanfte und behutsame Lösen der Abwehrspannungen und Kontraktionen ruft eine erstaunlich große Veränderung der Schmerzen und des damit verbundenen Unwohlseins hervor und führt zu einem tiefen Entspannungsgefühl. Der Vergleich mit der sanften Schmerztherapie, die eine wissenschaftlich-medizinisch ungebildete Mutter, ihrem schreienden Säugling angedeihen lässt, gab der Therapie ihren Namen.

Das japanische Verb „yura“ bedeutet „sanft wiegen und schaukeln. Eben wie eine Mutter ihr Kind sanft wiegt.

Bleibende Schmerzen, auch second pain genannt, sind das Resultat der im allgemeinen Wahrnehmungszentrum des Gehirns verarbeiteten Informationen. Den Zustand des Körpers misst das Gehirn über die Aufnahme von Sinneseindrücken. Auch verspannte Muskeln sind Ergebnisse dieser Sinneseindrücke, über die Lösung der Verspannung können folglich auch die Schmerzen gelöst werden, da die ursprünglichen Informationen des empfundenen Schmerzes überschrieben werden.

Dass die glatten Gefäßmuskelzellen und das glatte Muskelgewebe der inneren Organe ebenfalls von ihrer Verspannung befreit werden können, ist ein erfreuliches Nebenprodukt der eigens zur Lösung der Kontraktionen verspannter Muskeln entwickelten Manipulationen des Yurashi-Therapeuten am Körper des Patienten: Sanfte Berührungen, vorsichtige Drehbewegungen, leichtes, ruhiges Wiegen und Schaukeln im Rhythmus der Atmung, all das führt den Körper in einen entspannten Zustand mit gelöstem Muskelgewebe. Alle Muskeln können therapiert werden, die Entspannungseffekte breiten sich über den gesamten Körper aus. Dem Körper wird angeboten sich an einen schmerzfreien Zustand zu erinnern und damit geraten Linderung und Heilung diverser innerer, organischer Beschwerden in den Bereich des Möglichen. Wie in jeder anderen Therapie ist es angeraten, eventuell auch seine Lebensweise anzupassen.

Charakteristisch für alle Handlungen des Yurashi-Therapeuten ist es, dass diese niemals die Schwelle überschreiten, die eine Belastung für seinen Patienten darstellen würde: Sie erleben ausnahmslos Entspannung, das parasympathische Nervensystem wird aktiviert, Stress minimiert und seelische Blockaden lösen sich auf. Damit eröffnet sich das Yurashi-Therapiefeld um Bereiche psychischer Beschwerden: Yurashi wirkt im vollen Sinn des Wortes ganzheitlich.

Anwendung

Eine Yurashi-Behandlung wird am bekleideten Körper durchgeführt, meist auf einer Therapie-Liege oder am Boden. In besonderen Fällen auch im Sitzen, selten im Stehen. Durch die Sanftheit der Behandlung dürfen selbst Schwangere behandelt werden.

Bei akuten Sportverletzungen wird durch die Muskelentspannung der Yurashi-Therapie der Blut- und Lymphabfluss angeregt bzw. beschleunigt. Schwellungen reduzieren sich deutlich.

Muskelverspannungen im Schulterbereich führen zu einer Minderdurchblutung des Kopfes. Dadurch entstehen oftmals Kopfschmerzen und Hörstörungen, die durch Yurashi behandelbar sind.

Durch Computerarbeit und häufige Smartphone-Benutzung kommt es zunehmend zu Verspannungen am Rücken und durch Muskelverkettungen zu Beeinträchtigung der Kiefermuskulatur. Dadurch können Zahnschmerzen, Störungen in den Kiefergelenken und Kopfschmerzen entstehen. Auch hier ist Yurashi gut anwendbar.

Da die Methode sehr, sehr, sanft ist, können auch alte Menschen mit Osteoporose gefahrlos behandelt werden.

Anwendungsschwerpunkte

(aus der Erfahrung und der Dokumentation der japanischen Yurashi-Therapeutinnen und Therapeuten)

  • Akutbehandlung (u.a. Sportverletzungen - oder auch unmittelbar nach Operationen)
  • Therapie chronischer Beschwerden
  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Schulter-, Ellenbogen- und Knieschmerzen
  • Hüftbeschwerden
  • Schmerzen bei Arthrose, Sehnenentzündungen
  • Verstauchungen, Quetschungen, Prellungen, Muskelzerrung
  • Meniskusabriss
  • Fibromyalgie
  • Migräne
  • Morbus Osgood Schlatter
  • rheumatische Beschwerden
  • Narbenbehandlung

Gegenanzeigen/Kontraindikationen, Nebenwirkungen und Risiken

Oberstes Gebot ist in jedem Fall die sanfte, schmerzfreie Berührung und Bewegung des Körpers und der Gliedmaßen. Welche Therapieschritte möglich sind, entscheidet sich immer auch nach Maßgabe des Wohlbefindens des Patienten während der Behandlung. Seine Reaktionen auf den herbeigeführten Zustand der Entspannung bestimmen die weitere Vorgehensweise des Therapeuten. Gegenanzeigen und Kontraindikationen sind darum nicht bekannt, die Behandlung ist frei von Risiken. Am Behandlungstag sollte der Patient jedoch viel Wasser trinken und körperliche Anstrengungen so weit als möglich vermeiden.

Als Nebenwirkungen können sich ein Gefühl der Müdigkeit oder - in seltenen Fällen - das Empfinden eines leichten Muskelkaters ergeben. Sie sind ein Hinweis, dass der Körper Neue Bewegungsmuster erlernt und lösen sich in 2 - 3 Tagen ganz natürlich auf.

Kosten

Nach einer Erstanamnese dauert jede Behandlung ca. 30 Minuten. Das kann jedoch beträchtlich variieren, abhängig davon, ob es sich bei den Beschwerden eher um akute Schmerzzustände handelt, oder ob bei einer chronischen Erkrankungen Wiederholungsbehandlungen durchgeführt werden. Je nach Aufwand und Dauer 45 - 80 Euro.