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Hallo Franken
Ausgabe 1185/2023
Forchheim
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Solidarität in der Einen Welt

Ulrich Frey nach seinem Vortrag mit Geschenk vom Weltladen.

15 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Forchheimer Weltladen

Forchheim (E. Görner). 15 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Forchheimer Weltladen, damit auch 15 Jahre Beitrag zur "Solidarität in der Einen Welt" - so lautet das Motto des entsprechenden Vereins, der schon vor 40 Jahren von Ulrich Frey (aus Arzberg im Fichtelgebirge) gegründet wurde und dem auch der Laden in der Wiesentstraße angehört. Wieder in der Hauptstelle der Sparkasse (Cafe Bar) begrüßte Gisela Schmitt (Egloffstein), selbst ehrenamtliche Mitarbeiterin, die vielen Freunde des Weltladens zur Feier des dritten Jubiläums - bisher wurde alle fünf Jahre gefeiert, dabei aber vor allem auch informiert und für die Idee geworben! Engin Erber als Vertreter der Sparkasse (Marktbereichsleiter) und die stellvertretende Landrätin Rosi Kraus sowie Helmut Hof (23 Jahre lang Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung) drückten in ihren jeweiligen Grußworten ihre Hochachtung und ihren Dank für die Arbeit der etwa 15 Damen und des einen Herrn in dem und für den Weltladen aus: Der junge Vater Erber bemerkte, dass er nach der Einladung zum Festabend bei einem Besuch in der Wiesentstraße auch gesunde, nachhaltige Produkte für seine Kinder gefunden habe; Rosi Kraus freute sich über das inzwischen weit über Kaffee und Tee erweiterte Angebot und Helmut Hof betonte den Bildungs- und besonders den sozial-politischen Aspekt der Weltladen-Initiativen und mahnte an, dass die Menschen der armen Länder nicht Almosen bräuchten, sondern gerechten Lohn für ihre Arbeit und entsprechend faire Preise für ihre Produkte. Alle Festredner wünschten dem Forchheimer Weltladen-Team viel Kraft für ihre weitere Arbeit und die Eggolsheimerin Susanne Ehrenspeck (seit sieben Jahren Team-Mitglied), die den Abend auf sehr natürlich-lebendige Weise moderierte, dankte ihrerseits ausdrücklich dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit so gewürdigt wurde und "Mut zu neuen Taten" mache. Sie bat dann zwei Frauen "der ersten Stunden", beide in der KAB und dadurch beeinflusst, nach vorn zu sich an einen kleinen Tisch und ließ sich von ihnen in Form eines Interviews von der Anfangszeit des Weltladens erzählen; die eine war Margit Wünsche, sie wollte nach dem Ende ihres Berufslebens "noch etwas Sinnvolles" tun. Wenig später hat sich Gunda Gebhardt (Kirchehrenbach) angeschlossen; sie hatte in dem Laden in der Martinsstraße einfach angefragt, ob sie sich nützlich machen könne. Auch der Hauptreferent Ulrich Frey freute sich über die erfolgreiche Geschichte des Forchheimer Weltladens, gratulierte herzlich und machte dann mit seinem reich bebilderten Vortrag deutlich, wie viel Sinn es macht, Solidarität durch gut begleitete Projekte nicht nur in Worten zu zeigen, sondern durch Taten wirklich zu leben, und dass es sich dann nicht nur um den berühmt-berüchtigten "Tropfen auf den heißen Stein" handelt! Er selbst hat - mit und ohne Begleitung von Weltladen-Freunden - bereits sieben Reisen nach Kenia in das Zentrale Hochland gemacht. In Mweiga hat er zusammen mit dem Bruder David vom Kloster der St. Josefsbrüder ein "Ziegenprojekt" gestartet, das besonders von den Kenianischen Frauen erfolgreich und inzwischen von diesen praktisch eigenständig betrieben wird. Bevor Susanne Ehrenspeck noch einmal um neue Mithelfer(innen) bat und warb - auch damit, dass man sich je nach Neigung die Aufgaben im und für den Weltladen selber aussuchen kann, lauschten die Gäste noch einmal einem Lied, das als Chanson ursprünglich aus Frankreich um die Welt gegangen ist: Eberhard Wilhelm sang erst auf Französisch, dann auf Englisch das berühmte "Autumn leaves" und Sohn Bernhard begleitete ihn mit Cajon und Ocean Drum. Abschließend konnte man sich vor dem Heimweg noch mit einem kleinen Imbiss (natürlich aus Produkten des Weltladens) stärken.