Die 75-köpfige Bläserphilharmonie Forchheim im Altarraum der Pfarrkirche St. Josef.
Forchheim (H. Kredel). Nun ist es offiziell: Stefan Grefig, Diplom-Kapellmeister aus dem Rheinland und seit Sommer im unterfränkischen Sulzfeld am Main zu Hause, wird neuer Chefdirigent der Bläserphilharmonie Forchheim des Musikvereins Forchheim-Buckenhofen (MVFB)! Das erfuhren die 400 Zuhörer beim traditionellen Weihnachtskonzertes in der bis auf den letzten Platz besetzten Heimat-pfarrkirche St. Josef am Abend des zweiten Adventssonntags.
Mit der "Jingle Bells Fantasy" von John Wasson, fand das 75-köpfige Orchester genau den richtigen Einstieg in eine gute Stunde voll wunderbarer Klänge, welche die Vorfreude auf das Fest der Liebe und Harmonie zu entfachen imstande waren. An dem roten Faden "Vorfreude" orientierte sich auch die Moderation von Martin Borowski, dem künstlerischen Leiter des jungen Theaters Forchheim, der auf seine besondere Art dieses außergewöhnliche Konzert bereicherte.
Erarbeitet und am Dirigentenpult präsentiert wurde das Programm von Christian Libera, der seinerseits im MVFB als künstlerischer Leiter fungiert und somit interimsweise den Stab für dieses eine Konzert übernommen hatte.
"In the bleak midwinter" von Gustav Holst ist eines der "Christmas Corals", welche die trostlose, neblige Winterstimmung widergeben, um am Ende einen hoffnungsvollen Lichtschein aus Richtung des Stalls zu Bethlehem erkennbar zu machen.
Danach die hinreißenden Melodien aus dem allseits bekannten Märchenfilm-Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", der aus den vorweihnachtlichen Programmen aller Fernsehsender nicht wegzudenken ist. Dem zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Chris Pilsner gelang mit der gefühlvollen Vertonung des Cicero-Zitates "Dum Spiro Spero" ein wahres Meisterwerk! "Solange ich atme, lebe ich", gerade in heutigen Zeiten ein Gedanke, der zum Innehalten anregt.
Wie man sich Santa Claus' Rentierschlittenjagd vorstellt, der in wenigen Stunden mit Hilfe von Dasher und Dancer, Donner und Blitzen um den Globus fegt, um alle Kinder dieser Erde zu beschenken, das vermittelt das Orchester mit geballter Energie in "The Night before Christmas". Wobei Martin Borowski mit einer gereimten Erzählung bravourös den Märchenonkel mimt.
Mit dem machtvollen Lobgesang "Halleluja Laudamus Te" von Alfred Reed war auch schon das Ende dieser wirklich beeindruckenden Stunde in die Nähe gerückt. MVFB-Vorsitzender Bernd Froese richtete Dankesworte auch an Pfarrer Mariadas Kalluri, garniert mit einem Spendenscheck des Musikvereins über 1.500 Euro für die geplante Sanierung der Orgel in der St.Josefs-Kirche. Passend dazu zog Organist Georg Horn alle Register und stimmte mit seinem Orgelspiel zusammen mit dem Orchester in den Lobgesang ein!
Die wunderbaren Variationen auf "das ewige Lied" Stille Nacht, heilige Nacht waren wie geschaffen dafür, das Publikum leise und von Vorfreude beseelt auf den Heimweg zu schicken. Gleichwohl brandete ganz am Ende nochmal minutenlanger, stehender Beifall des dankbaren Publikums auf. Sehr zur Freude der Musiker*innen der Bläserphilharmonie Forchheim.