Lauf (Tierhilfe Franken e.V.). Seit ihrer Gründung im Jahre 2005 in Lauf/Pegnitz ist die Tierhilfe Franken ein verlässlicher Partner für Menschen und deren Tiere in Not. Durch ein gut funktionierendes Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern, Pflegefamilien, dem Tierhilfehaus in Betzenstein und einem engen Führungsteam gelang es, konsequent auf Zwingerhaltung zu verzichten und die anvertrauten Tiere, vorwiegend Hunde, in die für sie passenden Familien zu vermitteln.
Doch stößt ein solides Gebilde dann an seine Grenzen, wenn in nur drei Monaten zusätzlich zu üblichen Tierabgaben noch acht „Problemfälle“ aus fünf anderen Landkreisen aufgenommen werden müssen, weil Not am Mann ist und von den Angehörigen glaubhaft versichert wurde, dass die für sie zuständigen Institutionen nicht in der Lage waren, ihnen zu helfen.
• Landkreis Lichtenfels und Forchheim (FT) – Jeanny und Cadillac
Husky-Mischling Jeanny, fast 10 Jahre alt, wurde der Tierhilfe an dem Tag vorbeigebracht, als zu Hause der Umzugswagen stand. Die Besitzerin musste mit Räumungsklage die Wohnung verlassen und konnte den Hund nicht mitnehmen.
Ridgeback-Doggen-Mix Cadillac, mit 7 Monaten abgegeben, leidet an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, die zu Hautausschlägen und Durchfall führt. Der Auslöser dafür ist noch nicht bekannt. Abgabegrund: Überforderung in Erziehung und Ernährungsfragen.
• Fürth – Rike und Lillet
Rike, 12 Jahre alt. Alle Behörden wurden aus dem nahen Umfeld der alkoholkranken Besitzerin informiert: Polizei, Ordnungsamt und Veterinäramt. Alle waren vor Ort, verschafften sich einen Überblick und dokumentierten. Aber nichts geschah. Als Rike bei der TH Franken eintraf, attestierte der sofort hinzugezogene Tierarzt einen katastrophalen Gesundheitszustand. Sie war stark abgemagert, ohne jeglichen Muskel und litt durch zu flache Gelenkpfannen und dem dadurch herausgesprungenen Gelenkkopf unter starken Schmerzen. Eine OP ist derzeit auf Grund ihres Zustandes nicht möglich, sodass sie nun Gewicht zunehmen und durch die Gabe von Schmerzmitteln zum Laufen angehalten werden muss. Danach wird man sehen, ob sie die OP übersteht.
Lillet ist eine 16 Jahr alte Hundedame, die zum Einschläfern zur Tierärztin gebracht wurde. Die Besitzerin war nicht mehr bereit, die anfallenden Tierarztkosten zu übernehmen. Die Ärztin verweigerte aber das Ansinnen, so wurde Lillet bei der Tierhilfe Franken abgegeben.
• Hersbrucker Hinterland - Jonnylein
Jonnylein, 9 Jahre, Powderpuff. Sein Besitzer verstarb und hinterließ ein verfilztes, verwahrlostes Tier, das sich von keinem Fremden anfassen ließ. Verwandte brachten ihn vorbei. Die nötigen Untersuchungen im Bauchraum wie Röntgen, Ultraschall und Blutbild ergaben ein niederschmetterndes Gesamtbild.
Diese und weitere Problemfälle in kurzer Zeit sprengen nicht nur das Budget, sondern stellen auch die Frage, ob in Zukunft spontan Landkreis übergreifend und in Notfällen gehandelt werden darf, wenn man die Stabilität des „Kerngeschäftes“ wie Aufnahme, einige Monate Aufenthalt und Vermittlung nicht gefährden möchte. Darüber hinaus sind Verantwortung und Kosten zu tragen für 22 Patenhunde, die auf Pflegeplätzen ihr Gnadenbrot bekommen, weil sie auf Grund von Alter, Wesen, Erkrankungen oder Handicaps nicht mehr vermittelbar sind. Deshalb benötigt die Tierhilfe Franken Ihre Unterstützung in Form von weiteren Pflegefamilien, Betreuern, Fahrern, finanziellen Zuwendungen und Sachspenden.
Postanschrift: Tierhilfe Franken e.V., Neunkirchener Str. 51, 91207 Lauf
09244/9823166 0911/7540438 09152/921890, www.tierhilfe-franken.de
Spendenkonto: IBAN: DE60 7605 0101 0005 4970 11 Sparkasse Nürnberg