| 1. | Rückmeldung zu den Ortsteilplänen des Gemeindeentwicklungskonzeptes |
Bürgermeister Stefan Reichold begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Hacke vom Planungsbüro GEO-PLAN Bayreuth und erläutert warum der Markt Heiligenstadt i.OFr. dieses Gemeindeentwicklungskonzept beauftragt hat.
Das Gemeindeentwicklungskonzept dient dazu, die Lebensqualität zu verbessern und zukünftigen Herausforderungen aktiv zu begegnen.
Ein GEK wird von der Gemeinde gemeinsam mit ihren Bürgern erarbeitet und beinhaltet eine Analyse der aktuellen Situation, die Festlegung von Zielen und die Planung konkreter Maßnahmen. Dabei werden verschiedene Bereiche wie Infrastruktur, Wirtschaft, Wohnen, Umwelt und Soziales berücksichtigt.
Zweck eines Gemeindeentwicklungskonzepts:
Verbesserung der Standortqualität und Lebensverhältnisse in der Gemeinde.
Stärkung der ländlichen Räume.
Aktivierung der Eigenkräfte und Stärkung vorhandener Potenziale.
Einbindung der Bürger in Beteiligungsprozesse.
Ermittlung von Handlungsbedarf und Festlegung von Maßnahmen.
Planung der zukünftigen Entwicklung unter Berücksichtigung von Dringlichkeit und finanziellen Möglichkeiten.
Die Bayerische Staatsregierung fördert die Erarbeitung von Gemeindeentwicklungskonzepten mit einem Zuschuss von bis zu 75% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal jedoch 50.000 Euro.
Es fanden nachfolgende Ortsteilspaziergänge im Markt Heiligenstadt i.OFr. statt:
| 22.06.2024 | Heiligenstadt |
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| Traindorf |
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| Siegritz |
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| Leidingshof |
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| Neudorf |
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| Stücht |
| 06.07.2024 | Zoggendorf |
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| Burggrub |
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| Oberngrub |
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| Veilbronn |
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| Volkmannsreuth |
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| Kalteneggolsfeld |
| 21.09.2024 | Greifenstein |
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| Neumühle |
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| Reckendorf |
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| Brunn |
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| Hohenpölz |
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| Heroldsmühle |
| 28.09.2024 | Oberleinleiter |
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| Tiefenpölz |
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| Geisdorf |
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| Herzogenreuth |
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| Lindach |
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| Teuchatz |
Es nahmen insgesamt 400 Bürgerinnen und Bürger an diesen Ortsteilspaziergängen teil. Dies stellt eine sehr gute Beteiligung dar.
Anschließend erfolgte eine Onlinebefragung mit 519 Personen, was ebenfalls auf breite Resonanz in der Bevölkerung gestoßen ist, davon waren
| • | 46 % weiblich und 52 % männlich, der Altersdurchschnitt betrug 42,7 Jahre |
| • | die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug 3,5 Personen, |
| • | 80 % der Beteiligten waren berufstätig, |
| • | 8 % Schule, Uni, Ausbildung |
| • | und 9 % im Ruhestand. |
| Bei der Befragung wurden nachfolgende Themen abgefragt: | |
| • | Wohndauer |
| • | Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld/Wohnort |
| • | Mobilitäts- und Nahverkehrsangebote |
| • | Internet und Mobilfunk |
| • | Betreuungsangebote |
| • | Freizeit und Kultur |
| • | Versorgungsangebote |
| • | Gibt es bestimmte Angebote, die Ihnen in Heiligenstadt fehlen |
| • | Worin sehen Sie die besonderen Stärken von Heiligenstadt |
| • | Worin sehen Sie die dringlichen Handlungsbedarfe für die Gemeindeentwicklung |
| • | Gesamtgemeindliche Ansatzpunkte |
Die in diesem Zuge identifizierten örtlichen Handlungsbedarfe und Ideen wurden dann im nächsten Schritt der Bürgerbeteiligung zusammen mit den Heiligenstadter Bürgerinnen und Bürger weiter konkretisiert.
Dazu wurden drei Teilraumwerkstätten durchgeführt:
• | 12.03.2025 | 25.03.2025 | 02.04.2025 |
bei denen für jeden Ortsteil, aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen, Entwicklungsschwerpunkte herausgearbeitet und Projektideen inhaltlich sowie räumlich konkretisiert wurden. Zum Einstieg in die inhaltliche Arbeit wurden jeweils die wichtigsten Ergebnisse der Onlinebefragung und der Ortsteilspaziergänge vom Planungsbüro GEO-PLAN präsentiert. Die Teilraumwerkstätten stellten sowohl für die einzelnen Ortsteile als auch für den Markt Heiligenstadt i.OFr. als Ganzes eine wichtige Grundlage für künftige Entscheidungen zur Gemeindeentwicklung dar.
Die Aufteilung war ähnlich wie bei den Ortsteilspaziergängen mit 3 Veranstaltungen und jeweils 8 Ortsteilen. Es erfolgte eine Einführung durch das Planungsbüro GEOPLAN Bayreuth im Plenum und danach eine Gruppenarbeit nach Ortsteilen.
Anschließend erfolgte eine Überarbeitung bzw. Konkretisierung der lokalen Projekte bzw. Handlungsbedarfe. Es wurden Entwicklungsschwerpunkte und Ziele der Ortseilentwicklung dargestellt.
Herr Hacke erläutert hierzu alle Ergebnisse und durchgeführten Befragungen.
| 2. | Vorbereitung der Priorisierung der Ortsteilprojekte des Gemeindeentwicklungskonzeptes |
Herr Hacke erläutert die anstehende Priorisierung des Gemeindeentwicklungskonzeptes durch den Marktgemeinderat. Es sollen alle Projekte jeweils nach ihrer Bedeutung für die Entwicklung der einzelnen Ortsteile (hoch/mittel/gering) sowie nach dem Umsetzungszeitraum (kurzfristig = innerhalb der nächsten 1-5 Jahre / mittelfristig = in ca. 5 – 10 Jahren / langfristig) bewertet werden. Dazu erhalten alle Bürgermeister, Marktgemeinderäte und Ortssprecher einen Link zugeschickt, wonach sie die Priorisierung anhand der Befragung online durchführen können. Die beschlossenen Ortsteilprojekte wurden abschließend nochmals per Email übermittelt.
Nach Abschluss der Frist, wird Herr Hacke eine Auswertung vornehmen.
| 3. | Abstimmung der gesamtgemeindlichen Entwicklungsziele des Gemeindeentwicklungskonzeptes |
Nach Vorlage des Ergebnisses wird als nächsten Schritt ein Abstimmungsgespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung stattfinden. Im Anschluss wird Herr Hacke das Gemeindeentwicklungskonzept des Marktes Heiligenstadt i.OFr. fertigstellen. Im Herbst dieses Jahres findet dann eine öffentliche Abschlusspräsentation des erarbeiteten Gemeindeentwicklungskonzeptes statt.